nach langem Überlegen als Horror kategorisiert, allerdings mit vielen Anleihen an viel SF und Wissenschaft:
Rezi:
Als eine junge Frau aus Kaliningrad Kontakt zum dänischen Geologen Poul sucht, ist es zunächst die Langweile während er sich von einer schweren Grippe erholt, die ihn antworten lässt. Doch sein Interesse an Nauna nimmt zu, bis er sie schließlich besuchen fährt, nur um festzustellen, da sie mit Krebs im Sterben liegt.
Noch in Kaliningrad mit Naunas Tod beschäftigt wird an sein Institut zurückgerufen und kurze Zeit später befindet er, der stets eine Abneigung gegen Kälte hatte und sich schwor niemals einen entsprechenden Auftrag anzunehmen, in Grönland.
Dort soll er den vermeintlichen Einschlagspunkt eines Meteoriten untersuchen, doch dort ist nichts so, wie es sein sollte. Klingt das Eskimowort Qtulu aus einer Legende die sein örtlicher Vorgesetzter zur Erklärung der seltsamen Gegebenheiten dort heranzieht nur zufällig wie Lovecrafts Chtullu?
Marraks Buch erinnert mich am Anfang etwas an „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ und nähert sich dann immer stärker den Geschehnissen aus „Das Ding aus einer anderen Welt“, wobei mich einige Szenen ganz stark daran erinnern, wie z. Bsp. die Beschreibung des Verhaltens der Schlittenhunde in bestimmten Situationen.
Imagon ist eine Hommage an Lovecrafts Chtullu-Mythos und je intensiver man sich mit diesem befasst hat, umso besser gefällt einem wahrscheinlich das Buch. Leider ist es mit meinen Chtullu-Kentnissen nicht so weit her und so fand ich die ausschweifenden Beschreibung der schrecklichen Etwasse mit den schwer zu merkenden Namen und ihrer Geschichte dann auch nach einiger Zeit eher langweilig. Es gab einige sehr interessante Teile, aber auch einige Teile des Buches wo ich gerne auf ein paar der Details verzichtet hätte, Marrak neigt manchmal dazu, etwas sehr ausschweifend zu beschreiben.
Imagon ist ein Buch bei dem es mir schwer fällt, ein endgültiges Urteil zu fällen, ich habe das Gefühl, as Buch hätte mir besser gefallen, wenn ich bereit gewesen wäre, den vielen Details mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu konnte Michael Marrak mich leider nicht mitreißen, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass ihm und Imagon das mit anderen Lesern gelingt.
