Hallo ihr beiden,
ich habe das Buch auch gerade fertiggelesen.
Und ich muss leider sagen, dass ich den Schluss nicht so toll fand. Erst waren es wieder ewige Besprechungen, Theorien und Blabla, dann dieser Showdown als die USS Independence sinkt und dann der eigentliche Schluss, der sich für mich unfertig angefühlt hat.
Bezüglich des Untergangs muss ich euch Recht geben, soviele Opfer hätten nicht sein müssen. Obwohl es schon passend war, dass Li wegen Johanson stirbt. Durch die Größe des Schiffs hab ich teilweise auch garnicht kapiert, welches Ende sinkt und wo die Figuren jetzt verplant rumrennen.
Mir ist auch unangenehm aufgefallen, dass sich die Verweise auf Kinofilme häufen. Ok, manche Leute mögen so reden, aber doch nicht in Gefahrensituationen! Zum Beispiel als Crowe die 10 Meter runterspringt, da sagt sie vorher, irgendwas über Hollywoodfilme.
Crowes Flug runter zu den Yrr fand ich komisch, warum sind sie auf diese Idee nicht schon lange gekommen? Die Pheromone hatten sie doch schon entdeckt. Und so wahnsinnig intelligent können sie ja nicht sein, wenn sie sich durch sowas täuschen lassen. Passt irgendwie nicht zusammen für mich.
Außerdem würde es mich interessieren, was mit einem Yrr passiert, wenn es etwas tut, das der Gemeinschaft schadet. Wird es dann nicht ausgeschlossen oder so? Ich finde es nicht ganz nachvollziehbar, warum die Yrr plötzlich mit den Angriffen aufgehört haben.
Den eigentlichen Kontakt zwischen Crowe und Yrr fand ich dann soo langweilig! Entstehungsgeschichte der Erde, na toll. Wir wussten schon, dass es sie seit zig Millionen Jahren gibt... Ich muss zugeben, dass ich da zwei Seiten nur den jeweils ersten Satz in einem Absatz gelesen habe, um zu schauen, wie lang diese Beschreibung denn noch dauert.
Ich fand es auch sehr schade, dass sie sich hinterher nicht daran erinnert. Was hatte das dann für einen Sinn? Und wenn die Yrr anscheinend über Telepathie verfügen, warum haben sie das nicht schon vorher probiert?
Crowes Tagebucheintrag fand ich wenig gelungen, vom Sprachstil einfach viel zu abgehoben. Wahrscheinlich hat der Autor noch nie Tagebuch geschrieben...

Und dann haben die Menschen noch nichtmal was draus gelernt, sondern es schippern blöde Pfarrer auf dem Meer rum? Und dann kommt der erhobene Zeigefinger...

Äh, soweit hatte ich dann auch schon gedacht!
Am Schluss ist mir auch die zwischenmenschliche Komponente zu kurz gekommen. Ich hätte gerne gewusst, wie es mit Anawak und Weaver weitergeht etc.
Ich hätte außerdem noch gerne mehr über die Yrr erfahren, im Endeffekt habe ich das ganze Buch über sie gerätselt und weiß jetzt nicht mehr, als ein paar biologische Informationen über sie, einfach unbefriedigend.
Kurz: Der Schluss hat mich etwas enttäuscht. (Im Endeffekt, von kurzen, besseren Phasen unterbrochen, eigentlich die zweite Hälfte des Buches.)
LG, Mobi