Wenn ich ein Buch nicht gerade geschäftlich lesen *muss*, kommt es weg, wenn es mich nervt. Unnütz plagen lasse ich mich nicht.
Und darauf, dass ich irgendwann gescheiter werde und ein Werk doch noch verstehe, brauche ich nicht mehr zu warten. Ich hab das Schwabenalter längst überschritten. Man sagt ja, wir werden mit 40 gescheit. Da aber damals nix passiert ist, habe ich beschlossen, die Hoffnung aufzugeben.
Eine zweite Chance kriegt ein Buch nur dann, wenn Leute, auf deren Geschmack ich zählen kann, mich zum Durchhalten animieren und sagen, die ersten 50 Seiten sind zwar fad, aber dann wird's noch ganz toll.
Es gibt allerdings Bücher, die sind so unglaublich grottenschlecht, dass es schon wieder Spaß macht, sie zu lesen. Ich denk an "Die Truhen des Archimboldo". Den Schweinkram habe ich weiträumig überblättert und mich über das verbleibende Drittel mit Begeisterung aufgeregt. Und wie hieß dieser Knaller, der in den 80-er Jahren die Fantasy-Serie GOR schrieb? Mei, war das grottig! Ich hab mich köstlich amüsiert.