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Autor Thema: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs  (Gelesen 1825 mal)

Cuddles

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Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« am: 23. Januar 2009, 09:23:40 »

Hallo zusammen!

Mrs Dalloway und ich werden ab heute gemeinsam "Revolutionary road" (auf deutsch "Zeiten des Aufruhrs"), dessen Verfilmung gerade in den Kinos läuft, lesen.
Da wir nur zu zweit sind, hoffe ich, dass es ok ist, dass ich diesen Thread hier eröffne. Falls sich jemand uns noch spontan anschließen will, ist dieser oder diese natürlich herzlich willkommen. Ich lese übrigens folgende Ausgabe:



Klappentext der deutschen Ausgabe
Frank und April, ein Paar, das zu allen Hoffnungen Anlass gibt, talentiert, jung, gutaussehend, er mit einem Job in der City, sie, eine erfolgreiche Schauspielschülerin, widmet sich zunächst noch den eigenen Kindern - in Erwartung des bevorstehenden gesellschaftlichen Aufstiegs. Doch das Leben hält anderes bereit: Frank verstrickt sich in eine Affäre, April erstickt im Vorstadtmuff, und ihre Träume werden immer verstiegener. Wie lange werden sie die Illusion aufrechterhalten können? Alles steuert auf eine Katastrophe zu. Mit psychologischer Genauigkeit und literarischer Finesse beschreibt Richard Yates die Zerstörung eines Traumes, der von Anfang an Selbstbetrug war. In Amerika gehört Richard Yates Roman 'Zeiten des Aufruhrs' zu den modernen Klassikern.

Meine Ausgabe hat ein Vorwort von Richard Ford, in das ich schon etwas reingelesen habe. Allerdings habe ich das auch schnell abgebrochen, weil anscheinend der ganze Inhalt komplett dargelegt wird. Das Buch ist in Amerika wohl so bekannt, dass einfach vorausgesetzt wird, dass der Inhalt bekannt. Ich für meinen Teil lasse mich doch lieber überraschen und werde das Vorwort erst im Anschluss komplett lesen. Ich hatte vorher noch nie was von Richard Yates gehört, bevor ich mich für die A-Z-Challenge auf die Suche nach einem Autor mit Y machte. Ich hoffe, ich habe damit einen Glücksgriff getan. :smile:

Nun freu ich mich auf das Buch und auf unsere Leserunde. :klatschen:

LG
Cuddles :winken:

edit: Kurzbeschreibung eingefügt
« Letzte Änderung: 23. Januar 2009, 10:05:03 von Cuddles »
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Cuddles

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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #1 am: 25. Januar 2009, 18:59:47 »

Hallo,

dann fang ich einfach mal an. Ich habe eben das 6. Kapitel beendet und bisher gefällt mir das Buch sehr gut. In den ersten Kapiteln, in denen es um das Theaterstück geht, kann man die Spannungen zwischen April und Frank regelrecht spüren. Natürlich frage ich mich, wie es zwischen den beiden soweit kommen konnte, denn schließlich schienen sie mal sehr verliebt gewesen zu sein. Vielleicht hat Aprils frühe Schwangerschaft dazu geführt, dass sich beide in dieses Familienleben haben zwängen lassen. Frank scheint auf jeden Fall sehr unzufrieden zu sein, da er manchmal zu Gewaltausbrüchen neigt. Als er mit der Faust gegen das Auto geschlagen hat oder seine kleinen Kinder im Garten angeschrien hat, bin ich innerlich doch ganz schön zusammengezuckt. Manchmal kann er einem aber auch leid tun, wie z.B. bei dem Abend mit den Campbells. Er sagt ja nur die Wahrheit, aber keiner reagiert darauf, alle wollen die Fassade aufrecht erhalten. :rollen:

Das Buch scheint vor allem aus Franks Sicht geschildert zu sein, von Aprils Gefühlen erfahren wir nichts aus erster Hand. Schade eigentlich, aber vielleicht ändert sich das noch. Dafür erfahren wir mehr von Franks Vergangenheit und seinem langweiligen Job. Bei der Beschreibung, wie er seine Arbeit "erledigt", musste ich doch etwas grinsen. :breitgrins: Dafür hat er nichts besseres zu tun als mit einer seiner Kolleginnen ins Bett zu gehen und am Abend wird er freudig von Frau und Kindern begrüßt, weil es sein Geburtstag ist. Oh man. Allerdings war Aprils Verhalten in den Tagen davor auch nicht gerade nett. Also, da scheint einiges im Argen zu liegen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt aufs Weiterlesen. :winken:

kathchen

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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #2 am: 25. Januar 2009, 21:34:59 »

Ich bin schon richtig auf eure Endmeinungen gespannt. Das Buch interessiert mich nämlich sehr :smile:

:winken:
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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #3 am: 26. Januar 2009, 10:08:43 »

Ich bin gerade mit dem ersten Kapitel des zweiten Teils fertig.

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch und bisher hat es diese auch voll und ganz erfüllt.
Es passiert sehr wenig, dafür bekommt man die ganze Bandbreite an Gefühlen und teils unterdrückten Emotionen ab. Das Buch ist sehr realistisch und ich glaube, dass es sehr vielen Ehepaaren so geht. Irgendwann merkt man, dass die hochtrabenden Pläne und Träume, die man als junges Paar hat im Sand verlaufen sind und die Zeit einfach so verfliegt. Dann stellt man fest, dass man festsitzt und dass man kein bisschen besser ist als die anderen Vorstadtfamilien, über die man sich stets lustig gemacht hatte.
Mich wundert es fast schon, dass ich noch keine Alpträume von dem Buch bekommen habe, denn irgendwie macht es mir richtig Angst vor der Zukunft.  :rollen:

Im letzten Kapitel hat der Erzähler übrigens gewechselt. Man hatte so einen schönen Blick auf die Wheelers aus Sicht von Shep Campbell. Man erfährt dort auch mehr über diese Familie und dass auch die Träume von Shep geplatzt sind wie Seifenblasen. Ich bin schon gespannt, ob die Erzählperspektive ein weiteres Mal wechselt und man auch mehr über Alice erfährt.

Ich finde das Buch bisher richtig toll und es ist auch auf Englisch recht einfach zu lesen. Ich hoffe, ich kann es diese Woche beenden, dann kann ich mir am Wochenende gleich den Film anschauen.  :breitgrins:
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Cuddles

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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #4 am: 26. Januar 2009, 10:57:20 »

Guten morgen,

Es passiert sehr wenig, dafür bekommt man die ganze Bandbreite an Gefühlen und teils unterdrückten Emotionen ab.

Das stimmt, aber genau das macht das Buch so besonders. Man merkt wirklich, wie realistisch es ist, weil es genau so gut einem selbst passieren kann.

Mich wundert es fast schon, dass ich noch keine Alpträume von dem Buch bekommen habe, denn irgendwie macht es mir richtig Angst vor der Zukunft.  :rollen:

Hoffnungsfroh ist es wirklich nicht. Aber ich kann das ganze auch als Warnung lesen, ich hoffe zumindest, dass es zwischen meinem Freund und mir nie soweit kommt.

Im letzten Kapitel hat der Erzähler übrigens gewechselt. Man hatte so einen schönen Blick auf die Wheelers aus Sicht von Shep Campbell. Man erfährt dort auch mehr über diese Familie und dass auch die Träume von Shep geplatzt sind wie Seifenblasen.

Ja? Ich habe das erste Kapitel des zweiten Teils schon angefangen, aber da hat der Erzählung mMn noch nicht gewechselt. Geschieht das mitten im Kapitel?

LG
Cuddles :winken:

Ich bin schon gespannt, ob die Erzählperspektive ein weiteres Mal wechselt und man auch mehr über Alice erfährt.

Mrs.Dalloway

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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #5 am: 26. Januar 2009, 11:03:56 »

Im letzten Kapitel hat der Erzähler übrigens gewechselt. Man hatte so einen schönen Blick auf die Wheelers aus Sicht von Shep Campbell. Man erfährt dort auch mehr über diese Familie und dass auch die Träume von Shep geplatzt sind wie Seifenblasen.

Ja? Ich habe das erste Kapitel des zweiten Teils schon angefangen, aber da hat der Erzählung mMn noch nicht gewechselt. Geschieht das mitten im Kapitel?

Hm... kann auch sein, dass ich mich vertan hab und schon ein Kapitel weiter bin. Hab das Buch gerade nicht zur Hand, um nachzusehen.
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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #6 am: 26. Januar 2009, 11:08:03 »

Na ok, ich lese ja heute sowieso weiter, irgendwann werde ich schon drauf stoßen. :zwinker:

Auf jeden Fall hast du mich neugierig gemacht, ich bin schon ganz gespannt auf den Perspektivenwechsel. :smile:

Cuddles

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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #7 am: 27. Januar 2009, 19:34:27 »

Guten Abend,

ich habe soeben Teil 2 beendet. Es gibt nicht nur ein Kapitel aus der Sicht von Shep Campbell, sondern sogar eins aus Mrs Givings' Perspektive! Das fand ich toll, denn bisher war sie nur eine etwas nervige Nebenfigur, aber siehe da, auch sie hat Gefühle und eine Geschichte. Die zwei Kapitel haben mir sehr gut gefallen, weil man so auch eine Außenansicht von den Wheelers bekommt.

Frank und April haben sich in letzter Zeit wieder sehr gut verstanden, vor allem durch die Aussicht bald wegzugehen. Aber am Ende des zweiten Teils droht die Stimmung zu kippen, denn
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Oh man, das ist ja schon fast sowas wie ein Cliffhanger. Ich kann es kaum erwarten, mit Teil 3 zu beginnen. :winken:

Mrs.Dalloway

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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #8 am: 27. Januar 2009, 19:41:10 »

Ich bin genau gleichauf und finde die unterschiedlichen Perspektiven auch sehr angenehm. Sie zeigen doch, dass dieses Schicksal von Frank und April kein Einzelschicksal ist, sondern dass hinter jeder Suburbia-Fassade eine Geschichte steckt.

Vor allem beeindrucken mich im Moment aber die Gedanken von Frank.
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Ich denke, dass die Beziehung der Beiden sehr auf gegenseitigem Mitleid basiert. Sie fühlen sich wie ein desillusioniertes Ehepaar und bestärken sich dabei gegenseitig in ihrer Depression. Dabei entgeht ihnen eigentlich, wie schön sie es doch haben und wie neidisch alle anderen auf dieses "Glück" sind.

Nun bin ich noch gespannter auf die Gefühle und Gedanken Aprils. Will sie wirklich weggehen? Tut sie es nur für ihren Mann? Ist sie wirklich so unglücklich?
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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #9 am: 30. Januar 2009, 14:42:06 »

Hallo!  :winken:

Ich habe das Buch eben beendet und muss es erst noch ein wenig nachwirken lassen. Im dritten Teil gibt es auch endlich ein Kapitel aus Aprils Sicht. Für meinen Geschmack war das etwas wenig, ich hätte gerne noch mehr erfahren. Andererseits ist es vielleicht auch gar nicht schlecht, dass man nicht alles bis ins letzte Detail erfährt, so kann sich der Leser eigene Gedanken machen. Viel mehr möchte ich auch gar nicht mehr schreiben, weil ich sonst zuviel verraten würde.

Das Ende fand ich ziemlich traurig und sehr melancholisch - aber ein schmalziges Happy End hätte hier auch gar nicht gepasst.

Insgesamt würde ich das Buch mit 4ratten und  :marypipeshalbeprivatmaus: bewerten.

Ich bin schon richtig auf eure Endmeinungen gespannt. Das Buch interessiert mich nämlich sehr :smile:

Dann gebe ich dir hiermit eine klare Leseempfehlung. :daumen: Auf dass dein SUB weiter wachse... :breitgrins:

kat

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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #10 am: 30. Januar 2009, 14:53:26 »

Dann gebe ich dir hiermit eine klare Leseempfehlung. :daumen: Auf dass dein SUB weiter wachse... :breitgrins:

Sehr gut, das ist nämlich auch mein Y-Buch. Ich bin eh schon sehr gespannt, nur brauch ich immer ein bisschen um mich für englische Bücher aufzuraffen.  :rollen:
 
:winken:, Kat
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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #11 am: 30. Januar 2009, 14:58:04 »

Hey, Cuddles. Ich glaube, wir haben ein sehr ähnliches Lesetempo.  :zwinker:

Ich hab das Buch gestern abend beendet. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, da es meiner Meinung nach recht überraschend war.
Dass es nur ein Kapitel aus Aprils Sicht gibt finde ich sehr gut. In diesem kurzen Kapitel wird so viel deutlich auch durch den kurzen Rückblick, der darin eingebettet ist. Dieses Kapitel klärt eigentlich auch alles und dadurch dass es nur ein Kapitel aus ihrer Sicht ist, konzentrierte ich mich viel mehr daraus um endlich zu erfahren, wer dieser Mensch eigentlich ist, den ich jetzt 400 Seiten lang nur aus der Sicht anderer kennengelernt hatte.

Ich hab dem Buch auch genauso viele Ratten gegeben wie du, Cuddles:  4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

Ich würde das Buch auch weiterempfehlen, allerdings sollte man sich, wenn man es liest nicht gerade in einer unglücklichen Beziehung befinden. Das Buch ist schon sehr pessimistisch und melancholisch.
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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #12 am: 30. Januar 2009, 14:59:32 »

Ich bin schon richtig auf eure Endmeinungen gespannt. Das Buch interessiert mich nämlich sehr :smile:

Dann gebe ich dir hiermit eine klare Leseempfehlung. :daumen: Auf dass dein SUB weiter wachse... :breitgrins:

Tja, dann werde ich die SUB-Schreie ignorieren, wenn mir das Buch begegnet :breitgrins:
Vielen Dank!
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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #13 am: 30. Januar 2009, 15:21:13 »

Huhu,

Hey, Cuddles. Ich glaube, wir haben ein sehr ähnliches Lesetempo.  :zwinker:

Stimmt, aber du bist noch ein Ticken schneller als ich. :zwinker:

Ich würde das Buch auch weiterempfehlen, allerdings sollte man sich, wenn man es liest nicht gerade in einer unglücklichen Beziehung befinden. Das Buch ist schon sehr pessimistisch und melancholisch.

Da muss ich dir recht geben, aber ich denke, man muss auch beachten, dass das Buch in den 50ern Jahren spielt. Zu der Zeit hat man ziemlich früh geheiratet und manchmal hatte man auch keine andere Chance, z. B. wenn die Frau schwanger war, was ja auch bei April und Frank der Fall war. Dass das nicht unbedingt immer zu glücklichen Ehen führt, versteht sich von selbst.

Sehr gut, das ist nämlich auch mein Y-Buch. Ich bin eh schon sehr gespannt, nur brauch ich immer ein bisschen um mich für englische Bücher aufzuraffen.  :rollen:

Das kenne ich auch und vor "Revolutionary road" habe ich mich auch lange "gedrückt". Aber ohne Grund, die Sprache im Roman ist wirklich nicht kompliziert und recht einfach zu verstehen.

Tja, dann werde ich die SUB-Schreie ignorieren, wenn mir das Buch begegnet :breitgrins:

Tu das und zur Not, nimm Ohropax. :breitgrins:

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Re: Richard Yates - Revolutionary road / Zeiten des Aufruhrs
« Antwort #14 am: 30. Januar 2009, 17:17:20 »

Ich würde das Buch auch weiterempfehlen, allerdings sollte man sich, wenn man es liest nicht gerade in einer unglücklichen Beziehung befinden. Das Buch ist schon sehr pessimistisch und melancholisch.

Da muss ich dir recht geben, aber ich denke, man muss auch beachten, dass das Buch in den 50ern Jahren spielt. Zu der Zeit hat man ziemlich früh geheiratet und manchmal hatte man auch keine andere Chance, z. B. wenn die Frau schwanger war, was ja auch bei April und Frank der Fall war. Dass das nicht unbedingt immer zu glücklichen Ehen führt, versteht sich von selbst.

Jetzt wo du's sagst, fällt mir auf, dass ich das während des Lesens gar nicht so wahrgenommen habe. Irgendwie kam mir die Thematik noch immer sehr aktuell vor. In Städten mag das anders sein, aber hier auf dem Land wird immernoch getuschelt, wenn jemand schwanger ist, aber nicht verheiratet. Ich denke, dass dieses Zurschaustellen der Heilen Welt nach außer immernoch sehr häufig ist.
Ich bin der Meinung, dass Buch hätte genausogut heute spielen können.
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