Inhalt: Als der vieräugige Zweiblum in der Stadt Ankh-Morpok auftaucht, steht dort plötzlich alles Kopf. Eigentlich will Zweiblum nichts anderes als sich die Welt ansehen. Als Reiseführer hat er dazu den Zauberer Rincewind auserkoren, der nur rein theoretisch ein Zauberer ist.
Gemeinsam macht sich das Duo auf eine Reise, in der so ziemlich viel schief läuft und Zweiblum sehr vieles zu sehen bekommt, wovon er niemals zu träumen gewagt hätte…
Meine Meinung:„Die Farben der Magie“ ist der Auftakt zu den unzähligen Romanen um Terry Pratchetts berühmte Scheibenwelt-Romane.
Erst hatte ich einige Mühe, um in das Universum Pratchetts einzusteigen. Vieles wurde bloss angedeutet, es gab zu viele Sprünge in der Geschichte und ich konnte mir schlecht merken, wer wer war. Dies bereitete mir einige Mühe und ich musste mich auch erst an Pratchetts Humor gewöhnen.
Jedoch bin ich froh, dass ich dann doch weitergelesen habe, denn nach den ersten 50 Seiten änderte sich meine Meinung und ich las den Rest des Buches mit grosser Freude.
Rincewind und Zweiblum sind ein sehr unterhaltsames Gespann, das, wenn man Pratchetts Humor mag, wirklich lustige Sachen erleben. Es ist eine rasante Reise quer durch eine faszinierende Welt.
Einige Szenen im Buch hätten vielleicht nicht sein müssen, sind aber trotzdem lustig zu lesen. Vor allem beschreibt Pratchett die Magie der Scheibenwelt aufgrund physikalischer Grundlagen, was der Geschichte etwas Glaubhaftes gibt. Man wedelt nicht bloss mit einem Zauberstab, sondern arbeitet mit Energie. Auch wenn diese Energie manchmal stark an unsere Atomkraft erinnert…
Überhaupt hat Pratchett viele Dinge eingebaut, die stark an unsere Welt erinnern, jedoch für die Scheibenwelt abgeändert wurde. Diese Parallelen zu entdecken macht Spass und ist ein kleines Bonbon in der Geschichte.
Pratchetts Figuren sind skurril und irgendwie muss man sie in ihrer Eigenartigkeit einfach mögen. Wichtig ist jedoch, dass man sich mit dem Humor des Autoren versteht. Sein Witz ist leicht subtil, er setzt nicht auf den grossen Brüller, sondern auf eine lustige und unterhaltsame Geschichte mit besonderen Ideen.
Fazit:Als Einstieg in ein neues Universum ist der erste Band immer empfehlenswert, wenn auch hier der Beginn der Geschichte nicht ganz gelungen ist. Wer in die Scheibenwelt einsteigen möchte, findet hier einen lustigen Roadmovie vor, der Lust auf weitere Abenteuer macht. In der Scheibenwelt gibt es viel zu entdecken.
Jedoch sollte man Pratchetts Art von Humor mögen, ansonsten ist das Buch bloss öde und wirkt vielleicht auch etwas gewollt. Nachdem ich mich an Pratchett angenähert hatte, mochte ich seinen Humor sehr gerne.
Nach einem schwierigen Start hat mich die Geschichte dann doch noch gepackt und „Die Farben der Magie“ war sicherlich nicht mein letzter Pratchett.



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