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Autor Thema: [Benin] Florent Couao-Zotti – L'Homme dit fou et la mauvaise foi des hommes  (Gelesen 43 mal)

Aldawen

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Enthalten sind zehn Kurzgeschichten und Erzählungen.
  • Ci-gît ma passion: Ein Mann macht sich an einem Grab zu schaffen und wird dabei von einem anderen beobachtet. Der eine ist der Ehemann der hier beerdigten Frau, der andere ihr Bruder. Und sie haben sich nicht nur Freundlichkeiten zu sagen.
  • L'Homme dit fou et la mauvaise foi des hommes: Der alte Mann ist im Viertel bekannt, er redet verrücktes Zeug und niemand nimmt ihn recht ernst, außer dem kleinen Mädchen, das man häufig in seiner Gesellschaft sieht. In einer Auseinandersetzung mit der Mutter über das Mädchen tötet der Mann die Frau, anschließend zieht er mit der Kleinen weiter durch die Stadt. Schließlich legt er sich mit dem Vertreter der Weltbank und dem Militär an, das ihm jedoch auf Grund seiner Zaubererfähigkeiten mit Waffen gar nichts anhaben kann.
  • Le Monstre: Eine Frau geht nachts durch eine Straße, an die sie schlechte Erinnerungen hat, denn hier wurde sie von einem Maskierten vergewaltigt. Diesmal trifft sie hier ihren Onkel und Vormund, der ungewöhnlich entsetzt reagiert, als er erfährt, daß sie das Kind abgetrieben hat.
  • L'Avant-jour du paradis: Ein Mann will seine Freundin zum Drogenentzug in eine Klinik bringen, aber dafür braucht er Geld, das er nicht hat. Aber es gibt andere, die Geld haben, und von denen man es sich nehmen kann. Dumm nur, wenn dabei nicht alles so läuft, wie geplant.
  • Petits enfer de coin de rues: Der kleine Dieb hat beim Greifen Glück gehabt und auch die Flucht über den Marktplatz ist geglückt. Aber auch andere interessieren sich für seine Beute, und die sind nicht so leicht loszuwerden.
  • Présumée sorcière: Wieder ist das Kind tot. Diesmal muß die Hexe dran glauben, er hat es beim letzten Mal geschworen. Und was soll schon passieren, wenn er von so vielen Leuten aus dem Dorf begleitet wird?
  • Le Rire du nombril: Eigentlich hübsch ist die Frau nicht, aber ihre Vorstellungen bringen die Leute zum Lachen und dafür geben sie gerne ein paar Münzen. Aber Lachen ist subversiv und so viel Beliebtheit verdächtig. Damit könnte sie doch glatt dem Präsidenten bei der nächsten Wahl gefährlich werden, träte sie an. Dem muß rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben werden.
  • Délalie: Alles hat der junge Offizier für sein anspruchsvolle Frau getan, sich sogar bis über beide Ohren verschuldet. Es reicht ihr aber nicht.
  • Jonquet Blues: Das Stadtviertel erzählt, was in ihren Bars und Straßen des Nachts alles los ist, wie die Menschen sich benehmen und versuchen, ihre tristen Tage zu vergessen.
  • Tant qu'il y aura des anges: Ablan ist entsetzt. Nach vier Töchtern hat sie ihrem Mann endlich den heiß ersehnten Sohn geboren und jetzt hat ihn jemand aus seiner Wiege gestohlen! Ein Mädchen hat Ablans Cousine im Haus beobachtet, daraufhin macht sich Ablan mit ein paar Männern an die Verfolgung.

Couao-Zottis Geschichten sind nicht in den sauberen, schönen Stadtvierteln der Reichen angesiedelt, sie führen vielmehr in die dreckige Gassen, die Spelunken, die Slums und in menschliche Abgründe. Dabei spielt häufig auch Zauberei eine Rolle, oder zumindest etwas, was die Menschen in Unkenntnis oder Ablehnung einer möglichen „rationalen“ Erklärung dafür halten. Damit dürfte er die Gedankenwelt seiner Landsleute recht gut getroffen haben, und auch jenseits davon vermitteln einige der Geschichten einen guten Blick auf das Leben in Cotonou oder vergleichbaren Städten. Und obwohl die Grundstimmung, die äußeren Verhältnisse und Lebensbedingungen sowie die inneren Dispositionen in eigentlich allen Geschichten eher düster sind (ich möchte mich jedenfalls in keines der Szenarien wirklich versetzt finden), schwingt doch auch oft eine leicht positiv-optimistische Hoffnung mit, weil sich die Menschen nicht so einfach unterkriegen lassen.

 4ratten

Schönen Gruß
Aldawen
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Kinywa ni jumba la maneno.
Der Mund ist der Palast der Worte. – Sprichwort aus Ostafrika