Das Trapez Ein Trapezartist gibt seinem neuen Fänger die Schuld daran, dass seine Flüge neuerdings misslingen. Als er sich überreden lässt zum Arzt zu gehen - nur für ein paar Schlaftabletten - überredet ihn Dr. Irabu, ihn zum Zirkus mitzunehmen, wo der Arzt in der Trapeztruppe vergnügt aufgenommen wird und seine erste Schwünge wagen darf. Und letztlich erkennt auch der Artist das eigentliche Problem.
Der Igel Ein Yakuza hat eine Phobie vor spitzen Gegenständen entwickelt und kann sie erst überwinden als Dr. Irabu ihm zeigt, dass die anderen Yakuzas auch nur Igel sind, die ihr weiches Herz unter der stacheligen Oberfläche verstecken.
Die Perücke Diesmal geht der verrückte Irabu mit "gutem" Beispiel voran und lehrt einen Kollegen, ein bisschen lockerer zu werden. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich gänzlich ungeniert…
Hot CornerEin Baseballspieler schafft selbst einfach Würfe nicht mehr und bringt Dr. Irabu darauf, der Krankenhaushobbymannschaft beizutreten, was dem Spieler neue Einsichten eröffnet
Die Schriftstellerin Eine Schriftstellerin leidet unter einer Schreibblockade, denn eigentlich findet sie die ewig gleichen Liebesromane, die sie schreibt im Unterbewusstsein im tatsächlichen Sinne des Wortes zum Kotzen.
Dr. Iruba verfolgt immer die gleiche Therapie, als erstes lässt er dem Patienten durch seine Krankenschwester eine (Vitamin-)Spritze verpassen. Danach passt er sich dem Patienten völlig an und imitiert den Lebensbereich, in dem der Patient das Problem hat. Dadurch dass der Arzt sich als kompletter Laie relativ lächerlich macht und schwach gegenüber dem Patienten (übrigens immer erfolgreiche Überflieger, die in ihrem Bereich herausragend sind) wirkt, öffnet er diesem die Augen für eine andere Herangehensweise und löst die Anspannung, die der eigentliche Auslöser des Problems war.
Dadurch dass es in allen Geschichten darum geht, dass der Patient droht sein Gesicht zu verlieren, etwas was Dr. Irabu gar nicht kümmert, behandelt der Autor ein in meinen Augen sehr japanisches Problem, welches wir westlichen Leser vermutlich gar nicht in seiner ganzen Bandbreite verstehen können. Hauptsache in meiner Wahrnehmung ist der sehr außergewöhnliche Dr. Irabu. Am Anfang des Buches wirkt der lächerliche Arzt mit seinem verrückten Verhalten noch ganz witzig, im Laufe der Geschichten zeichnet sich dann aber das immer gleiche Schema ab. Interesse am Nachfolgeband habe ich darum kaum, irgendwann wird es mir dann doch mal langweilig und die Grenze wäre für mich bald erreicht.

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