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Autor Thema: "AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel  (Gelesen 4813 mal)

Alamir

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"AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel
« Antwort #30 am: 24. Juli 2004, 16:26:16 »

Du mußt nicht Band 1 kennen, um Band 2 zu verstehen. Und es stimmt, die Tierszenen sind noch das beste - über Jondalars Entjungferungsjobs habe ich immer hinweggelesen. Soll ich mal ein bischen spoilern? Ayla findet einen jungen Höhlenlöwen ....  :smile:
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Alamir

Esteleth

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"AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel
« Antwort #31 am: 19. November 2004, 13:46:02 »

Hi!

Hab jetzt nicht alles in diesen Thread gelesen aber mal meine Meinung zu den Ayla Büchern!

ICh hab alle fünf Bände mehrmals auf deutsch und einmal auf Englisch gelesen.

Die Deutsche ÜBersetzung ist mehr als Miserabel. Ganz grobe Inhalts und Übersetzungsfehler. Aber Mühsam zu lesen fand ist sie trotzdem nicht. Trotzdem liest sich Ayla im Orginal schöner. Ich finde alle Ayla Romane toll. Die Reihe gehört  zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.

Lest die Bücher auf English, da werden sie euch sicher besser gefallen.
In Englisch sind sie nicht sonderlich schwer zu lesen, das einzige sind die Pflanzennamen, aber sonst...

Also ich kanns euch nur weiterempfehlen.

*sehsüchtig auf Band 6 wartet*

lg

Estel
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Esteleth

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"AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel
« Antwort #32 am: 19. November 2004, 13:51:30 »

Ach ja, ich fand den Film nicht gut. Der Inhalt wurde sehr oft umgeschrieben, zum Teil vollkommen unnötig.

Sicher Daryll Hanah reist noch viel raus, sie ist einfach eine gute schauspielerin.

Aber sonst, der Film kommt lange nicht an das Buch ran...
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ÜberdenWolken

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"AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel
« Antwort #33 am: 22. Dezember 2004, 11:10:23 »

Hallo,
also ich habe das Buch zum ersten Mal vor einigen Jahren gelesen und was mir in Erinnerung geblieben ist, war eigentlich ein sehr positiver Eindruck...

Vor ein paar Wochen hab ich mir das Buch nun endlich einmal gekauft (damals wars nur geliehen) und hab mich darauf gefreut es zu lesen. Nur dieses Mal hat es mich wahnsinnig genervt, ich stecke seit Wochen irgendwo in der Mitte fest und wunder mich die ganze Zeit was ich beim ersten Mal lesen so toll fand. Aber wie gesagt, mit zunehmendem Alter wachsen wohl auch die literarischen Ansprüche und ich bin mittlerweile der Meinung dass dieses Buch nicht unbedingt zu empfehlen ist. Es ist einfach zu ausgedehnt und es passiert zu wenig. Wenn man wirklich nicht viel zu tun hat und gerade nix besseres zum lesen, oder wenn man Fan dieser Steinzeitliteratur ist, dann mag es vielleicht das richtige sein. Aber es gibt ansonsten wirklich bessere Bücher mit denen man die Zeit rumkriegt.
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Boris Leonidowitsch Pasternak

Mascha

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"AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel
« Antwort #34 am: 22. Dezember 2004, 11:39:18 »

:klatschen:  :klatschen:  :klatschen:

Aber wie gesagt, mit zunehmendem Alter wachsen wohl auch die literarischen Ansprüche

Kann ich nur unterschreiben  :smile:
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Gruß Mascha

Historikus

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"AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel
« Antwort #35 am: 09. Januar 2005, 17:41:35 »

Auch zu der Ayla-Saga habe ich eine Rezi bei Amazon verfasst:

Ayla - und das Tal der großen Seichtheit

Ansich ein faszinierendes Projekt: Ein Roman über das Leben der Menschen anhand des Beispiels Ayla vor vielen tausenden Jahren. Wie habe ich mich gefreut, dass sich endlich eine Autorin traut, über diesen Stoff einen Historischen Roman zu schreiben. Aber die Freude war bald verflogen. 3 Bände habe ich durchgehalten, die letzten beiden Bände nur mehr eine Qual. Aus "Tal der grossen Mutter" wurde bald "Tal der großen Seichtheit". Der 1. Band ist zwar noch halbwegs erträglich, aber im Grunde genommen schriftstellerisch eine Katastrophe.
Ein Buch, wie es einfach nicht sein soll. Die Haupfigur wieder einmal eine Frau ohne Makel, die alles schafft, die alles kann, die schon für diese Zeiten schon so wunderhübsch ist, eine IQ eines Harvard-Professors hat, und deshalb alles erfindet, was damals angeblich erfunden wurde.Ja, Ayla erfindet sogar so viel, dass man nur darauf gewartet hat, bis sie das Rad erfindet. Und wann erfindet sie eigentlich den Computer?
Diese Frau ist sogar so toll, die zähmt sogar einen Batzen wilder Tiere. Ayla übernimmt die Domestikation im Alleingang. Die reitet sogar auf Löwen, entwickelt den Übergang von Wolf zu Hund, zähmt Pferde und dressiert es a la "Black Beauty" zum Nutztier.
Etwas historisches konnte man sich gar nicht erst erwarten - aber die inhaltliche Übertreibung über eine fehlerlose steinzeitliche Powerfrau ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Dies erinnert stark an Geschichten mit Ritter ohne Fehl und Tadel.
Mal abgesehen von dieser schrecklichen Heldenfigur entwickelt sich die Ayla-Saga zu einer Saga der Wiederholungen. 3 Bücher habe ich mir interessehalber angetan, jedes folgende Band hatte auf den ersten 300 Seiten die Zusammenfassung in sich, was denn bisher geschehen ist. Wie als die Leser zu dumm sind, sich das vorher Gelesene in früheren Bänden zu merken! So wird das Buch immer langweiliger und zäher, bis man schließlich aufgeben würde, wären nicht, die anhaltenden Sexszenen mit Ayla und ihren Wunderknaben. Die Sexszenen sind der Autorin natürlich ein besonders Anliegen. Da müssen schon viele Seiten dafür herhalten.
Die Liebesbeziehung (damals gab es anscheinend so etwas wie Treue?) zwischen Ayla und ihren etwas dümmlichen Freund Jondolar ist ein Abklatsch einer Seifenoper. Liebt er mich - oder liebt er mich nicht? Diese Frage stellt sich Ayla immer wieder, denn pro Band trennen sie sich mindestens 3 Mal, um dann wieder herzzereißend die Einigkeit (außer das sich Ayla hin und wieder einen Seitensprung erlaubt) wiederzufinden.
Und dann wieder die perfekte Ayla: Die kann sich sogar mit anderen Stämmen immer sofort anfreunden! Ja, die spricht immer komischerweise innerhalb von Minuten die gleiche Sprache von ganz weit entfernten Länder. Die Leute waren damals anscheinend so klug, die kommunzierten auf dem Niveau von Oxford-Language. Auch in der Botanik ist Ayla eine Meisterin. Sie kennt alle Pflanzen und ihre Wirkung auswendig. Zum Teil Wissen, wo manch heutiger Botaniker mit Spezialausbildung blass werden würde vor Neid.
Eigentlich hätte ich mir meine lange Rezension mit folgender einzigen Bezeichnung für diesen Seichtheits-Epos sparen können: Saudumm!
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ÜberdenWolken

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"AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel
« Antwort #36 am: 10. Januar 2005, 11:57:40 »

Ich kann da nur zustimmen! Wobei ich denke, dass das Wissen über die Pflanzen und ihre Wirkung Ayla ja von der Medizinfrau Iza beigebracht wurde. Und das halte ich schon für realistisch. Außerdem wurde Ayla von den Neandertalern ja immer als hässlich dargestellt und drangsaliert.

Zwar wird man auch stutzig bei den vielen Erfindungen, die die Heldin macht, aber andererseits: Es ist doch ein Roman und keine historische Abhandlung mit Anspruch auf Richtigkeit ...
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Boris Leonidowitsch Pasternak

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"AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel
« Antwort #37 am: 10. Januar 2005, 16:33:01 »

Zitat von: ÜberdenWolken
... aber andererseits: Es ist doch ein Roman und keine historische Abhandlung mit Anspruch auf Richtigkeit ...


Ja genau, und wenn ich in einer Geschichte, die zumindest halbwegs glaubwürdig rüberkommen soll, so tu, als sei der Nil in Brasilien, sag ich auch "Es ist ja nur ein Roman"  :rollen:  :breitgrins:
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"AYLA und der Clan des Bären" von Jean M. Auel
« Antwort #38 am: 10. Januar 2005, 16:50:17 »

Wendy: also ganz so war das ja nun auch nicht gemeint!  :zwinker:

Das Buch ist zwar nicht der Brüller,  aber ein bisschen literarische Freiheit muss doch wohl dem Autor gestatten sein, oder?
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