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Autor Thema: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen  (Gelesen 2332 mal)

Seychella

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Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« am: 18. September 2008, 10:57:41 »

 :winken:

Diesmal habe ich mich für Norwegen entschieden - wie sind eure Erfahrungen mit diesem Leseland?
Was hat gefallen, was liegt noch auf eurem SuB?

Gelesen habe ich scheinbar nur zwei Bücher.

Einmal wäre da der erste Teil der Nordland-Saga von Andreas Bull-Hansen, Die Tränen des Drachen.

Für meinen Geschmack eher mittelmäßig, es ließ sich zwar gut lesen und auch ein paar schöne Ideen wurden verwendet - das ganze war mir aber zu oberflächlich.

Und dann wäre da noch "Pferde stehlen" von Per Petterson.

Die Gedanken eines älteren Mannes und die tollen Naturbeschreibungen fand ich klasse, leider hat mir das Ende nicht besonders gefallen - für mich war es irgendwie unrund und mittendrin vorbei.

Auf meinem SuB liegen noch diese Titel:
Tor Åge Bringsværd - Die wilden Götter
Elche am Fjord. Die schönsten norwegischen Wintergeschichten
Lars Mytting - Fyksens Tankstelle
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Cuddles

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #1 am: 18. September 2008, 11:16:42 »

Hallo!

In norwegischer Literatur bin ich noch sehr unbewandert, obwohl mich das Land fasziniert. Da ich das ändern möchte, freue ich mich natürlich auch über viele Buchtipps. "Die Tränen des Drachen" hört sich ganz interessant an.

Auf meinem SUB liegt:
Ketil Bjørnstad - Vindings Spiel

stefanie_j_h

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #2 am: 18. September 2008, 11:26:10 »

Ich habe bisher die Elling-Tetralogie von Ingvar Ambjørnsen gelesen:

Ausblick auf das Paradies
Ententanz
Blutsbrüder
Lieb mich morgen


Inzwischen gibt es alle vier in einem Band:


Mir haben die Bücher sehr gut gefallen, es geht um den psychisch kranken Sonderling Elling, der seine ganz eigene Sicht auf die Welt hat.

Jostein Gaarder, einer meiner Lieblingsautoren, ist auch Norweger.
Sofies Welt dürfte sein bekanntestes Buch sein:


Besonders empfehlen würde ich aber das Kartengeheimnis
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Cuddles

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #3 am: 18. September 2008, 11:32:32 »

Jostein Gaarder, wie konnte ich den vergessen. :wand: Sophies Welt und Das Kartengeheimnis habe ich gelesen, als ich so 13/14 war und fand beide sehr gut.

Sehr schön fand ich auch von ihm: Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort



Leider ist mir meine Ausgabe durch einen Umzug verschütt gegangen. :traurig:

Valentine

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #4 am: 18. September 2008, 11:36:55 »

Die Gaarders sind spitze, ich mochte die alle sehr :daumen:

Ansonsten habe ich aus Norwegen folgendes gelesen:


Toril Brekke - Linas Kinder. Ich fand's eher spröde.


Herbjørg Wassmo - Dinas Vermächtnis mochte ich gerne. Ist allerdings der 3. Band einer Trilogie, ich habe es aber "solo" gelesen.


Und die Krimis von Anne Holt, wobei ich da nur "In kalter Absicht" kenne.
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mombour

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #5 am: 18. September 2008, 12:45:20 »

:winken:


Und dann wäre da noch "Pferde stehlen" von Per Petterson.

Die Gedanken eines älteren Mannes und die tollen Naturbeschreibungen fand ich klasse, leider hat mir das Ende nicht besonders gefallen - für mich war es irgendwie unrund und mittendrin vorbei.


Per Petterson ist einer meiner norwegischen Favoriten. Der andere heißt Knut Hamsun, u.a. hat mir besonders "Das letzte Kapitel" gefallen (dazu gibt es kein amazon-Bildchen). Auch "Segen der Erde" ist ein Roman, der mir ans Herz gewachsen ist.



Liebe Grüße
mombour
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Aldawen

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #6 am: 18. September 2008, 12:49:06 »

Recht schön war   Jon Fosse: Morgen und Abend, eine zarte Geschichte über den Tod.

Dieses Jahr gelesen und auch nicht schlecht gefunden (und hier im Forum rezensiert):

  Jens Bjørneboe: Haie, Meuterei und Taifun als Hauptgeschichte ganz gut, die pseudo-philosophischen Einsprengsel kann man überlesen.

  Geir Pollen: Hutchinson's Nachf., eine Spurensuche in der Familie.

Auf meinem SuB liegen noch:



  • Erik Fosnes Hansen: Choral am Ende der Reise
  • Edvard Hoem: Die Geschichte von Vater und Mutter

Mit etwas kritischer Distanz zu lesen, aber immer noch interessant sind auch die Bücher von Thor Heyerdahl.

Schönen Gruß,
Aldawen
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Valentine

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #7 am: 18. September 2008, 13:28:22 »

Oh ja, der "Choral" war auch ein sehr schönes Buch :daumen:
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HoldenCaulfield

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #8 am: 18. September 2008, 13:33:16 »

Hm Anne Holt mag ich zwar ganz gerne, aber ihre Krimis sind trotzdem eher durchschnittlich.
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nikki

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #9 am: 18. September 2008, 14:28:23 »

Hallo!

Ich kenne nicht viele norwegische SchrifstellerInnen. Neben dem erwähnten Per Petterson und Knut Hamsun fällt mir noch der Dramatiker Henrik Ibsen und der Krimiautor Jo Nesbø ein.





Liebe Grüße
nikki

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Ich lese gerade:
Lion Feuchtwanger - Der jüdische Krieg

Saltanah

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #10 am: 18. September 2008, 19:36:49 »

Ich wollte gerade schreiben, dass ich an norwegischen Autoren nicht besonders viel kenne, aber irgendwie haben da doch einige den Weg in meine Regale gefunden.

Da ist natürlich erst mal Henrik Ibsen, von dem ich ziemlich viele Theaterstücke gelesen und einige auch auf der Bühne und/oder im Fernsehen gesehen habe. Zu recht ein Klassiker.

Noch ein wenig "klassischer" (älter) ist der norwegisch-dänische Dramatiker Ludvig Holberg, von dem ich einige Komödien gelesen habe ("Jeppe vom Berge", "Der politische Kannengießer", "Erasmus Montanus").

Von Alexander Kielland habe ich vor 15-20 Jahren "Garman & Worse" gelesen. Dem Klappentext zufolge kann sich der "Familienroman eines norwegischen Reeder- und Kaufmannshauses" neben Manns Buddenbrooks sehen lassen. Meine Erinnerung an das Buch ist sehr schwach; einen besonderen Eindruck hat es nicht hinterlassen. Zwei weitere Romane subben auf norwegisch ("Kapitän Worse", "Jakob").
   

Von der Nobelpreisträgerin Sigrid Undset habe ich immer noch nichts gelesen. Es subben ihre historischen Romane "Kristin Lavranstochter" und "Olav Audunsson".
     

Einen tiefen Eindruck hat Tarjei Vesaas' "Eis-Schloss" mit seiner unglaublich dichten Sprache und starken Bildern und Symbolen gemacht. Seine "Vögel" subben noch.
 

Das erste Buch, das ich je auf norwegisch gelesen habe, stammt von Tor Åge Bringsværd. Heute frage ich mich, wieviel ich damals (ohne jegliche Norwegisch- und mit lückenhaften Schwedischkenntnissen) davon verstanden haben kann, aber gefallen hat mir der Roman über den Kinderkreuzzug "Gobi. Barndommens måne" ("Mond der Kindheit") jedenfalls. Weitere Romane subben ("Die Pinocchio-Papiere", "Stadt der Metallvögel", "Minotaurus")
     

Valentine erwähnte Herbjørg Wassmo schon. Ich habe das erste Buch der Trilogie gelesen: "Das Buch Dina".


Jan Kjærstads Thriller Rand hat mich ebenso begeistert wie verwundert, wie ihr in der Leserunde nachlesen könnt.  "Der Verführer" subbt noch.
 

Weiterhin subben noch ein Sammelband mit drei Romanen von Amalie Skram, Anne B. Ragdes "Einsiedlerkrebse" (leider der zweite Teil einer Trilogie), "Das achte Gebot" von Anne Holt, "Ein Meer aus Zeit" von Merete Morken Andersen und Cora Sandels Alberte-Trilogie ("Alberte und Jakob", "Alberte und die Freiheit", "Alberte und das Leben").
   

Schließlich finden sich auch noch Liv Ullmans Autobiographie "Gezeiten", "Der Buchhändler von Kabul" von Åsne Seierstad.


(Knut Hamsun erwähne ich mit Absicht nicht - ich kann ihn nicht ausstehen!)
(Ach ja - Jostein Gaarders Das  Kartengeheimnis habe ich in einer Leserunde gelesen und festgestellt, dass der Autor nichts für mich ist. "Sofies Welt" hatte ich schon vorher zweimal entnervt abgebrochen.)
« Letzte Änderung: 18. September 2008, 19:38:57 von Saltanah »
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Seychella

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #11 am: 19. September 2008, 12:45:13 »

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich noch zwei ungelesene Bücher vergessen habe:
Anne B. Ragde - Der Arsenturm
Margit Sandemo - Der Zauberbund (Die Saga vom Eisvolk 1)



Und eine Frage an die Gaarder-Leser:
Welches Buch eignet sich denn zum Einstieg?
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Cuddles

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #12 am: 19. September 2008, 14:15:53 »

Und eine Frage an die Gaarder-Leser:
Welches Buch eignet sich denn zum Einstieg?

Puh, das ist eine schwierige Frage. :gruebel:
Ich habe damals mit "Sofies Welt" angefangen, weil ich es geschenkt bekommen habe. Das ist aber als Einstieg vielleicht nicht ganz das beste, ich würde da eher "Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort" empfehlen (jedenfalls von denen, die ich gelesen habe), das ist nicht ganz so dick und hat auch nicht so viele Exkurse zur Philosophiegeschichte wie "Sofies Welt".

Valentine

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #13 am: 19. September 2008, 14:46:46 »

"Durch einen Spiegel ..." ist sehr schön, aber auch traurig. "Das Kartengeheimnis" wäre auch eine gute Sache als Einstieg.
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HoldenCaulfield

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 19: Norwegen
« Antwort #14 am: 19. September 2008, 17:30:58 »

Ibsen würde mich persönlich ja sehr interessieren. Durch den Deutschkurs werden wir von unsrer Lehrerin immer wieder auf ihn hingewiesen und ich komm einfach nicht dazu mal irgendetwas von ihm zu beginnen.
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