
Geschafft!
Bin eben mit Jack glücklich wieder nach London zurückgekehrt und habe jetzt nicht die geringste Lust, die Stadt jemals wieder zu verlassen. Zumindest nicht in Stephensons Begleitung.
Natürlich geriet Jack noch in einige Klemmen, aber mitleiden konnte ich nicht mit ihm. Was, er ist in die Fänge der spanischen Inquisition geraten? Um jeden anderen Romanhelden würde ich da Angst haben, aber nicht um Jack. Schon komisch, wie diese Abenteurerfigur mir so gleichgültig sein kann, dabei habe ich doch eigentlich viel für Abenteuerhelden übrig, gerade für solche, die sich nicht mit bloßer Gewalt durchschlagen, sondern auf ihre Gewitztheit angewiesen sind und die auch ab und zu mal was auf die Mütze kriegen. Ich müsste Jack also eigentlich lieben, tue es aber nicht.
Das Ende bietet eigentlich noch einmal ein schönes Bild: Jack nähert sich auf der Themse der erleuchteten Stadt und dem Tower und spürt, dass er endlich wieder nach Hause gekehrt ist. Auch dass er Newton auf dem Tower stehen sieht, ist eigentlich schön; weniger schön aber, was das für das 3. Buch erwarten lässt: Zwar wird nicht mehr gereist - zumindest nicht mehr in dem Ausmaß wie bisher - aber das Abenteuer geht weiter, und das, wo mir doch der gesamte Abenteuerstrang am wenigsten gefallen hat (um nicht zu sagen, dass ich ihn überflüssig fand.)
Lust auf Band 3 macht mir das also nicht. (Aber mal schauen - vielleicht bin ich in einem Monat doch wieder mit von der Partie.)