
Originaltitel: The Merlot Murder - A Wine Country MysteryNach einem Autounfall, der Lucie mit einem verkrüppelten Bein zurückgelassen hat, hat sie Abstand vom heimatlichen Weingut in Virginia gesucht und die letzten Jahre in Frankreich verbracht. Als ihr Vater tot im Weinberg aufgefunden wird, kehrt sie zurück und muss feststellen, dass das Gut kurz vor dem Bankrott steht und ihr Bruder kein Interesse daran hat, es zu erhalten.
Hauptfigur Lucie war ganz sympathisch dargestellt, es gab aber ein paar zu viele Neben- und Randfiguren und in der Vergangenheit begründete Erzählstränge, als dem Buch auf seinen nicht ganz 400 Seiten gut getan haben. Kleinstadttypisch kannte jeder jeden und es gab in der Vergangenheit eine Menge positiver und negativer Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren.
Der titelgebende Merlot spielt leider nicht wirklich eine wichtige Rolle, Merlot Morde (bzw. Merlot Murders im Original) klingt aber nun einmal ziemlich gut. Eigentlich war es ziemlich egal, auf welchem Weinberg oder in welchem Fass die Leichen gefunden wurden und auch einen Unterschied zwischen Merlot und den anderen Rebsorten die auf dem Weingut angebaut wurden, wurde nicht herausgestellt. Bei genauerem Überlegen hielt sich die Wichtigkeit des Weins generell in Grenzen, für die eigentliche Story hat es keinen Unterschied gemacht ob auf der Farm Wein, Tabak oder Baumwolle angepflanzt wurde. Und da kann die Autorin noch so oft betonen, dass Weinanbau eine lange Tradition in Virginia hat, für mich passen die beiden Dinge einfach nicht zusammen.
Insgesamt war das Buch ganz ordentlich zu lesen, hat aber keinen so großen Eindruck auf mich gemacht. Mit "Die Chardonnay-Scharade" ist gerade die Fortsetzung erschienen, die ich aber eher nicht lesen werde.

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