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Autor Thema: G.D. Roberts - Shantaram  (Gelesen 1362 mal)

Jona77

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G.D. Roberts - Shantaram
« am: 01. Dezember 2008, 23:16:39 »

Shantaram von Gregory David Roberts

Lindsay flieht aus dem Hochsicherheitsgefängnis, strandet schließlich in Bombay. Er lernt den Inder Prabaker kennen der sein bester Freund wird. Prabaker nimmt Lin (so wird Lindsay dort genannt) mit in den Slum, dort findet er nicht wie erwartet gebrochene Menschen vor sondern eine fröhliche bunte und hilfsbereite Welt.

Doch wirklich glücklich kann er nie werden, auch als er eine eigene kleine Praxis eröffnet und vielen Menschen neue Hoffnung gibt. Denn er ist unsterblich verliebt in die geheimnisvolle Karla. Über sie gerät er auch wieder auf die kriminelle dunkle Seite, wenn auch auf eine andere Art als er sie kannte ...

Ein atemberaubendes Buch, ständige Wendungen, neue schillernde Figuren tauchen auf. Ich konnte mich ganz und gar in diese Geschichte fallen lassen, konnte die Wärme spüren, die Gewürze riechen, den Geruch des Todes erahnen. Man muss dieses Buch einfach lesen, auch wenn es mir manchmal schwer fiel, zu glauben dass alles was da steht wirklich passiert ist !! Dass der Autor das alles erlebt hat, wow ...

Über 1000 Seiten pures Lesevergnügen !

http://www.shantaram.com/

 5ratten

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mohan

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Re: G.D. Roberts - Shantaram
« Antwort #1 am: 30. Dezember 2008, 15:27:00 »

Den tiefsten Eindruck hat auf mich die Beziehung zwischen Lin und den zwei Menschen gemacht, die er nach seiner Ankunft in Bombay (Mumbai) kennenlernt: Prabaker, einen Touristenführer, mit dem ihn bald eine tiefe Freundschaft verbindet, und Karla, mit Schweizer und amerikanischen Wurzeln, in die er sich verliebt. Diese beiden sind komplexere Charaktere als die anderen Figuren, die eindimensional sind und zumeist durch eine Eigenschaft beschrieben (Vikrim durch seinen Cowboyhut, Khaderbai durch gelbe Augen,…).

Die Sprache empfinde ich als mitunter blumig, die Metaphern als teilweise bizarr. Aber das Buch macht auf mich den Eindruck, als sei es sehr kontrolliert geschrieben, als hätte Roberts sich jedes Wort genau überlegt.

Bombay wird für Lin zu einer Stadt, in der er lernt, was Ehre, Liebe und Vergebung bedeuten. Seine Entwicklung vollzieht er in einem Umfeld, das bestimmt ist durch Gewalt, Elend und Grauen. Beim Lesen mag man Fragen an sich selbst stellen. Wie wirken Entscheidungen, die wir treffen, auf unser Leben, wie versuchen wir, Erfüllung in unserer Existenz zu finden?

Der panoramische Blick auf und die Detailbeschreibungen von Bombay erzeugen die Vorstellung, man würde die Stadt sinnlich erfahren.
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cori

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Antw:G.D. Roberts - Shantaram
« Antwort #2 am: 09. März 2010, 13:50:54 »

Ich lese also auch gerade Shantaram auf Englisch und 1.) ist es sehr schön geschrieben. Exzellente Sprache und 2.) schreibt er sehr genau und es ist NIE, keine Seite langweilig. Ein absolut tolles Buch und ich behaupte jetzt schon: das Highlight des Jahres für mich. Ich kann es gar nicht mehr weglegen! 5ratten
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