Arne Dahl – Tiefer Schmerz
Inhaltsangabe:Im Vielfraßgehege des Stockholmer Zoos werden menschliche Überreste gefunden, ein Kleinkrimineller wird vor die U-Bahn gestoßen und ein alter Mann wird auf dem jüdischen Friedhof gefoltert und ermordet. Drei Fälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Doch Paul Hjelm und Kerstin Holm wären keine Sonderermittler, wenn sie hier nicht auf zusammenhängende Spuren stoßen würden. Spuren, die weit in die Vergangenheit zurück reichen und doch stark von den heutigen gesellschaftlichen Problemen beeinflusst sind ...
Der Roman spielt in der heutigen Zeit, hauptsächlich in Schweden.
Das Buch ist der vierte Band der Reihe um Paul Hjelm, Kerstin Holm und die übrigen Sonderermittler aus der „A-Gruppe“.
Der erste Satz:„Es war ein Abend Anfang Mai.“
Meine Meinung zum Buch:Dieses Buch hat mir von der Reihe bisher am besten gefallen.

Manchmal erscheint es schon fast einfallslos, am Anfang eines Kriminalromans mehrere scheinbar zusammenhanglose Fälle aufzuzählen, um diese dann über die nächsten dreihundert Seiten von einem oder mehreren Detektiven zusammenführen zu lassen. Aber bei Arne Dahl können viele Autoren noch etwas lernen, denn seine Lösung ist nie abstrus oder auch nur weit hergeholt, sondern so „einfach“ und logisch, dass sie mich wieder einmal absolut begeistert hat.
Die mir schon bekannten Charaktere der Sonderermittler in der „A-Gruppe“ haben sich wieder ein Stück weiter entwickelt. Das macht inzwischen einen großen Teil der Leselust aus, denn ich habe mich mit den Figuren im Lauf der Zeit richtig angefreundet und warte gespannt, was ihnen in den Büchern an privaten und beruflichen Katastrophen und/oder Glücksfällen zustoßen wird. In diesem Band sind „Gunnar Nyberg“ und „Arto Söderstedt“ mal an der Reihe, aber Genaueres will ich hier nicht verraten.
Wie in seinen anderen Büchern nimmt Arne Dahl auch in diesem Band auf aktuelle gesellschaftliche oder wirtschaftliche Probleme Bezug. Es geht um Prostitution, Einwanderung, Jugendbanden und schwedische bzw. finnische Vergangenheitsbewältigung. Das macht seine Geschichten für mich hoch interessant und ich merke immer wieder, wie wenig ich von den skandinavischen Staaten und ihrer Geschichte eigentlich weiß. Über den sowjetisch-finnischen Winterkrieg z. B. musste ich mich erst einmal informieren.
Das Buch ist auf jeden Fall eines meiner diesjährigen Lesehighlights!
Meine Bewertung:

Viele Grüße von Annabas
