Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: Irgendwo bellte ein Hund.  (Gelesen 32254 mal)

vallenton

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 390
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #510 am: 02. Februar 2012, 19:12:03 »

David Mitchell - Der Wolkenatlas (Seite 12 unten, vorletzter Satz)

Eine kahle Hündin hob ihren Kopf, doch sie war zahnlos und schien vor sich hin zu
sterben, denn sie bellte nicht.

Ist mir beim lesen sofort aufgefallen. Es geht also auch anders.  :breitgrins:
Gespeichert

kaluma

  • Leserin & Vorleserin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1388
  • Laxness-Fan
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #511 am: 02. Februar 2012, 22:35:57 »

Tja, auch in Ali Shaws "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" wird gehundet:

"Irgendwo draußen kläffte ein Hund."

Ja, der ist mir auch aufgefallen. Und eine knappe halbe Seite später heißt es:

"Der kläffende Hund draußen verstummte."   

Das ist ja mal wenigstens vollständig, da weiß man ganz genau, wie lange er bellte.  :breitgrins:
Gespeichert
Ich lese gerade: Eva Völler "Zeitenzauber - Die magische Gondel"

SLW 2012 Cover: 3/10 (gelesen 6/10)
SLW 2012 Brandaktuell: 4/5     Dick+dünn: 3/5 

Spinnendon

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 183
    • Neue Bücher- neue Welten. Verlagsvorschau a lá Karo. Neu bei Fb
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #512 am: 28. Februar 2012, 19:07:14 »

Oh man, jetzt wo ich das hier lese merke ich auch, dass oft ein Hund bellt.
Aber mich stört es an sich nicht, aber es stimmt, warum immer der Hund und nicht all die anderen Tiere. ICh werde auch Ausschau halten.
Gespeichert
Hinter den Wolken ist der Himmel blau.

Kirsten

  • bibliophile Marathoni
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 7474
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #513 am: 08. März 2012, 12:10:10 »

Ich habe auch wieder einen Hund gefunden: in Alex Gray - Glasgow Kiss bellte glaich auf Seite 1 in der Ferne ein Hund (A dog was barking in the distance).
Gespeichert
Now I have moved and I've kept on moving
Proved the points that I needed proving
Lost the friends that I needed losing
Found others on the way

Spinnendon

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 183
    • Neue Bücher- neue Welten. Verlagsvorschau a lá Karo. Neu bei Fb
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #514 am: 14. März 2012, 15:49:41 »

Bei "Nevermore" stellt die Protagonistin isobel auf SEite 123 auch fest, dass da kein Hund bellt.
Gespeichert
Hinter den Wolken ist der Himmel blau.

Doris

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5823
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #515 am: 17. März 2012, 23:35:07 »

In Mike Crofts "Tief" geht es zwar hauptsächlich um Wale, doch auf Seite 357 ist "in der Ferne ein bellender Hund" zu hören nebst ein paar blökenden Schafen.
Gespeichert
Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben,
sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
Lucius Annaeus Seneca

Keshia

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 99
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #516 am: 18. März 2012, 00:42:12 »

Oh man, jetzt wo ich das hier lese merke ich auch, dass oft ein Hund bellt.
Aber mich stört es an sich nicht, aber es stimmt, warum immer der Hund und nicht all die anderen Tiere. ICh werde auch Ausschau halten.

Gib's zu:
Wenn Du über den Satz stolpern würdest:
"Irgendwo draußen bellte eine Katze",
käme der nicht in   Thread! :zwinker:

"Irgendwo draußen bellte ein Seehund" (oder "ein Heuler") wäre auch mal ganz interessant, und würde sicher nicht nerven, obwohl Seehunde ja auch bellen können.


LG
von Keshia
Gespeichert

HoldenCaulfield

  • Käferprinzessin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 11726
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #517 am: 18. März 2012, 01:13:03 »

 Naja manchmal könnte man schon den Eindruck gewinnen das man nie andere Tiere hört außer Hunde... im wahren Leben hör ich jedenfalls hier in der Gegend (und auch früher bei meinen Eltern) viel öfter Katzen.

Gespeichert
Seltsam im Nebel zu wandern.... H.Hesse

"[...] wir sind hier alle verrückt. Ich bin verrückt, du bist verrückt" *L.Carroll*

Mein Interview mit Gail Carriger :elch:
Sonnenschirm

Räubertochter

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1858
  • ^ Sie hat die Weltherrschaft an sich gerissen
    • Bücher Bär
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #518 am: 18. März 2012, 11:22:22 »

Bei Jennifer Benkaus Dark Canopy schreit irgendwo ein Falke - ich habe mir aber nicht gemerkt, an welcher Stelle (ist ja schließlich kein Hund :zwinker:).
Gespeichert
Liebe Grüße,
Verena

"Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?" Gandalf in "Die Gefährten", J.R.R. Tolkien

Muertia

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 521
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #519 am: 19. März 2012, 22:29:52 »

Mir ist über das gesamte letzte Jahr aufgefallen, dass in fast jedem Buch, das ich lese oder höre, folgende zwei Ausdrücke auftauchen:

1. "Seine/ ihre behandschuhten Hände...."
Es scheint fast so, als wäre jede Bücherhand behandschuht. Eine Freundin hat auch die Theorie umgestellt, dass es vielleicht zum Autorenhandwerk gehört, möglichst viele Adjektive einzuflechten und die Hände müssen eben meist dran glauben.

2. "Und falls er ....., so ließ er es sich zumindest nicht anmerken."
Auch dies ist eine Redewendung, die mir über alle Genre hinweg in 90% meiner Lektüre begegnet. Ein weiteres stilistisches Mittel aus dem Autorenhandwerkskoffer?


Zwar haben meine beiden Beispiele nichts mit den bellenden Hunden zu tun, gehören für mich trotzdem irgendwie zum Thema. Einen eigenen Thread wollte ich dem Ganzen nicht widmen.

Sind euch meine Beispiele auch schon in Büchern begegnet? Oder spinne ich und sehe rosa Elefanten?  :hund:

Viele Grüße
Muertia
Gespeichert
:lesen: Rebecca Gablé - Der dunkle Thron
SuB: 6 (+16 bereits bestellte Bücher, um den SuB mal ein wenig aufzuwerten)

roulade

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 748
  • Guten Tag, ich heiße Pozor.
    • Mein SUB
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #520 am: 23. März 2012, 13:11:18 »

Eine Freundin hat auch die Theorie umgestellt, dass es vielleicht zum Autorenhandwerk gehört, möglichst viele Adjektive einzuflechten und die Hände müssen eben meist dran glauben.

Ich habe in den letzten Monaten in einigen Schreibratgebern und Autorenforen geschmökert und kann daher versichern: das Gegenteil ist der Fall. Adjektive scheinen der Feind zu sein, den man beim ersten Korrekturdurchgang gnadenlos auszumerzen hat.

2. "Und falls er ....., so ließ er es sich zumindest nicht anmerken."

Das ist mir auch schon aufgefallen, wobei mich der Satz nicht stört. Aber der vermaledeite bellende Hund stört mich auch nicht besonders... Wenn er nun mal bellen muss, darf man mir das mitteilen.  :breitgrins:
Gespeichert
Ich bezeige, nach Hertzens-Aufrichtigkeit, dass ich mich glücklich schätze, mich mit Verehrung nennen zu dürfen und ersterbe,
Roulade

Mein Interview mit Catalin Dorian Florescu

tári

  • Fantastin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 335
    • Portfolio
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #521 am: 23. März 2012, 13:21:13 »

Eine Freundin hat auch die Theorie umgestellt, dass es vielleicht zum Autorenhandwerk gehört, möglichst viele Adjektive einzuflechten und die Hände müssen eben meist dran glauben.

Ich habe in den letzten Monaten in einigen Schreibratgebern und Autorenforen geschmökert und kann daher versichern: das Gegenteil ist der Fall. Adjektive scheinen der Feind zu sein, den man beim ersten Korrekturdurchgang gnadenlos auszumerzen hat.

An adjektivüberladenen Texten erkennt man meistens ja ungeübte Schreiber oder Schüler.
Wobei ich mir das wirklich schwierig vorstelle, denn es kommt ja auch stark auf die Art der Adjektive und Adverbien an, also welche Umstände und Beschreibungen damit ausgedrückt werden.

Das mit dem Hund fällt mir übrigens nie auf, nicht mal seit ich diesem Thread kenne. Ich glaube mein Hirn hat sich so an diesen Ausdruck gewöhnt, dass es da einfach drüber liest und mich nicht dran teilhaben lässt :breitgrins:
Gespeichert
"When I was young, I invented an invisible friend called Mr Ravioli. My psychiatrist says I don't need him anymore, so he just sits in the corner and reads." Max Horovitz

“Every atom in your body came from a star that exploded. And, the atoms in your left hand probably came from a different star than your right hand. It really is the most poetic thing I know about physics: You are all stardust." Lawrence Krauss

nanu?!

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1150
    • bel(g)'lettres
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #522 am: 23. März 2012, 22:56:10 »

In der Ferne schlug eine Kirchturmuhr, und ein Hund jaulte trübsinnig.

aus "Der Zauber von Santa Rosa" von Babs Horton
Gespeichert
Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

SLW: 0/10

Ghostwriter

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 34
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #523 am: 29. April 2012, 19:19:55 »

Nach längerer Pause kann ich auch wieder etwas zum Thema beisteuern:

"Ein paar Hunde bellten, waren aber bald wieder still."

Luise Rinser: Die kleine Frau Marbel (Sämtliche Erzählungen, S. 285)
Gespeichert

kleinerHase

  • Schnell-Leserin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 671
Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #524 am: 29. April 2012, 19:25:01 »

In "Durch Mark und Bein" habe ich zwar bisher keinen Hund bellen gehört, dafür gibt es dort aber Wölfe, die drei Seiten lang immer wieder jaulen.  :zwinker:
Gespeichert
"Wie wichtig du jemandem bist, erkennst du daran, wie viel Zeit er sich für dich nimmt."