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Eoin Colfer: Artemis Fowl
Inhalt:Artemis Fowl ist erst zwölf, aber ein genialer Meisterdieb. Mit einem Trick gelangt er in den Besitz des Buchs der Elfen und entdeckt ein Geheimnis, von dem kein Mensch etwas ahnte: Tief unter der Erde haben sie überlebt, die Elfen und Gnome, Kobolde und Feen aus dem Märchen.
Doch als er mit einem Haufen Feengold die Ehre seiner Familie retten will und Holly Short vom Polizeikorps der Unterirdischen gefangen nimmt, erkennt Artemis, mit was für einem gefährlichen Gegner er sich eingelassen hat.
(Buch)
Bewertung:Artemis Fowl - Meisterdieb, intelligent, überreifer Zwölfjähriger und gerissen. Das denkt er vermutlich von sich selbst. Die hauptamtliche Mittelpunktsfigur ist auf der einen Seite zwar mit einer nützlichen Menge Intelligenz gesegnet, ist aber viel zu überheblich um zu denken, dass er bei irgendetwas schiefliegen könnte. Dieser Zug an Artemis kann dem Leser zeitweilig unangenehm auffallen.
Artemis Fowl ist in wenigen Worten zu beschreiben, weswegen er nach etwa der Hälfte nicht mehr halb so interessant wirkt wie am Anfang. Wesentlich vielschichtiger sind hingegen die Gegner, die ein hohes magisches Potential aufweisen. Die Elfen und andere Unterirdische sorgen für manchen lustigen Augenblick. Der Einblick in ihre Welt verrät dem Leser auch manches über die bekannte Welt (Dinge, die mancher schon immer wissen wollte - siehe Seite 236). Unterirdische haben manche mitverfolgenswerte Sichtweise und beeindruckende Erfindungen.
Spoiler bis Seite 136Wer ist der Weihnachtsmann? Warum verteilt er Geschenke? Und wie schafft er es in einer Nacht die ganze Welt zu beliefern?
Das Grundgerüst der Handlung ist einfach: Ein Junge, der sich für einen Meisterdieb hält (und vielleicht auch einer ist) versucht die Unterirdischen zu erpressen ein wenig Gold für die Freilassung von Holly Short springen zu lassen. Wirkt einfach und ist es leider auch. Die Handlung ist nicht nach einigen Seiten vorbei, denn selbstverständlich lassen die Unterirdischen sich Fowls freches Verhalten nicht einfach bieten, trotzdem verlieren sie sich in nicht immer spannenden Sequenzen. Auch Foaly ist irgendwann nicht mehr unterhaltsam.
Elfen sind auch nur Menschen, deswegen verhalten sie sich auch menschlich, obwohl sie die Menschen nicht besonders gut leiden können. Dank ein bisschen Magie bemerkt der Leser dann doch noch einen Unterschied zu den Oberirdischen.
Die Schreibweise ermöglicht ein gutes Lesen. Die Erzählweise an sich sorgt für Komik. Manches Mal entsteht dennoch der Eindruck die Geschichte käme nicht recht voran. Die Entwicklungen sind gut beschrieben, es fehlt inen aber der nötige Pfeffer um richtig mitreißend zu sein.
En Buch zum zwischendurch lesen, das auch umgangen werden kann.
Nachdem mir von der Artemis Fowl - Reihe derart vorgeschwärmt worden war, hatte ich mehr erwartet.

Liebe Grüße
Nirika