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Autor Thema: David Safier - Jesus liebt mich  (Gelesen 1592 mal)

Emily

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David Safier - Jesus liebt mich
« am: 14. November 2008, 21:45:55 »




„Jesus liebt mich“ ist nach „Mieses Karma“ Safiers zweiter Roman. „Mieses Karma“ hat mich mit der Ameise auf dem Cover verführt, der Inhalt klang lustig und das war auch nicht zuviel versprochen. Etwas Ähnliches hatte ich mir jetzt von „Jesus liebt mich“ erwartet, auch wenn der Inhalt eher merkwürdig klang.

Kurz nachdem Marie ihrem Beinahe-Ehemann vor dem Traualtar den Laufpass gab, verliebt sie sich in den Zimmermann, der den Dachstuhl ihres Elternhauses reparieren soll. Dieser Zimmermann behauptet allerdings, er sei Jesus. Die nicht wirklich religiöse Marie hat daran erstmal einige Zweifel, wird aber ziemlich schnell eines besseren belehrt. Er ist wirklich Jesus und zurück auf die Erde gekehrt, da das Jüngste Gericht vor der Tür steht.

Marie hat nun neben der Sorge sich in den falschen Mann verliebt zu haben auch noch das Problem, was mit Ungläubigen wie ihr passiert, sollte das Jüngste Gericht tatsächlich statt finden.

In „Mieses Karma“ boten die verschiedenen tierischen Reinkarnationen viel Stoff für lustige Szenen, Safiers Humor gefiel mir sehr gut. Dieser Humor ist auch in diesem Buch vertreten, allerdings wesentlich seltener. Es hat mehr ernste Untertöne, wirkt manchmal fast ein wenig, als ob man bekehrt werden sollte. Auch wenn die Gespräche mit Gott mir ganz gut gefielen, und die ein oder andere gelungene Anspielung auf die aktuelle Weltlage enthalten war, habe ich wesentlich seltener gelacht als erhofft. Es war nette Unterhaltung, die sich leicht und schnell weglesen lies, ich hatte mir allerdings etwas mehr erwartet.

 2ratten
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Bisher als Likimeya im Forum bekannt, jetzt umgetauft in Emily.
Papiergeflüster

Vela

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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #1 am: 28. Januar 2009, 10:26:40 »

Nachdem ich restlos von "Mieses Karma" begeistert war, musste schnell "Jesus liebt mich" her. Die Story klang vielversprechend und das war sie auch. Das Buch war nicht durchgehend zum lachen (wie bei "Mieses Karma"), aber die Sachen worüber man lachen konnte, haben einen zum brüllen gebracht. Er hat einen einzigartigen Humor  :breitgrins:.

"Jesus liebt mich" regt aber wirklich auch zum nachdenken an. Marie lässt ihren Verlobten am Traualtar stehen, hat einen platonischen Freund der in sie verliebt ist, hat eine Schwester die sehr krank war und von Satan "benutzt" wird, ihre Eltern sind geschieden und beide finden neue seltsame neue Partner ( :breitgrins:) und zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch in Jesus.

Ich hab mich während des lesen des öfteren gefragt wie ich reagieren würde, wenn mir dieser Jesus über den Weg läuft, und ich wäre ihm genau so zweifeld, frech und liebend entgegengekommen wie Marie (und ich bin nicht gläubig). Safier hat einen sehr symphatischen, liebenswerten Jesus erschaffen.

Ich weiß nicht ob es Zufall ist oder gewollt...aber Gott spricht in Großbuchstaben. Sollte er im Endeffekt also doch der TOD gewesen sein  :lol:.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es anders war wie das erste. Deshalb von mir

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Kai Meyer ~ Lanze und Licht

SheRaven

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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #2 am: 13. März 2009, 16:04:12 »

Nachdem ich "Jesus liebt mich" auf einer wirklich amüsanten Lesung des Autors gekauft hatte, war ich auf ein Buch voller Kalauer vorbereitet.
Was ich dann aber gelesen habe, war aber doch ein wenig anders.
Ein Buch voller Ironie, aber niemals verletzend.
Ein Buch über Jesus und die Bibel, aber weit davon entfernt, belehrend sein zu wollen.
Ein Buch über die Liebe.
Ein Buch das bezaubert.
Leichte Lektüre? Ja, auf jeden Fall.
Seicht? Nein, eher nicht. Trotz der gewollt flapsigen Herangehensweise.
An den richtigen Stellen wird es ernst, lässt den Leser aber auch wieder aufatmen und kommt auf den urspünglich ironisch-amüsanten Ton zurück.
Alles in allem ein Buch, das einen glücklichen Leser zurücklässt, in dem Bewusstsein: Alles ist gut.

 5ratten    :tipp:

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Liebe Grüße
SheRaven

Jari

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Antw:David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #3 am: 06. Januar 2010, 19:13:23 »

Marie hat ein besonderes Gespür für die falschen Momente: ausgerechnet vor dem Traualtar realisiert sie, dass sie ihren Beinahe-Angetrauten Sven nicht genug liebt, um mit ihm ihr Leben zu verbringen.
Kurzerhand kommt Marie bei ihrem Vater und dessen neuer Freundin aus Weissrussland unter, denn in die gemeinsame Wohnung mit Sven kann sie schliesslich vorerst nicht zurück.
 
Für Kummer und Leid bleibt jedoch nicht viel Zeit, denn schon am nächsten Tag trifft sie auf den Mann ihres Lebens: Joshua, der Zimmermann, den ihr Vater angeheuert hat, um den Dachstuhl zu reparieren.
Alles an ihm scheint perfekt zu sein; er ist einfühlsam, kann singen (wenn auch nur Psalmen in einer fremden Sprache oder Songs von Xavier Naidoo) und sieht noch dazu hammer gut aus!
Es gibt nur ein Problem: Joshua hält sich für Jesus persönlich.
 
Erst hält Marie Joshua für leicht verrückt, doch noch vor Ablauf der Woche findet sich die naive Marie mitten in einem Kampf zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle wieder. Und zum ersten Mal (und hoffentlich auch letzten Mal) in ihrem Leben muss sie Entscheidungen treffen, von denen das Leben der gesamten Menschheit abhängt.
 
David Safier hat mit seinem zweiten literarischen Werk einen unterhaltsamen und leichten Roman geschaffen.
Jedoch möchte der Autor mit seinem Buch keine Gläubigen oder gar Jesus veräppeln, sondern stellt Gottes Sohn so dar, wie er auch tatsächlich hätte sein können.
Dass dieser sich ausgerechnet in Marie, die Verkörperung der Durchschnittlichkeit, verliebt, hat für manche Leser bestimmt auch etwas Tröstendes und obwohl das Buch gewiss eine Botschaft enthält, wird uns nichts auf die Nase gebunden.Wichtiger ist der Humor, der, typisch Safier, auch hier nicht zu kurz kommt.
Die Geschichte wird zudem durch Comics, die Maries Schweser Kata für eine Zeitschrift zeichnet, aufgelockert.
 
Wer schon "Mieses Karma" mochte, wird auch an diesem Buch seine Freude haben. Und wer eine unterhaltsame Lektüre für eine lange Zugfahrt sucht, ist mit "Jesus liebt mich" gut bedient. Jedoch sollte man dann mit leicht verwirrten Blicken der Mitfahrenden rechnen, wenn man plötzlich laut auflachen muss...



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Cyberangel

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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #4 am: 11. April 2010, 23:41:08 »

Ein Buch voller Ironie, aber niemals verletzend.
Ein Buch über Jesus und die Bibel, aber weit davon entfernt, belehrend sein zu wollen.
Ein Buch über die Liebe.
Ein Buch das bezaubert.
Leichte Lektüre? Ja, auf jeden Fall.
Seicht? Nein, eher nicht. Trotz der gewollt flapsigen Herangehensweise.
An den richtigen Stellen wird es ernst, lässt den Leser aber auch wieder aufatmen und kommt auf den urspünglich ironisch-amüsanten Ton zurück.
Alles in allem ein Buch, das einen glücklichen Leser zurücklässt, in dem Bewusstsein: Alles ist gut.

Dem gibt es kaum noch etwas hinzuzufügen, denn "Jesus liebt mich" ist einfach die perfekte Mischung aus Spaß und Ernst.
Und euren Kommentaren zufolge kann ich mich ja glücklich schätzen, zuerst dieses Buch von David Safier gelesen habe, bevor ich mich nun "Mieses Karma" widme, das auch noch auf meinem SUB liegt  :zwinker:
Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich mich mal blind auf die Bestsellerlisten verlassen und dieses Buch gekauft habe, obwohl ich doch sehr daran gezweifelt habe, als ich den Klappentext gelesen habe.
Für mich ein absoluter  :tipp:, der mit der Höchstwertung von 5ratten von mir belohnt wird   :klatschen:
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Nicole89

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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #5 am: 14. August 2010, 20:10:28 »

Die Geschichte war wirklich mal was außergewöhnliches. Ich mochte auch Safiers Humor und seine ironische schreibweise. Man kann viel lachen, aber irgendetwas hat mir noch gefehlt.... Wahrscheinlich die Spannung? Oder war es mir vielleicht doch zu utopisch? Trotzdem ist es ein netter Schmöker, auch wenn er mich nicht ganz fesseln konnte.

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marimirl

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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #6 am: 20. August 2011, 19:58:44 »

Ich lese das Buch gerade und bin bis jetzt etwas zwiegespalten. Eine Freundin hat es mir geborgt, weil sie es unglaublich lustig fand. Da ich schon länger um das Buch herumgeschlichen bin, es mir dann aber doch nie gekauft habe, war das eine super Gelegenheit für mich. Es ist schon witzig, aber bis jetzt musste ich kaum laut loslachen, wie ich es mir eigentlich erhofft hätte. Bis jetzt (ich bin auf Seite 107) wirkt es für mich noch eher wie ein Frauenroman, der mit etwas absurdem (Jesus) aufgepeppt werden soll. Unterhaltsam, keine Frage, aber nicht sooo besonders anders, wie ich es mir erhofft hätte.
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marimirl

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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #7 am: 21. August 2011, 00:52:20 »

Hui, und schon fertig  :breitgrins:

Marie verliebt sich immer in die falschen Männer. Bei ihrem Verlobten Sven wird ihr das ausgerechnet vor dem Altar klar und sie lässt ihn sitzen. Dann lernt sie den Zimmermann Joshua kennen und es stellt sich heraus, dass er Jesus ist. Für die eher ungläubige Marie ist das schwer zu verstehen und dass sie sich in ihn verliebt, macht es nicht unbedingt leichter.

Es war mein erster Buch von David Safier und ich hatte mir ein sehr witziges Buch erwartet. Lustig war es auf jeden Fall, aber die Lachanfälle blieben doch aus. Ich hatte eher den Eindruck, dass es sich um ein normales Frauenbuch à la Frau lernt Mann kennen und ist sich unsicher handelt, das durch die Begegnung mit Jesus nur aufgepeppt wurde. Schmunzeln musste ich dennoch oft, denn Safier versteht es schon, Humor einzubauen.

Die Religion spielt schon eine große Rolle in dem Buch. Obwohl sie für die Witze Safiers hinhalten muss, wird sie nicht schlecht gemacht. Dadurch ist das Buch meiner Meinung nach sowohl für Gläubige und als auch für nicht so Gläubige geeignet - hier kommt jeder auf seine Kosten.

Es ist eben ein Buch für Zwischendurch, bei dem man sich nicht großartig konzentrieren muss und das schnell weggelesen ist. Auch wenn die Handlung ziemlich abgedroschen ist und man eigentlich von Anfang an erahnen kann, wie es enden wird, kommt man auf seine Kosten. Denn der Weg ist schließlich das Ziel, und auf dem muss man sehr oft grinsen.

Das Buch lebt allerdings mehr durch Maries Art, die - wie soll man das beschreiben? - eine Frau Mitte Dreißig ist, und von einem Fettnäpfchen ins andere tritt, als von Jesus. Sie ist ja schon fast eine Bridget Jones. Die Erscheinung Jesus macht das ganze zu einer besonderen Art der Frauenliteratur. Es ist einmal was neues, aber ich finde, es macht es nicht so besonders, dass man sich denkt: Boah, sowas hatten wir ja noch nie! Wirklich originell. Nein, es bringt bloß mehr Schwung in die Geschichte und macht sie absurder.

Erwähnenswert sind auch noch die Comics, die die Geschichte immer wieder auflockern und wirklich lieb gemacht sind. Sie sind in den Text eingebaut und stören somit den Lesefluss nicht. Denn ich hasse fast nichts mehr als Illustrationen, die mich den Text irgendwo abbrechen lassen.

Alles in allem gebe ich dem Buch  4ratten, weil es wirklich nette Unterhaltung war. Eine Ratte muss ich dafür abziehen, dass ich mir noch mehr Lacher erhofft hatte und dachte, die Geschichte wäre noch etwas außergewöhnlicher.
« Letzte Änderung: 22. August 2011, 07:57:46 von marimirl »
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kleinerHase

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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #8 am: 05. Oktober 2011, 13:27:38 »

Hab's gestern von meiner Mitbewohnerin geliehen bekommen und war erst seeeeehr skeptisch.
Muss aber nun gestehen, dass ich es sehr lustig fand, etwas... nun ja... sehr abgehoben m Ende (Wenn man den Rest noch gütig als "normal" bezeichnen mag  :breitgrins: ), aber lesenswert auf jeden Fall  :zwinker:
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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #9 am: 06. Oktober 2011, 11:50:03 »

Fand das Buch auch sehr lustig. Liest sich auch ganz einfach, hatte es daher schnell durch.
An manchen Stellen musste ich schon laut lachen :D 
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Theresa

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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #10 am: 09. Oktober 2011, 18:05:42 »

Ich finde es extrem lahm.

Die Geschichte mit Joshua, also Jesus, das ganze göttliche finde ich gut- eben mal anders.

Aber das wird vollständig und restlos von Marie getilgt, die für mich ein absoluter Unsympath ist.
Keine Sorge, ich bin nicht sauer, weil die Religion durch den Kakao gezogen wird- aber Marie kommt für mich ziemlich langweilig rüber. Jesus liebt mich klingen die kleinen Witzchen und der "Humor" zu bemüht-  Mieses Karma dagegen war lustiger, auch wenn da die Grundidee nicht so gut ist.

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Avila

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Re: David Safier - Jesus liebt mich
« Antwort #11 am: 09. Oktober 2011, 23:17:05 »

Ich bin irgendwie ziemlich hin und her gerissen. Auf der einen Seite hat das Buch mich gefesselt - auf seine eigene Art. Auf der anderen Seite war ich teilweise extrem genervt. Vielleicht war es ein wenig zu viel - und mit Marie hatte ich auch meine Probleme, aber noch mehr dass Pastor Gabriel sie ebenfalls zu "schlecht" fand ...  :rollen:
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