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Autor Thema: Kresley Cole - Die Braut des Meeres  (Gelesen 567 mal)

Miramis

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Kresley Cole - Die Braut des Meeres
« am: 22. Februar 2009, 11:59:20 »



Kresley Cole - Die Braut des Meeres

Inhalt:

Wild, schön und betörend weiblich ist Victoria Dearbourne, die Captain Grant Sutherland seit Jahren gesucht und endlich auf einer kleinen Pazifikinsel gefunden hat. Jetzt will er die Schiffbrüchige auf dem schnellsten Weg nach England, zu ihrem Großvater, dem Earl of Belmont, bringen. Doch das erweist sich als schwierig. Victoria hat nie gelernt, einem Mann widerspruchslos zu gehorchen! Und kaum hat Grant sie endlich an Bord, erwartet ihn eine neue Herausforderung: Seine ungebärdige Passagierin ist neugierig auf das, was man Liebe nennt. Die Tochter des Dschungels will ihn, der bis jetzt nur Pflicht und bedingungslose Strenge kannte, unter den Sternen des Süden mit ihren verwirrend erotischen Reizen verführen ...

Meine Meinung:

Ich bin etwas zwiegespalten, was diesen Nackenbeißer betrifft; denn er hat sowohl seine Stärken als auch seine Schwächen.

Sehr gut gefallen hat mir das Tempo der Geschichte, die immer flott voran schreitet und keine Langeweile aufkommen lässt. Ein gelungene Überraschung war für mich der häufige Wechsel der Schauplätze; die im Klappentext angekündigte exotische Südseeinsel bestimmt ca. ein Drittel des Romanes, ein weiteres Drittel konzentriert sich auf die Schiffsreise mit Abstecher nach Kapstadt (!) und das letzte Drittel spielt doch tatsächlich in Good Old England, auf einem Landgut. Wer allerdings eine reine Piratengeschichte erwartet, muss hier Abstriche machen. Abenteuerlich ist es jedoch auch abseits des Meeres.

Die Figuren sind sehr interessant und kontrastreich gestaltet, insbesondere ein paar Nebenfiguren fand ich wirklich klasse! Angenehm fand ich die nackenbeißertypischen Liebesszenen, mit denen nicht übertrieben wurde und die passend in die Geschichte eingewoben sind. Den Versuch der Autorin, der Geschichte etwas Tiefgang zu geben, indem sie ausführlich über die Gefühlswelt ihrer Protagonisten erzählt, erkenne ich durchaus an.

Trotzdem - und hier komme ich zu den Schwächen des Romans - ist eine gewissen Oberflächlichkeit an der Tagesordnung. Vieles wird sehr schnell abgehandelt und die Figuren unterliegen Veränderungen, die ich oft nicht nachvollziehen konnte. Dass ein grantelnder, introvertierter Kapitän durch die Liebe plötzlich zum Strahlemann wird, kann ich ja noch einigermaßen durchgehen lassen. Dass aber eine Frau, die ihre ganze Kindheit und Jugend isoliert auf einer Südseeinsel verbracht hat, plötzlich zur cleveren Geschäftsfrau mutiert, das ist dann doch etwas an den Haaren herbeigezogen.

Außerdem nervte mich nach ein gewissen Zeit das Hin und Her zwischen den beiden; mal will der eine, dann will aber der andere nicht und umgekehrt. Und dann das Ganze wieder von vorne...

Am Ende musste ich mich auch noch über einen haarsträubenden Fehler ärgern, als plötzlich von Kerosin die Rede ist - in einer Zeit, in der man noch mit dem Segelschiff um die Welt schippert und noch mit Pferd und Kutsche unterwegs ist. Sowas sollte bitteschön auch in einem Nackenbeißer vermieden werden, sonst komme ich mir als Leserin doch ziemlich veräppelt vor.

Trotzdem hat mir das Buch einige unterhaltsame Stunden bereitet und wer auch mal Fünfe gerade sein lassen kann, der soll es ruhig damit versuchen. Sprachlich kam mir das Buch an manchen Stellen etwas ungelenkig vor, aber insgesamt liest es sich doch sehr flüssig.

Von mir gibt es dafür  2ratten , naja, und ein  :marypipeshalbeprivatmaus: ist auch noch drin.

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis
Gespeichert
:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte