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Autor Thema: Irgendwo bellte ein Hund.  (Gelesen 32254 mal)

Juggalette

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #30 am: 02. Oktober 2008, 10:20:57 »

Also bellende Hunde in Büchern fallen mir im Moment nicht ein, aber ich musste gestern, als der Nachbarshund bellte ständig an diesen Thread denken.  :breitgrins:
Aber auf alle Fälle werde ich nun die Augen offen halten und posten, wenn mir wiedermal ein Köter unterkommen sollte. Mir persönlich wären schnurrende Katzen ja lieber.  :zwinker:

Was mir allerdings extrem auf den Geist geht ist "Er/Sie schürzte die Lippen." :wand:
Ein-, zweimal ist ja ok, aber wenn Charaktere ständig die Lippen schürzen (alleine das Wort macht mich wahnsinnig) stelle ich mir jedesmal ein mega-operiertes-lippen-aufspritz-opfer vor...  :rollen:
« Letzte Änderung: 02. Oktober 2008, 10:22:34 von Juggalette »
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Philip Pullman - Der goldene Kompass
Arthur Conan Doyle - Die Abenteuer des Sherlock Holmes

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Mira

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #31 am: 02. Oktober 2008, 10:32:54 »

Ahhh, was mich auch immer wieder nervt und ich gestern, wie schon so oft, wieder gelesen habe: Eine Tür knarrte  :grmpf:  :breitgrins:

Wieso knarren dauernd Türen? Bei mir knarrt keine Tür, schon seit Jahren knarrt hier keine Tür, wenn überhaupt schon mal eine geknarrt hat, kann ich mich nicht erinnern, ... nein...nie.   Aber in jedem zweiten Buch knarrt irgendeine Tür (so kommt es mir zumindest vor  :breitgrins: )

Hihi, stimmt. Die meisten Türen knarren nicht. In alten Gebäuden jedoch schon. Habe mal in einer WG in einem älteren Haus gewohnt, da hat jede Tür geknarrt (trotz unserer Versuche, sie zu ölen) oder jede irgendwie anders, da wusste man immer haargenau welche Tür jetzt auf oder zu gemacht wurde (mit Heimlichtuerei war da nichts  :breitgrins:).
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In an age when growing numbers of people tend to think dangerously alike, art's capacity to suspend, even for a moment, our habitual ways of seeing may well prove to be of its greatest value.

Borz

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #32 am: 02. Oktober 2008, 10:37:07 »

Wow! Toll, was hier für Diskussionen gestartet sind :). Ja, der bellende Hund ist ja im Grunde bereits das Symbol für verschnarchte Phrasen. Knarrende Tür, knirschende Auffahrt, Katze in der Gasse ... Man könnte fast einen Maßnahmekatalog aufstellen, was man nicht benutzen darf :).

Viele liebe Grüße

Borz
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Cuddles

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #33 am: 02. Oktober 2008, 10:39:57 »

Also, ich habe eine knarrende Tür. :breitgrins: Na gut, eigentlich quietscht sie eher und das auch nicht immer. Aber es stimmt schon, dieser Satz wird fast immer bei irgendwelchen spannenden Situationen in Büchern verwendet und wirkt dadurch ziemlich abgedroschen.

Saltanah

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #34 am: 02. Oktober 2008, 10:40:14 »

Der Hund ist einfach universell.

Genau. Hunde bellen überall und immer. Also rund um die Uhr (im Gegensatz zu Eulen oder Krähen) und zu jeder Jahreszeit.
Sie sind also überall einsetzbar, in Stadt und Land, auf jedem Kontinent, Tag und Nacht, im Sommer wie im Winter. Kein Wunder also, dass sie uns so oft begegnen.

Ebenfalls häufig startet irgendwo ein Auto oder fährt um eine Ecke. Auch das ist sehr weit verbreitet, wenn auch nicht gerade im guatemaltekischen Urwald. Allerdings leidet das Auto an seiner Tagesuntauglichkeit. Startende Autos fallen eben nur in der Stille der Nacht auf, was beweist, dass das Tier der Maschine doch überlegen ist. :zwinker:
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Bine1970

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #35 am: 02. Oktober 2008, 10:41:15 »

Ich lese ja immer noch Schuld und Sühne von Dostojewski, aber ich kann mich jetzt partout nicht erinnern das auf den bisher 591 gelesenen Seiten irgendwo ein Hund bellte.
Was er aber mit Sicherheit getan hat, da wir ja sehr oft in dunklen Gassen unterwegs sind.

Auch ich werde zukünftig darauf achten.
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liest u.a.
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Da ich eher selten hier bin wünsche ich allen Geburtstagkinder alles liebe und gute

Jaqui

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #36 am: 02. Oktober 2008, 11:03:53 »

Die Diskussion ist wirklich super.  :breitgrins:

Bellende Hunde sind mir schon oft begegnet, aber ich habe sie nie wirklich wahr genommen. Werde jetzt aber darauf achten.

Was mich bei Hohlbein immer genervt hat: "Die Wirklichkeit verschob sich" oder "Die Dunkelheit wurde noch um eine Spur dünkler". Das hat mich immer zur Weißglut gebracht und solche Phrasen kommen in jedem seiner Bücher vor.  :breitgrins:

Katrin
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Valentine

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #37 am: 02. Oktober 2008, 11:07:27 »

Knarzende Treppenstufen sind auch so ein Fall. Gerade in Kinder-Detektivbüchern gibt es immer eine Treppe mit einer Stufe, die man bei irgendwelchen Aus-dem-Haus-schleich-Aktionen niiiie betreten darf bzw. wenn doch, muss man mit ANGEHALTENEM ATEM auf GERÄUSCHE lauschen, aber meistens RÜHRT SICH NICHTS  :breitgrins:

Das sind dann schon mal wieder 5 Euro fürs Phrasenschwein :elch:

Mich nerven auch so blöde Fragen wie "Geht es dir gut" anstelle von "Alles in Ordnung mit Dir" nach irgendwelchen Rettungsaktionen oder traumatischen Ereignissen. Da fragt man doch nicht, ob es demjenigen gut geht ...
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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Borz

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #38 am: 02. Oktober 2008, 12:35:54 »

Aber Achtung! Manchmal muss man auf altbekannte Metaphern zurückgreifen, denn damit lenkt man den Leser in eine wohlig trügerische Sicherheit. Aber man sollte es origineller versuchen als mit nur bellenden Hunden.

"Die Dunkelheit wurde noch ein wenig dunkler" ist allerdings ärgerlich. Entbehrt aber nicht einer gewissen Komik. So wird das Lustige gleich ein wenig lustiger ;).

Viele liebe Grüße

Borz
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melu

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #39 am: 02. Oktober 2008, 12:39:13 »

Frisch gezapft aus meinem Hirn, eine Traumsequenz von letzter Nacht:


Es war noch dunkel, als ich erwachte. Verwirrt hob ich den Kopf und blickte mich um. Die grün schimmernde Anzeige aus meinem TV-Reciever informierte mich , dass es gerade mal fünf Uhr durch war. Ich war unendlich müde. Rasch überprüfte ich meinen Körper auf Gründe, die mich aus dem Schlaf hätten holen können, aber es war nichts zu finden. Ich hatte auch keinen Albtraum gehabt, zumindest konnte ich mich nicht daran erinnern.
Da schrie ein Käuzchen :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins: und mir wurde klar, dass es ebendieses Geräusch war, das mich geweckt hatte. Ein Käuzchen, mitten in der Großstadt? Das ergab keinen Sinn.
Leicht alarmiert, immer noch lähmende Müdigkeit in den Knochen, ging ich auf unsicheren Beinen durch das dunkle Zimmer zum Fenster und öffnete die Jalousien, so dass ich auf den mondbeschienenen Innenhof bei den Garagen sehen konnte. Und tatsächlich: da stand mein Lover, den ich erst für den Tag darauf erwartet hatte, und ahmte die Rufe nach, weil er sehen wollte, ob ich noch wach wäre und er mich schon jetzt besuchen kommen könne, ohne mich dafür extra zu wecken. Mit einem leisen Freudenlaut stürzte ich zur Eingangstür und -



dann bin ich leider aufgewacht - aber ihr seht, ich habe mir die Kritik zu Herzen genommen:

mein Lover hat nicht gebellt!  :breitgrins:
« Letzte Änderung: 02. Oktober 2008, 12:41:04 von melu »
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:schmetterling:

Wer zu lange in sich geht, kommt auf der anderen Seite wieder heraus.

Heimfinderin

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #40 am: 02. Oktober 2008, 12:45:27 »

Mit einem leisen Freudenlaut stürzte ich zur Eingangstür und -

..die knarrte beim Öffnen  :breitgrins:


Stimmt schon, es gibt knarrende Türen, aber die knarren nie, wenn die Person einfach nur so nach Hause kommt und die Tür öffnet. Dann geht sie einfach so auf.
Und die gleichen Türen, die aufeinmal knarren, haben es vorher nicht getan, sonst hätte der Mörder ja nicht so lautlos eindringen können. Die knarren nur bei dem, der vor dem Mörder sich verstecken will.  :rollen:  :breitgrins: Und es kümmert sich auch nie jemand darum, dass die vielen Türen mal geölt werden (auch wenn es nichts nützt  :zwinker: )
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LIEBE GRÜßE
HEIMFINDERIN

Borz

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #41 am: 02. Oktober 2008, 12:46:26 »

Was mich zu der Frage veranlasst: Sind in dem Fall die bellenden Hunde gar keine Hunde? ... Das würfe auf die ganze Sache ein ganz anderes Licht. Uh-oh! :)

Viele liebe Grüße

Borz

P.S.: Zumindest hat dein Traum-Lover nicht gebellt. Wer weiß, was dein realer Lover macht ;).
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nimue

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #42 am: 02. Oktober 2008, 14:54:34 »

Das Pendant zu "Irgendwo bellte ein Hund" ist vermutlich "Irgendwo schlug eine Kirchturmuhr"  :breitgrins:
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

JaneEyre

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #43 am: 02. Oktober 2008, 14:55:29 »

Das habe ich mich auch gefragt was der reale wohl für Töne von sich gibt  :klatschen:
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Liebe Grüße
JaneEyre

Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück
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melu

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #44 am: 02. Oktober 2008, 15:14:13 »

Euch erzähl ich nochmal was!  :breitgrins:
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Wer zu lange in sich geht, kommt auf der anderen Seite wieder heraus.