Wieder einmal haben sich ein paar Details gesetzt.
Im 37. Kap. erfahren wir endlich, was sich in dem Sarg/Behältnis verbirgt, das vor Jahren auf den Gletscher geschafft worden war und einer der Gründe für den Besuch des Vebi war. Als ich es las, war ich einerseits sehr überrascht, aber andererseits dachte ich "Selbstverständlich - da musste es sein!" Über die Bedeutung des Fundes lässt sich lange spekulieren.
Ja, dabei bin ich auch, beim Spekulieren

Das eine ist der Fisch an sich. Ein christliches Symbol, das für eine New Age-Geschichte benutzt wird, eher achtlos aufgetaut und am Ende von Vögeln weggeknabbert wird. Das andere sind die Schnellgefrierhäuser. Haben die damit ebenfalls zu tun? In diesen Häusern wird der Fischfang gefroren - nur: Die Häuser rentieren sich nicht und werden irgendwie am Leben erhalten.
Bei dem Gedanken schließt sich für mich dann ein Kreis, nämlich der hier:
... Teils könnte man es auch so sehen, daß eine Religion, die sich nicht weiterentwickelt und sich nicht hinterfragen läßt (und dazu tendiert ja die katholische Kirche) irgendwann zum Aberglauben wird - das ist meine persönliche Meinung. Und da sind wir auch wieder bei dem, was ich immer noch für das durchgehende Thema des Buches halte, nämlich die Entfremdung der Menschen von der christlichen Kirche.
Mir gefällt Deine Idee, dass ein zentrales Thema die Distanz zwischen Kirche und Realität ist.
Ich bin aber der Meinung, dass Laxness da keine konkreten Angaben macht.
Ich sehe derzeit eine Metapher, aber keine Erläuterung dazu.
Ich wundere mich z. B. über das Kleidungsstück "Broncho" (ich dachte das heißt Poncho?) und über Dinge wie Protomorie und Heteromorie, Dysexelixis und Diexelixis. Kann jemand von euch genug Latein, um mir das zu übersetzen? (hat das einen Sinn, oder ist es nur herumgealbert?)
Ich habe bisher keine Erklärung für diese Begriffe gefunden. Nur für Hetero
phorie (statt Hetero
morie) - was laut Wikipedia
ein latentes (verstecktes) Schielen, das nur unter Aufhebung des beidäugigen Sehens auftritt, ist. Ich sehe keinen Sinn in den Wörtern an sich, sondern in der Verwendung von möglichst komplizierten und intelligent wirkenden Begriffen, um zu beeindrucken. Damit kann man eine bestimmte Klientel "einfangen", weil sie ab einem bestimmten Niveau nicht mehr hinterfragt, sondern einfach jemand anderen als intelligent, weise, "allwissend" akzeptiert.
Broncho habe ich nur gefunden als:
Bronchobroncho - an unbroken or imperfectly broken mustang
bronc, bronco mustang - small hardy range horse of the western plains descended from horses brought by the Spanish
bucking bronco - a wild horse that is vicious and difficult or impossible to break inDas ergibt für mich keinen Sinn. Daher vermute ich eher, dass jemand mit dem Wissen um den
Poncho punkten will, aber das Wort falsch ausspricht oder sich falsch gemerkt hat. So, wie ungefähr die Witze laufen, in denen jemand gute Konservation machen will (statt guter Konversation). Bei einigen läuft das große Posen im Buch also schief, bei anderen funktioniert es.