Als Jugendlicher habe ich an Däniken geglaubt, mit steigendem Bildungsstand bin ich davon abgekommen.

Ich halte ihn dennoch für einen genialen Autor... der Science Fiction. Er sagte einmal von sich, seine Bücher hätten ihn nicht zum Multimillionär gemacht, denn seine Verdienste habe er gänzlich für seine vielen Reisen aufgewendet. Es ging ihm also nicht primär ums Geld, sondern darum, sich einen erträumten Lebensstil zu schaffen und um die Welt zu reisen, wie es ihm gefällt. Dafür, dass ihm das gelungen ist, bewundere ich ihn!
Im übrigen habe ich aus seinen jüngeren Büchern den Eindruck gewonnen, dass er im Grunde selber gar nicht mehr wirklich an die Götterastronauten glaubt. Er erwähnt sie nur noch hier und da pro forma, weil sein Verlag es von ihm erwartet; aber er stellt durchaus berechtigte Fragen an die Wissenschaft. Freilich greift sein häufig wiederholter Vorwurf nicht, "die Wissenschaft" sei ein doktrinärer Block, der immer nur eine autoritative Lehrmeinung verfolge und keine Spur von Fantasie zulasse - ich begegne in der historischen Fachliteratur oft genau so blühenden Spekulationen, die allenfalls als Romanexposee taugen, aber wissenschaftlich kaum ernst zu nehmen sind, obwohl sie immer wieder zitiert werden.
Das Kernproblem bei Däniken aber ist seine autodidaktische Halbbildung. Durch sie schleichen sich in seine Bücher leider immer wieder vermeidbare grobe Fehler ein, die ihn für Kritiker angreifbar machen.