Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: William Nicholson - Der Windsänger  (Gelesen 652 mal)

Seychella

  • Gast
William Nicholson - Der Windsänger
« am: 31. Dezember 2008, 14:41:44 »

In alten Zeiten, als der Windsänger seine Melodien über Aramanth erklingen ließ, waren die Menschen dort glücklich. Doch seit seine Stimme dem bösen Gott Morah ausgeliefert werden musste, ist Aramanth zu einer Diktatur geworden: Ein System unsinniger Prüfungen und Strafen macht den Bewohnern das Leben zur Hölle. Als die aufgeweckte Kestrel dem Druck nicht mehr standhält und offen rebelliert, bringt sie sich und ihre Familie in große Gefahr. Ihr bleibt nur die Flucht - zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Bowman verlässt sie auf verschlungenen Wegen Aramanth. Wird es den beiden gelingen, die Stimme des Windsängers zurückzuholen und ihre Stadt zu retten? Eine wundersame und gefahrvolle Reise beginnt...



"Der Windsänger" ist der erste Teil der Trilogie um das Schicksal der Bewohner von Aramanth, die Geschichte ist aber in sich abgeschlossen. Im Mittelpunkt steht die fünfköpfige Familie Hath, die sehr liebevoll miteinander umgeht, besonders aber die Zwillinge Kestrel und Bowman.

Ich persönlich finde Wörter wie Toast, Limonade, Nationalhymne und Morgenmantel etwas unpassend für einen Fantasy-Roman - sie sind mir einfach zu modern. Hier scheint es so, als ob dadurch dem Leser der Einstieg in diese Welt einfacher gemacht werden soll. So wie das Leben in Aramanth beschrieben wurde, könnte diese Stadt auch irgendwo in der realen Welt existieren, nach und nach wird es dann aber doch etwas phantastisch - besonders auf der Reise zu ihrem Ziel, der Halle des Morah.

Das Buch fesselte mich recht schnell, was aber einzig an dem flüssigen Schreibstil und dem innigen Verhältnis zwischen den Zwillingen lag. Die Personen an sich waren mir zu flach und dadurch auch irgendwie egal, leider änderte sich daran nichts mehr. Überhaupt hätten der Geschichte ein paar mehr Details und Ausführungen nicht geschadet, so wäre sie wahrscheinlich auch etwas tiefgründiger geworden. An Potential mangelte es jedenfalls nicht, es gab einige schöne Ideen und unheimliche Bilder.

3ratten
Gespeichert

Mira

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 659
Re: William Nicholson - Der Windsänger
« Antwort #1 am: 05. Januar 2009, 20:49:40 »

Hallo Seychella,

das Buch habe ich grade über Weihnachten bei meinen Eltern in meinem Bücherregal wieder entdeckt. Es ist schon einige Jahre her, dass ich es gelesen habe (ich glaub ich ergatterte es als Mängelexemplar). Damals las ich noch nicht besonders viel Fantasy, aber das Buch hat mich gerade deswegen so überrascht, weil es irgendwie anders war. Du hast Recht, dass da einige skurrile Ideen dabei waren. 100% überzeugt hat es mich dann aber wohl auch nicht, die Folgebände habe ich nämlich bisher noch nicht gelesen.
Gespeichert
In an age when growing numbers of people tend to think dangerously alike, art's capacity to suspend, even for a moment, our habitual ways of seeing may well prove to be of its greatest value.

Tolpan

  • Beware of the Killer Puffin!
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1556
  • Heiß auf Gras!
Re: William Nicholson - Der Windsänger
« Antwort #2 am: 16. Januar 2009, 18:17:30 »

Ich habe die Bücher gelesen als ich noch mehr in der Jugendbuchphase war und damals hat es mir eigentlich ganz gut gefallen.

Was ich auch positiv fand war das das Buch in sich abgeschlossen ist. Man MUSS die Nachfolgebücher nicht lesen.
Beim zweiten und dritten Buch ist es hingegen doch etwas schwieriger, denn im zweiten Band wird quasi ein Erzählstrang angebrochen am Ende und man möchte dann doch schon wissen wie es weitergeht ...
Gespeichert
Home is where my SUB is

If more of us valued food and cheer and song
above hoarded gold, it would be a merrier world.

J.R.R.Tolkien - The Hobbit