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Autor Thema: Alan Bennett - Die souveräne Leserin  (Gelesen 3034 mal)

Wendy

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Re: Alan Bennett - Die souveräne Leserin
« Antwort #15 am: 11. März 2009, 11:39:51 »

Erstaunt hat mich, dass es, außer einem Küchenjungen, niemanden gab, der Verständnis für das neue Hobby der Queen hatte, oder es sogar teilte.

Naja, wieviele Leute in deinem näheren Umfeld gibt es, die deine Lesesucht so richtig verstehen oder sogar teilen? Ohne dieses Forum würde ich persönlich mich sehr verloren fühlen.  :zwinker: Insofern finde ich es nicht so abwegig, dass auch die Queen mit ihrem Hobby fast komplett alleine ist.
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Aurian

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Re: Alan Bennett - Die souveräne Leserin
« Antwort #16 am: 11. März 2009, 19:18:17 »

Erstaunt hat mich, dass es, außer einem Küchenjungen, niemanden gab, der Verständnis für das neue Hobby der Queen hatte, oder es sogar teilte.

Naja, wieviele Leute in deinem näheren Umfeld gibt es, die deine Lesesucht so richtig verstehen oder sogar teilen? Ohne dieses Forum würde ich persönlich mich sehr verloren fühlen.  :zwinker: Insofern finde ich es nicht so abwegig, dass auch die Queen mit ihrem Hobby fast komplett alleine ist.
Da hast du schon irgendwie recht.  :gruebel: Es gibt wirklich sehr wenige Menschen in meinem Umfeld, die so viel lesen wie ich und die sogar einen ähnlichen Buchgeschmack haben. Die Queen hätte sich sicher über ein Forum wie "Literaturschock" gefreut. Aber stell dir nur vor auf wieviel Unverständnis bei ihrem Hofstaat sie gestoßen wäre, wenn sie dann auch noch ständig im Internet surfen würde.  :breitgrins:
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Bettina

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Re: Alan Bennett - Die souveräne Leserin
« Antwort #17 am: 16. April 2009, 12:34:15 »

Du kannst das Forum ja mal vorschlagen: Hier :breitgrins:
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Aurian

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Re: Alan Bennett - Die souveräne Leserin
« Antwort #18 am: 16. April 2009, 15:57:24 »

Du kannst das Forum ja mal vorschlagen: Hier :breitgrins:
:elch:
Vielleicht kommt dann ja als Antwort: "The queen is very amused." :breitgrins:
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Bettina

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Antw:Alan Bennett - Die souveräne Leserin
« Antwort #19 am: 02. Juli 2009, 14:29:10 »

Ich habe Literaturschock im Buckingham Palace zwar noch nicht empfohlen, aber das Bennett-Buch empfehle ich an dieser Stelle gerne weiter:

Meine Eindrücke
Der Bücherbus im Buckingham Palace lässt das strenge Hofprotokoll aus den Fugen geraten: Zwar ist die erste Lektüre der Queen ein Griff daneben und trockene Kost, aber bereits die weitaus bessere zweite sorgt dafür, dass die Queen eine treue Bibliotheksnutzerin wird. Ihr zur Seite steht ein Küchenjunge, der sich dank seiner Tipps und auch in Ermangelung anderer Gleichgesinnter plötzlich in steter Nähe zur Queen bewegen darf. Dem royalen Gatten ist's gleichgültig; weniger Gefallen findet der Privatsekretär an der neuen Beschäftigung seiner Dienstherrin. Sie wird chronisch unpünktlich und übersieht z. B. immer wieder, dass sie Kleidungsstücke mehrfach trägt.

Es stellt sich heraus, dass die Queen sicher wenig Erfahrung mit Belletristik hat, dafür aber mit deren Autoren. Der einen hat sie einen Orden verliehen, einen anderen bei Banketten mit royalen Smalltalk Anerkennung gezollt. Verbunden mit dem neuen Hobby beginnt die Queen, sich Gedanken über ihre Mitmenschen zu machen und immer wieder vom strengen Hofprotokoll abzuweichen. Zeit für's Personal, der Queen die Vorlieben ganz intrigant madig zu machen.

Ganze 115 Seiten hat Bennetts Werk, aber es ist gespickt mit Witz und Charme und mit ganz und gar britischem Humor (bestes Beispiel dafür ist der Überraschungseffekt am Ende). Fast jeder Seite gelingt es, micht zum Schmunzeln zu bringen und überall stecken kleine, aber feine Gedanken über die Literatur, die das Zeug zum Aphorismus haben. Ein perfektes Geschenk für den begeisterte Leser, wäre da nicht die Gefahr, dass der das schon längst besitzen könnte ;-)

5ratten
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mombour

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Antw:Alan Bennett - Die souveräne Leserin
« Antwort #20 am: 15. November 2009, 12:05:59 »

Bennett beschreibt Dinge, die jeder Leser wiedererkennt. Wie ein Buch zum nächsten führt, das Anlegen von Leselisten, Notizen über das Gelesene. Aber auch, wie die Umwelt oft mit Unverständnis auf die ständige Lektüre reagiert und versucht diese zu unterbinden.

Hallo,

Warum sollte ich ein Buch in den Himmel hochloben, wenn ich Schrullen der Leser als Leser selbst kenne? Darum hat das Buch kaum neues zu bieten, nur denjenigen evtl., die nicht lesen.

Natürlich habe ich gelacht, schöne komische Stellen und warum Portnoys Beschwerden im Bücherstapel ganz unten versteckt wird, habe ich auch verstanden. Trotzdem, mir reicht es nicht. Wenn man schon über übliche Schrullen von Leseratten schreiben will, so hätte meiner Ansicht nach diese Erzählung, um noch interesssant bleiben zu können, als vollverrückte Groteske geschrieben werden müssen. Alan Bennett ist mir einfach zu brav.


Man kommt nicht umhin zu lachen, wenn Frau Königin den französischen Präsidenten nicht wie vorgesehen nach der Anreise fragt, sondern was er von einem Skandalautor des 19.Jahrhunderts weiß.

Es geht um den Franzosen Jean Genet (1910-1986, also 20. Jahrhundert). Diese Szene ist amüsant, ja.

Für mich eine nette Lektüre mal so zwischendurch, mehr aber nicht.

"Cosi fan tutte" werde ich später mal lesen. Mal sehen wie darin der schwarze Humor ist.

Liebe Grüße
mombour
« Letzte Änderung: 15. November 2009, 19:57:27 von mombour »
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