Den zweiten Tag habe ich auch schon beendet. Die Geschichten waren insgesamt länger, das hat mir eigentlich gut gefallen, denn so kann man sich ein bisschen mehr auf das Geschehen einlassen. Allerdings war es mir an manchen Stellen dann doch etwas zu langatmig.
Das Motto des Tages hat mir auch zugesagt, ich mag Happy Ends

Die Italienisch-Fragen wegen dem Wort "Urlaub" sind ja zum Glück schon geklärt, sonst hätte ich mich mit meinen sehr mangelhaften Italienisch-Kenntnissen mal mein Wörterbuch ausgepackt

Aber sehr interessant auf welche Dinge ihr beim Lesen so stößt.
Die
fünfte Geschichte fand ich ganz nett, Andreuccio ist ein sympathischer Kerl, der in so manche Fallen tappt. Die vermeintliche Schwester hat sich ihre Geschichte sehr gut ausgedacht und Andreuccios Sturz ins Klo hat ihn vor noch schlimmerem gerettet... Dass der Gute danach allerdings in einem Trinkwasserbrunnen badet ist mir ganz entgangen. Ich kann euren Ekel allerdings gut nachvollziehen...

Die Szene, in der er dann mit dem eben erst verstorbenen Bischof im Sarg liegt war schon etwas gruselig, man stelle sich nur vor, lebendig begraben mit einer Leiche

Aber insgesamt war die Geschichte eine nette Mischung und hat mir gut gefallen.
Die
sechste Geschichte war dafür etwas albern und unglaubwürdig, die Dame verliert ihre Kinder und säugt statt dessen Rehkitze

Und auch wenn in allen Geschichten an diesem Tag der Zufall zu einem Happy End verhilft, wurde der Zufall in dieser Geschichte überstrapaziert...
Die
siebte Geschichte war vom Grundgedanken her ganz nett, die ständige Wiederholung fing dann aber an zu nerven. Warum musste Alatiel auch
neun Männer heiraten, bevor sie dann zu ihrem Verlobten gelangt und ihm als Jungfrau angepriesen wird

Es muss ihr wohl Spaß gemacht haben, so viele verschiedene Männer zu haben, sonst wäre ihr spätestens nach dem dritten Mal ein Muster aufgefallen und sie hätte schon ein Mittel gefunden, um nicht wieder und wieder einen neuen Mann mit ihrer Schönheit anzulocken...
Nur der Name des Heiligen, in dessen Kloster sie angeblich die Jahre verbrachte, ließ mich grinsen. Der kommt aber in der deutschen Online-Version nicht richtig zur Geltung: "während ich mit den Klosterfrauen den heiligen Crescentius im tiefen Tale, den die Weiber dortzulande sehr lieb haben, verehrte." Bei mir heißt der Heilige "Styv-i-dalen", also "Steif-im-Tal", ein leichter zu verstehender Hinweis darauf, womit sie die vergangene Zeit verbracht hat. Wie heißt der in euren Übersetzungen?
Schade, dass der Name des Heiligen in der deutschen Übersetzung anders ist... "Steif-im-Tal" ist ja echt witzig

Die
achte Geschichte war dann wieder ganz nett, der arme Graf, der seine Kinder erst mal gut versorgt wissen wollte ist ja echt ein Süßer!
Die
zehnte Geschichte war dann auch wieder sehr witzig und gelungen, von Dioneo habe ich aber auch nichts anderes erwartet. Der Richter, der sich einen eigenen Feiertagskalender bastelt um nicht zu oft mit seiner Frau schlafen zu müssen und der Pirat, der dies nur allzu gern tut, ein wirklich schöner Gegensatz
