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Autor Thema: Toni Morrison - Solomons Lied  (Gelesen 544 mal)

Breña

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Toni Morrison - Solomons Lied
« am: 13. September 2008, 18:14:56 »

 

Klappentext
Toni Morrison- Nobelpreisträgerin von 1993- beschwört mit magischer Klugheit und souveräner Fantasie die Familie der Deads herauf: die in trister Ehe welkende Ruth, ihren Sohn Milchmann, der sich danach sehnt, fliegen zu lernen, und die Suche nach dem mythischen Familienschatz aufnimmt, begleitet von der zauberkräftigen Heilerin Pilate, verfolgt von ihrer liebeskranken Enkelin Hagar. .. Eine große Erzählerin zeigt uns hier, dass noch zu dem unbegreiflichsten Geschehen ein verborgener Schlüssel existiert. Wer Toni Morrisons Gestalten einmal begegnet ist, dem bleiben sie für immer Gefährten.

Meine Meinung
Milchman Dead versucht mit 32 aus der Enge seines Elternhauses auszubrechen, und dabei entfaltet sich die Geschichte der Familie Dead, die nicht immer ganz von dieser Welt ist. Rassismus und die Unterdrückung von Frauen sind zentrale Themen, aber auch Liebe in ihren verschiedenen Formen und damit zusammenhängendes Leid. Die Protagonisten sind sehr eigen, wirklich sympatisch war mir niemand, obwohl die Motive ihres Handelns deutlich werden. Die Namen der Personen lassen auf ihren Charakter oder auch ihre Funktion innerhalb der Erzählung schliessen, wobei ihre Vorbilder meist aus der Bibel stammen. Aber wichtig erscheint auch, dass Namen sich manchmal ändern 'müssen'.
Durch die Erzählung ziehen sich einige Motive, sei es das Singen, Fliegen, die Bedeutung von Geschichte bzw. Geschichten... Die Sprache ist wunderbar bildreich. Einzig die Umgangssprache während der wörtlichen Rede hat genervt, aber vielleicht kann man das auf die Übersetzug schieben, die ich hatte.

Auch dieses Buch habe ich vor meiner Literaturschock-Zeit gelesen, nämlich 2006. Ich hatte mir vorgenommen, es bei Gelegenheit nochmal zu lesen, da mir beim ersten Lesen bestimmt einige Zusammenhänge entgangen sind. Allerdings ist Solomons Lied kein Buch, bei dem man nach einem langen Tag entspannen kann.

Viele Grüße
Breña
Gespeichert
"Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht."  J. L. Borges