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Autor Thema: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes  (Gelesen 15049 mal)

Jari

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #105 am: 15. März 2010, 22:12:30 »

Wir mussten das Buch in der Schule lesen und ich  gehörte zu den wenigen, die es mochten. Auch eines meiner Lieblingsbücher :winken:
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//Grösser ist doof//

Schokomaus

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #106 am: 16. März 2010, 07:56:35 »

Das ist eins der besten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe....

 :klatschen:   Noch ein Fan!
"Der Schatten des Windes" gehört zu meinen Lieblingsbüchern und da freue ich mich natürlich über solche Rezis.

Dito! Auch auf meiner Liste der Favoriten (und derer habe ich nur fünf) steht es ganz weit oben. Ein wunderschönes Buch, von dem ich mich ebenfalls nur sehr schwer trennen konnte.
Ich scheine wohl immer zu Beginn der Freibad-Saison Glücksgriffe zu tun, denn 2008 habe ich im Mai auf der Liegewiese "Die Geisha" gelesen, was ich ebenfalls zu meinen Lieblingen zähle, und im Mai 2009 war es "Der Schatten des Windes", mit dem ich mich unter der Sonne wohlfühlte.

Ich kann nicht genau beschreiben, warum, denn mit Rezensionen über gute Bücher habe ich stets meine Probleme, aber mich hat die Sprache sehr gefesselt, es war einfach sooo schön zu lesen.
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'Verzicht bedeutet für Frauen die kurze Pause zwischen zwei Wünschen.'
- Mario Adorf -

simmilu

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #107 am: 16. März 2010, 22:44:32 »

Das ist eins der besten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe....

 :klatschen:   Noch ein Fan!
"Der Schatten des Windes" gehört zu meinen Lieblingsbüchern und da freue ich mich natürlich über solche Rezis.

Grüße von Annabas  :winken:

 :five:
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Ich lese gerade :

Gesa Schwartz - Grim II / Das Erbe des Lichts

:lesewetter:

Breña

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #108 am: 25. März 2010, 14:49:02 »

Hallo zusammen,

dann werde auch ich diesem ellenlangen Thread eine weitere Meinung hinzufügen. :zwinker:
Insgesamt kann ich mich den Begeisterungsstürmen nicht anschließen. Mag sein, dass ich mit zu hohen Erwartungen begonnen habe, obwohl ich möglichst unvoreingenommen lesen wollte. Zumindest habe ich versucht, Rezensionen zu umgehen, daran kann es also nicht gelegen haben.
Startschwierigkeiten hatte ich keine, ich war sehr schnell "im Buch", aber leider hat es bis zum Ende nicht "Klick" gemacht. Die Sogwirkung, die das Buch auf manche Leser auszuüben scheint, hat sich bei mir nicht eingestellt, im Gegenteil hat es nach einem sehr stimmigen Anfang für mich stetig nachgelassen. Auch sprachlich konnte mich Zafón nicht begeistern, sein Stil hat mir durchaus gefallen, mehr allerdings nicht. Was mich allerdings durchgehend begeistern konnte war die Stimmung des Buches inmitten der düsteren, von Zerfall geprägten Atmosphäre Barcelonas unter Franco.
Mit den Protagonisten bin ich nicht recht warm geworden, obwohl sie in ihrem Denken und Handeln rund sind. Besonders Daniel blieb distanziert, obwohl ich als Leser oft seinen Gedanken folgen konnte. Fermín mochte ich zwar sehr, aber im Verlauf des Buches wurde mir seine übertriebene Art manchmal zu viel. Don Gustavo und Isaac mochte ich auch, obwohl sie eher am Rande erscheinen, wahrscheinlich weil sie nicht absolut schwarz/ weiß sind. Was mich etwas geärger hat, ist
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Außerdem mag ich es nicht, wenn einer schlimmen Wendung/ Offenbarung weitere folgen, oder wenn ich das Gefühl habe, der Autor wiederholt Schema F (und zwar nicht als Stilmittel).
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Und mein letzter Kritikpunkt ist eindeutig der Showdown. Ich habe kein Problem mit dem Tempowechsel, aber was Zafón uns dort liefert passt für mich einfach nicht zum Vorhergehenden.


Ein Buch, das man in kein Genre packen kann; es ist einfach wie das Leben: humorvoll, leidvoll, spannend, gefährlich, voller Leidenschaft, Hingabe und Erwartung. Und so ist auch der Rhythmus des Buches: mal leicht und übersprudelnd, mal langsam und intensiv beschreibend, dann wieder düster und spannungsgeladen oder rührend und betroffen machend.

Schön gesagt, qantaqa! Auch wenn es mir persönlich manchmal zu extrem gezeichnet ist.

und voller intensiver Gefühle. Etwas zu intensiver Gefühle, dachte ich nach einiger Zeit. Müssen wirklich alle Figuren an ihrer Liebe, der großen, einzigen, unersetzbaren Liebe ihres Lebens leiden? Ist es denn wirklich so ganz unmöglich, eine tragische Liebesbeziehung zu überwinden und mit einem anderen Menschen glücklich zu werden? [...]
Und auch das andere Extrem wurde zu alles beherrschend geschildert. Der unendliche Hass, der Fumero antreibt, seine grenzenlose Schlechtigkeit, die er hemmungslos auslebt, ist einfach zu viel des Gu-, nein, des Bösen natürlich.
Zwischentöne fehlen hier völlig.

Das fand ich ebenfalls auffällig und vor allem störend. Vielleicht haben mir deswegen Gustavo und Isaac so gut gefallen, weil sie aus diesem reinem schrwarz/weiß-Schema herausfallen?

Logik? Vergiss' es! Ich versuchte, mir den Kampf vorzustellen, und sah aus wie ein Fragezeichen: Wenn ich mit einer Hand meinem Gegner die Kehle zudrücke und mit der anderen die Hand festhalte, in der er eine Pistole hält, mit welcher Hande greife ich dann zu dem so passend in der Wand steckenden Messer?

 totlach

Nur ist Barcelona für mich laut und farbenfroh und heiß und lebendig.

Als ich vor einigen Jahren in Barcelona war, haben wir uns irgendwann bewusst vom bunten Treiben entlang der Ramblas abgewand und sind durch enge, düstere Gassen geschlendert, mit bröckelnden Fassaden und überquellenden Mülltonnen und kaum einer Menschenseele. Daran kann ich mich noch am besten erinnern, deswegen passt mein Bild der Stadt gut zu dem, das Zafón beschreibt.

Mein Gefühl entsprach eher dem, dass mich die Handlung und die Art und Weise ihrer Darstellung an ein Adventure Spiel denken ließ.

Jetzt wo Du's sagst - sehr passend. Toller Vergleich! :zwinker:


Von mir gibt es 3ratten

Viele Grüße
Breña
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"Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht."  J. L. Borges

sandi

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #109 am: 13. Juni 2010, 21:10:28 »

Zu diesem Buch wurde schon soviel geschrieben, daher nur ein Dreizeiler von mir... Aufgrund der großteils doch sehr guten Rezensionen zu diesem Buch hat es bei mir ziemlich lange am SUB geschlummert, ich befürchtete, zu hohe Erwartungen zu haben. Es hat mich schlußendlich auch nicht total begeistert, aber doch sehr angetan. Einzig mit den vielen Personen und Verwicklungen hatte ich hin und wieder ein bisschen zu kämpfen. Das Buch hat eine sehr eigentümliche Atmosphäre, die mir aber sehr gut gefallen hat. Kein Buch, das ich ein zweites Mal lesen würde, aber für eine einmalige Lektüre durchaus zu empfehlen. Als Bewertung würde ich 4 oder 4,5 Ratten geben  :smile:
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"Man hat in der Welt nicht viel mehr, als die Wahl zwischen Einsamkeit und Gemeinheit." A. Schopenhauer

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suray

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #110 am: 04. Juli 2010, 13:04:06 »

Ganz kurz und bündig: ein tolles Buch! Eines meiner Lieblingsbücher!

Gruß suray
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Gruß suray

Lorelai

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #111 am: 12. Juli 2010, 15:59:24 »

Irgendwie komisch, dass ich mich sämtlichen Meinungen - positiv wie negativ - anschließen kann. Obwohl ich zu denen gehöre, die das Buch in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat, kann ich sämtliche Kritikpunkte durchaus nachvollziehen. Allerdings ist es einfach so, dass genau diese Schwachstellen den besonderen Charme des Buchs für mich ausgemacht haben. Sie haben mich schlichtweg einfach nicht gestört, was ich selbst nicht verstehen kann  :)
Vielleicht liegt es daran, dass ich vor zwei Jahren in Barcelona war und mich ein bisschen in diese Stadt verliebt habe und jetzt liebesblind alles toll finde, was mit damit zu tun hat.  :herz:
 
LG Lorelai
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Zåmdrâ

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #112 am: 20. August 2010, 23:21:01 »

"Der Schatten des Windes" wurde mir vor einer Weile empfohlen. Da wohl gerade ein neues Zafón-Buch erschienen ist, wurde auch "Der Schatten des Windes" wieder auf die Tische gelegt. Die Tische interessieren mich in der Regel nicht, ich sehe auch nur die Bücher an, die sich durch ihre "Schlichtheit" in der Aufmachung von den anderen abheben (vieles ist grell bunt, hat riesen Überschriften, große skurrile Bilder...). Da fällt mir so ein "schlichtes" Cover wie das von "Der Schatten des Windes" direkt ins Auge. Total unerwartet übrigens, denn eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, es so schnell zu finden...

Wie wahrscheinlich viele hier (:zwinker:) habe ich gewisse Eigenarten entwickelt. Manchmal überzeugen mich hier im Forum die Rezensionen so sehr, dass solche Bücher direkt auf meine Wunschliste wandern (es gibt noch viele weitere Wege...). Anhand dieser Liste durchstöbere ich die Buchhandlungen. Oft habe ich zum Zeitpunkt des Buchkaufs schon lange vergessen, warum ein Buch eigentlich auf die Liste gewandert ist, aber es muss mir gefallen haben, denn ich habe es ja aufgeschrieben... Vielleicht lese ich dann noch den Klappentext (eher selten), nehme aber prinzipiell alles mit, was so auf meiner Liste steht. Zu Hause wandern die Bücher dann erstmal ins Regal (denn ich lese nacheinander und fast immer chronologisch nach Kaufdatum). Es kann also schonmal eine ganze Weile vergehen, bis ich ein Buch nach dem Kauf lese. Aber, um mich nicht zu spoilern und mich ganz auf die Geschichte einlassen zu können, lese ich vor dem Beginn der Lektüre auch den Klappentext nicht mehr (es kann also vorkommen, dass ich Bücher lese, deren Klappentext ich bis zur Lektüre, und auch bis heute nicht gelesen habe). Zu oft verraten schlechte Klappentexte schon zu viel von der Geschichte... Da mir "Der Schatten des Windes" so wärmstens empfohlen wurde, und es so zufällig wie für mich bereit lag, habe ich es also einfach blind gekauft.

Der Beginn der Geschichte hat mich gleich ins Buch hineingezogen. Die Bibliothek der vergessenen Bücher hat mir sehr gut gefallen! Da ich, wie gesagt, gar nichts über das Buch wusste, dachte ich zu diesem Zeitpunkt, dass ich hier ein wunderbares Fantasy-Buch in den Händen hielt. Doch recht schnell wurde klar, dass das kein Fantasybuch ist (obwohl durchaus phantastische Aspekte beibehalten werden). Und irgendwie plätscherte die Geschichte nur noch so hin... Ich muss sagen, dass ich fast einen Monat für das Buch gebraucht habe. Ich hatte am Anfang nicht wirklich viel Zeit für das Buch, zum einen, weil wir renoviert haben und zum anderen weil meine reguläre Lesezeit bedingt durch Semesterferien wegfiel (Bahnleserin). Und dazu kam auch noch diese langatmige Geschichte... Sobald Daniel die Bibliothek verlassen hatte, hatte die Geschichte ihren Charme in meinen Augen zunächst einmal verloren. Nach etwa 150-200 Seiten konnte ich es nicht mehr aushalten und habe den Klappentext gelesen, weil ich nicht den blassesten Schimmer hatte, wohin die Geschichte überhaupt gehen soll. Der Klappentext allerdings half nicht wirklich weiter (ein guter Klappentext, den man gefahrlos lesen kann :zwinker:). Da ich aber auch zu denen gehöre, die den Ehrgeiz haben, jedes Buch zu beenden, habe ich weitergelesen.

Zu der Hauptperson Daniel habe ich nich so recht Zugang finden können. Obwohl wir als Leser viel über ihn erfahren haben, kam er mir dennoch immer recht flach vor. Er war eher wie ein Instrument, dass für den Leser kreiert wurde, um durch die Geschichte zu führen. Den Vergleich mit dem Spiel finde ich auch sehr passend. Oft handelt Daniel auch so, dass es zwar die Geschichte weiterbringt, ich mich aber gefragt habe: warum nur?! Auch konnte ich nicht ganz nachvollziehen, warum auf einmal die Beziehung zu seinem Vater so sehr gelitten hat. Ihr Verhältnis war doch recht innig...

Das Licht ging auf, als Fermin eingeführt wurde. Fermin ist einer der wunderbarsten Charaktere, die mir seit langer Zeit in einem Buch begegnet sind. Sein Humor und seine ganze Art sind einfach köstlich und werden durch den Stil des Autors noch unterstrichen. Wie im Threat schon einmal geschrieben wurde, auch ich hätte gerne etwas von seiner direkten, völlig unverblümten und zur passenden Zeit, frechen Art. Fermin ist ziemlich vielschichtig und gerade ein seiner Person zeigt sich, dass eben doch nicht alles schwarz / weiß ist. Auf der einen Seite ist er Chrakter mit tragischer Vergangenheit, die ihn immer wieder einholt. Auf der anderen Seite ist Fermin ein unverbesserlicher Optimist, der die schönen Seiten des Lebens genießt. Allerdings habe ich mich manchmal gefragt, ob der Mann wohl mehr als einen Magen besitzt  :zwinker:.

Ich habe gar nicht gemerkt, wie ich plötzlich wieder eingesogen wurde. Habe ich für den Anfang nahezu drei Wochen gebraucht, in denen ich täglich nur wenige Seiten gelesen habe, habe ich den Rest des Buches dann innerhalb von zwei Tagen (eher Nächten) regelrecht verschlungen. Zugegeben ich mag "schnelle" Bücher und es stört mich auch gar nicht, wenn ich einen Showdown vorgeworfen bekomme. Unlogisches habe ich übrigens "überlesen". Ich glaube es fällt auch eher auf, wenn man eh nicht ganz mit der Geschicht einverstanden ist. Wer sich auf die geforderte Schnelle ganz einlässt (und/oder aufmerksamer liest, als ich), bekommt vielleicht solche Ungereimtheiten (
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) gar nicht mit. Und hätte ich es hier im Threat nicht gelesen, wüsste ich es bis heute nicht...  :zwinker:

Jedoch konnte auch ich eines nicht ganz nachvollziehen. Auf der einen Seite beschreibt der Autor Gefechte in der Stadt, Scharmützel, Angst in jedem Haus. Und auf der anderen Seite, wie weiterhin viele Leute Cafés etc aufsuchen. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass man sich nicht ewig zu Hause einschließen kann während dem (evt langjährigen Krieg), aber wenn in der eigenen Stadt ständig "der Boden brennt", habe ich sicher anderes im Kopf, als beispielsweise ins Kino zu gehen und evt. in eine Schießerei zu laufen, so wie es Daniel und Fermin pflegen... Hm.

Die Stimmung, die aufgebaut wurde, gefällt mir sehr gut. Ich kann auch nachempfinden, wenn sie hier größtenteils als düster beschrieben wird. So würde auch ich sie beschreiben. Allerdings scheine ich zu abgestumpft zu sein, gegruselt habe ich mich zu keinem Zeitpunkt. Der Sprachstil hat mir sehr gut gefallen und ich empfand ihn (trotz der anfänglichen Story-Schwierigkeiten) zu jeder Zeit erfrischend (natürlich immer besonders, wenn Fermin zugegen war). Gut gefallen haben mir auch die zahlreichen Nebencharaktere, besonders der Uhrmacher, dessen Schicksal mich traurig stimmte, und "die Bernada".

Ich wusste nicht, wo es hingehen soll mit der Geschichte, ich wurde von der Auflösung überrascht und das Ende fand ich sehr gelungen daher vergebe ich zunächst: 5ratten

Eine Ratte ziehe ich jedoch ab für den langatmigen Anfang, dafür gebe ich noch  :marypipeshalbeprivatmaus: ein Mäuschen für Fermin, so dass die finale Bewertung lautet: 4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten, "Der Schatten des Windes" ist ein tolles Buch.

« Letzte Änderung: 20. August 2010, 23:26:33 von Zåmdrâ »
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marimirl

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #113 am: 21. August 2010, 07:42:39 »

@Zåmdrâ:

Deine Schilderungen über den Anfang des Buches kommen mir nur allzu bekannt vor. Ich habe das Buch mittlerweile 2 oder sogar 3 mal abgebrochen, weil ich über eben diese ersten 150 Seiten nicht hinwegkomme. Aber genau wie du auch schreibst, fand ich den Anfang wunderschön, denn die Bibliothek der vergessenen Bücher hat auch mich sofort in ihren Bann gezogen.

Für mich ist eigentlich klar, dass das Buch noch eine (vielleicht auch noch mehrere) Chancen bekommen wird. Wahrscheinlich muss man es einfach im richtigen Moment lesen.
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Avila

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #114 am: 30. Januar 2011, 14:33:21 »

Da das Buch mir mal gewichtelt wurde und ich meine Wichtelliste ja bis Anfang April beendet haben "muss", habe ich mich nun auch endlich mal an das Buch gewagt. Dadurch, dass es immer so hochgelobt wurde, hatte ich irgendwie Angst, dass es mich enttäuschen würde, aber die ersten 30 Seiten gefallen mir schon soo gut, dass ich mich immer mehr drauf freue, weiter zu lesen. Also, der erste Eindruck ist wirklich durchweg positiv! Ich freu mich auf mehr.  :klatschen:
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Avila

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #115 am: 06. Februar 2011, 16:14:53 »

Ich habe gerade mit Tränen im Gesicht, das Buch  beendet. Wenn das Ende eines Buches mich zum Weinen bringt, ist es (eigentlich) immer ein gutes Zeichen - so wie dieses Mal.
Das Buch hat mich mitgerissen, es hat mich verzaubert und in die Geschichte eintauchen lassen. Es hat mich berührt, zum Nachdenken angeregt und ich werde bestimmt noch lange an dieses Buch denken.

Ich war schon von der ersten Seite an verzaubert. Die Beschreibung dieser sagenhaften Bibliothek ließ mein bücherliebendes Herz direkt höher schlagen. Wie sehr wünsche ich mir, diesen Ort besuchen zu können. :herz:
Auch den kleinen Daniel fand ich von Anfang an sympathisch, seinen Vater habe ich sofort geliebt. Insgesamt fand ich die Figuren in dem Buch alle toll. Geheimnisvoll, und das Herz am rechten Fleck. Selbst die Bösewichte konnte ich verstehen, auch wenn sie  mir natürlich nicht allzu sympathisch waren.

Die Beschreibungen und die Geschichten über die Liebe und Freundschaft und inwiefern Geheimnisse zerstören können, ist wirklich unglaublich schön. Nach und nach - wie in einem guten Krimi - wird die Geschichte um Julián Carax aufgedeckt ohne dabei langweilig zu sein. Der Lesesog hatte mich von der ersten Seite an. Und spätestens nach der zweiten Hälfte konnte ich  kaum noch aufhören, weiterzulesen, so dass ich die letzten paar hundert Seiten so ziemlich am Stück gelesen habe.

Ich weiß gar nicht, was ich noch großartig sagen soll, das Buch hat mich einfach von Anfang bis Ende begeistert und ich kann es einfach nur weiterempfehlen.

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Teetrinker

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #116 am: 28. April 2011, 17:47:45 »

Ich hab das Buch heute zu Ende gelesen und ich bin hin und weg...

Der Schreibstil ist genial und die Handlung, die sich langsam aufbaut - die in der Gegenwart und Vergangenheit verschachtelte Geschehnisse fesseln einem mit zunehmenden Seiten immer mehr. Die Auflösung und der Schluss sind perfekt. Ich konnte zum Schluss nicht mehr aufhören zu lesen...

zugegeben, der Anfang ist erst mal ewtas langatmig, kommt aber dann der Handlung irgendwei zu Gute - es baut sich eben alles auf dem eher ruhigen Anfang auf...

Von mir  5ratten

es wird sicher eins meiner Lieblingsbücher....
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Kiba

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #117 am: 26. August 2011, 21:16:23 »

Carlos Ruiz Zafón

Der Schatten des Windes

La sombra del viento


Barcelona nach dem 2. Weltkrieg.

Daniel Sempere leidet als 10jähriger noch immer unter dem Tod der Mutter, an die er sich kaum noch erinnern kann. Sein liebevoller, freundlicher Vater, Inhaber eines Buchladens, will ihm helfen und nimmt ihn eines Tages mit zum Friedhof der vergessenen Bücher. Dort darf Daniel sich ein Buch aussuchen, für das er quasi in den nächsten Jahren verantwortlich sein wird. Er entscheidet sich für „Der Schatten des Windes“ von Julián Carax, einem ziemlich erfolglosen, unbekannten Schriftsteller. Das Buch begeistert Daniel, und er versucht, mehr über den Autor herauszufinden. Er hofft, noch andere Romane von Carax finden zu können. Das erweist sich als schwierig, statt dessen lernt er die blinde Clara kennen und verliebt sich hoffnungslos in die 20jährige. Die Jahre vergehen, Daniel wächst heran und denkt nur an Clara, vergisst Carax, seinen Freund Tomás und vieles mehr.

 

Nachdem Daniel endlich begreift, dass Clara für ihn unerreichbar ist, kehrt er quasi in sein eigentliches Leben zurück. Er arbeitet in der väterlichen Buchhandlung mit und freundet sich mit Fermín an, einem ehemaligen Obdachlosen und nun Angestellten des Buchladens. Daniel und Fermín versuchen, dem dunklen Geheimnis um Carax auf den Grund zu gehen. Dabei stoßen sie auf Inspektor Fumero, vielfacher Mörder und alter Widersacher Fermíns. Es wird lebensgefährlich…

 

Das Buch hat mir gut gefallen. Die Sprache ist sehr reich an Bildern, manchmal vielleicht ein Tick zuviel. Die Geschichte nimmt den Leser mit in eine andere Welt, eine Zeit voller Abgründe und Gefahren. Der Grundton ist Melancholie, angereichert mit Freundschaft, Bibliophilie, Humor und Geheimnissen. Aus diesen Zutaten ist eine gelungene Mischung entstanden.

Mit Bea konnte ich nicht warm werden, und mir ist nicht klar, an wen oder was Fumero Daniel  erinnert. Die Grundstimmung des Romans würde ich als milchiges Hellgrau beschreiben.   :smile:

Knappe  4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:
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:lesen: Lew Tolstoi - Anna Karenina
:lesen: Kurt Tucholsky - Die Unterwelt der Gefühle