Ich habe mich endlich dazu aufraffen können, ein wenig weiter zu lesen. Ehrlich gesagt langweilen mich die Geschichten ziemlich.
Dritte Geschichte:Wieso bitte behauptet Lauretta in der Einführung zu ihrer Geschichte, der übermäßige Zorn der betroffenen Frau sei die Ursache des Unheils ? War nicht vielmehr die Untreue des Mannes der Auslöser? So sagt sie dann auch ganz richtig am Ende ihrer Geschichte, aber erst redet sie schlecht über ihre Geschlechtsgenossinnen. Wieso?
Vierte Geschichte:Aha, bevor man die Frau in die Hände eines anderen Mannes fallen lässt, ermordet man sie lieber. Na klasse

. Gut hat mir hier gefallen, dass tatsächlich Gerechtigkeit walten gelassen wird, will sagen dass der Knabe hingerichtet wird, obwohl er der Enkel des Königs und gleichzeitig Richters ist. Ansonsten tun Richter in Boccaccios Geschichten ja auch oft, wozu sie Lust haben, ohne Rücksicht auf irgendwelche Gesetze.
Dies tut zum Beispiel der Richter der
sechsten Geschichte. Erst überraschte er mich zwar dadurch, dass er Fachleute den Toten untersuchen lässt - hatte keine Ahnung, dass damals schon Leichen nach ihrer Todesursache hin untersucht wurden - aber dann nutzt er seine Machtposition gnadenlos aus. Bzw. versucht er es, wenn auch erfolglos.
Der Vater in dieser Geschichte gefällt mir sehr gut; er erweist sich als nachsichtiger und seiner Tochter mehr zugetan als die meisten anderen Väter, ja er nimmt gar Rücksicht auf ihre Wünsche! Sehr ungewöhnlich.
Siebte Geschichte: 
Üble Nachrede! Wie kann man eine arme Kröte so verleumden?
Spaß beiseite - ich bin "giftigen" Kröten schon in anderen Büchern begegnet, weiß leider nicht mehr, wo.
Achte Geschichte:Eine alptraumhafte Vorstellung, plötzlich neben sich eine Leiche zu finden. Leid tut mir hier allerdings vor allem der Ehemann, der ja ganz ungewöhnlich eifersuchtsfrei reagiert hatte. Dem hätte ich ein langes, glückliches Eheleben gewünscht.