„In einem Moment reiner Erkenntnis im Leben ist die Zeit unbedeutend“ denn „Zeit ist eine Erfindung des Menschen, Leben ist eine Erfindung des Universums.“
Menschen sind dafür bestimmt zu Leben und die Schönheit der Welt zu genießen und sich ihrer auch mit allen Sinnen bewusst zu werden. Leider vergessen wir das in der heutigen Welt allzu oft. Hektik, Stress und falsche Prioritäten lassen uns an den schönsten Dingen des Lebens vorbeirasen. Dabei ist es doch am wichtigsten das eigene Leben zu leben und einfach dem in diesem Buch zu findendem Sprichwort „Be Yourself“ zu folgen.
In diesem kurzen Bericht lässt uns Sergio Bambaren an den scheinbar bedeutendsten Momenten in seinem Leben teilhaben. Die geschilderte Entdeckung seiner Selbst hilft dabei nicht nur den Werken Bambaren eine neue Wertschätzung beizumessen sondern auch sich und sein eigenes Leben anders in Augenschein zu nehmen.
Dabei war dieses seelische Abenteuer gar nicht geplant sondern ist einfach so, wie der Autor schildert, aus der Situation heraus entstanden.
Mit einer leicht verträumten und äußerst harmonischen Sprache gelingt es ihm den Leser hinab zuführen in die Tiefen des Meeres und ihn dabei sachte zu den eigenen Wurzeln zu geleiten.
In dem recht dünnen Buch findet sich, in eine sehr schöne Geschichte von Träumen und Wünschen verpackt, eine komplette Lebensanleitung.
Zwar ist stets von Sergio Bambaren selbst die Rede, doch es gelingt ihm, den Lesenden auf sich und seine eigene Lebensgestaltung aufmerksam zu machen.
Es steckt hierbei so ungeheuer viel Wahrheit in dem Buch obwohl in der Geschichte selber gar nicht viel passiert.
Bambaren wollte ursprünglich seinen Urlaub mit Wellenreiten verbringen, doch da das Meer nur wenig Wellen aufweist, folgt er dem Rat einer Kellnerin und beginnt zu tauschen. Dabei taucht er eine in eine faszinierende Parallelwelt in der er selber die Rolle des dankbaren Gastes und Lernenden einnimmt.
Die Welt des unentdeckt Schönen, welche jeder von uns für sich erschließen kann.
„Es gibt in jedem Winkel der Erde wunderbare Dinge zu sehen, wenn man nur mutig genug ist, sein Herz und seinen Geist dafür zu öffnen“. Doch dafür benötigt es ein gewisses Maß an Mut und Neugier.
Lernen der eigenen Person zu vertrauen ist dabei sehr wichtig und gleichzeitig so leicht. Man muss sich nur ins Gedächtnis rufen das die Angst „die allergrößte Diebin sein“ kann, „sie kann einem alles rauben, selbst die schönsten Träume“.
Jeder müsste sich selbst am besten kennen und einschätzen können. Auf sich selber kann man sich in der unbeständigen Welt doch immer verlassen. Und wenn dies gegeben ist, was spricht dann noch gegen das Leben als Handlung? „Einen besseren Lehrmeister als das Leben selbst gibt es einfach nicht.“
Und wenn ich in der Buchkritik schon zu diesem Zeitpunkt zu viele Wörter wie „selbst“, „selber“ und „eigenen“ verwendet habe, dann ist dies nur ein weiteres Indiz dafür, dass das Buch einen Weg zu „sich“ beschreibt.
Dennoch ist das Heft in keiner Weise als trocken und „besserwisserisch“ zu bezeichnen. Die rührende Geschichte wird stellenweise durch lustige Vergleiche und Gedanken, welche auf der persönlichen Gefühlslage des Autors basieren, aufgewertet. Da werden zum Beispiel Fische mit VW-Käfern verglichen weil ein anderer Bezugspunkt nicht zugegen ist.
Bambaren lehrt den Leser „die Freude am Leben. Das Wunder, lebendig zu sein.“
Trotz des sehr philosophischen Hintergrundes des Buches wirken die Ratschläge an manchen Stellen zu komprimiert und die Geschichte selber zu schön. Es tauchen lediglich Personen auf die Bambaren uneigennützig und beinahe aufopferungsvoll helfen. Alle vorhandenen Umstände sind perfekt aufeinander abgestimmt und nirgendwo tanzt etwas aus der Reihe. Diese Fakten lassen die Geschichte am Ende etwas konstruiert und weltfremd wirken.
Der Leser sollte, um Sergio Bambaren vollständig verstehen zu können ebenfalls eng mit dem Meer verbunden sein. Denn es tauchen sehr viele Bezüge und Zusammenhänge auf, die anders nicht in der Innigkeit verstanden werden können wie Bambaren sie meint.
Gerade das offene Meer „ schenkt einem die Erkenntnis, dass die besten Dinge im Leben gratis sind.“, lautet es zum Beispiel.
In dem Bericht wird durch eine der auftauchenden Personen die Wirkung des Buches auf den Leser indirekt sehr gut beschrieben: „Ich nehme dich mit auf eine Reise, auf der du nicht nur die Schätze entdecken wirst, die sich unter der Wasseroberfläche verbergen, sondern auch die Schätze, die versteckt in unserer Seele wohnen.“
