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Autor Thema: Schwierig, schwierig...  (Gelesen 3835 mal)

*Trinity*

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Schwierig, schwierig...
« am: 28. Februar 2005, 08:18:06 »

Hallo liebe Lese-Fans!

Ist es Euch eigentlich schon mal passiert, dass Ihr ein Buch weggelegt habt, weil es entweder total mies geschrieben oder zu schwierig gewesen ist für Euch? Oder beißt Ihr Euch da einfach durch?

Mir ist das mal passiert bei einem Krimi. Als ich die ersten Seiten las tauchten immer wieder andere Orte, Jahreszahlen und Namen über Namen auf, dass ich irgendwann garnicht mehr durchgeblickt, und das Buch bald weg gelegt habe.  :redface:

"Eine Finca auf Mallorca" habe ich auch nicht lange gelesen, wegen dem absolut miesesten Schreibstil den ich je kennen gelernt habe!

Bin gespannt auf Eure Antworten!

Gruß,
Trinity
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Kirsten

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #1 am: 28. Februar 2005, 08:50:59 »

Hallo Trinity!

Normalerweise beiße ich mich durch meine Bücher durch. Ein kleines bisschen kann ich jedem Buch abgewinnen. Ich lese das Buch, mit dem ich nicht so richtig weiterkomme, als Zweitbuch. So komme ich jeden Tag ein paar Seiten weiter und bleibe in der Handlung, aber ich verliere nicht die Lust am Lesen, weil ich eben nur dieses eine Buch lese. Nur einmal habe ich bis jetzt aufgegeben: bei "Catch 22" von Josef Heller. Damit konnte ich gargarüberhauptnix anfangen und weil es ein BibBuch war, habe ich es direkt wieder zurückgegeben.

Liebe Grüße:winken:
Kirsten
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bröckchen

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #2 am: 28. Februar 2005, 09:49:20 »

da fällt mir doch spontan Das Foucaultsche Pendel von Umberto Eco ein. da half auch kein durchbeissen mehr.
dass ich ein buch (wie in diesem fall) einfach aufgebe, passiert mir zum glück recht selten. aber in diesem fall hab ich echt die weisse fahne schwenken müssen...

bröckchen
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:leser:
Verdammnis - Stieg Larsson
Baader Meinhof Komplex - Stefan Aust

Thanquola

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #3 am: 28. Februar 2005, 10:13:03 »

Das kommt ganz darauf an. Wenn es ein Buch aus der Bibliothek ist, und ich merke, dass ich nicht damit zurechtkomme, geb ich es einfach zurück. Falls es mein eigenes ist, versuch ist erstmal schon, mich durchzuboxen. Es kommt auch immer drauf an. Wenn der Schreibstil kompliziert ist, kann ich eher durchhalten als wenn ich (aus irgendeinem Grund) mit dem Buch nicht warm werde. Wenn zu viele Begriffe vorkommen, fange ich evtl. noch mal von vorne an, beim zweiten Mal ist es dann meist nicht mehr so verwirrend.
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Bluebell

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #4 am: 28. Februar 2005, 10:40:27 »

Hi,

ich habe bei Dantes Göttlicher Komödie kapituliert. Die Hölle hat mir noch gefallen, am Läuterungsberg bin ich ins Stottern geraten, und im ersten Drittel des Paradieses hab ich dann endgültig die weiße Fahne geschwenkt.
700 Jahre alte Sprache im Versmaß PLUS haufenweise (religiöse) Symbolik PLUS zigtausend Namen von wichtigen und unwichtigen Florentinern ... irgendwann war mir das zu anstrengend, obwohl mir gar nicht mehr sooo viel gefehlt hätte.

Liebe Grüße,
Bluebell

EDIT: Aber Sandhofer hat mir ja zumindest einen ehrenhaften "Heldentod" zugestanden ...  :bang:
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"Date a girl who reads. Date a girl who spends her money on books instead of clothes. She has problems with closet space because she has too many books. Date a girl who has a list of books she wants to read, who has had a library card since she was twelve."

Kringel

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #5 am: 28. Februar 2005, 11:04:32 »

Im letzten Drittel von Hawkings "Eine kurze Geschichte der Zeit" habe ich gemerkt, daß ich eigentlich nicht mehr begreife, was ich gerade lese...
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Manjula

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #6 am: 28. Februar 2005, 14:53:03 »

Hallo *Trinity*,

mies geschriebene Bücher lege ich relativ schnell weg, da ist mir meine Zeit zu schade  :zwinker: .

Bei "schwierigen" fällt mir das eher schwer, weil ich immer denke, konzentrier Dich, dann wirst Du´s auch verstehen. So habe ich mich z.B. durch den "Herbst des Patriarchen" von Gabriel Garcia Marquez durchgebissen, der für mich durch seine Zeitwechsel, die ständigen Wiederholungen, vor allem aber durch die Länge seiner Sätze (die gingen ungelogen teilweise über mehr als 10 Seiten  :entsetzt: ) extrem schwer lesbar war. Mehrere Anläufe habe ich auch für Dr. Schiwago gebraucht, nach den ersten 15 Seiten hat mir immer von den ganzen russischen Namen der Kopf gebrummt - aber das Weiterlesen hat sich dann gelohnt.

Schmählich aufgegeben habe ich bei einem Buch mit "mathematischen Kurzgeschichten" - trotz LK hab ich weniger als 10% verstanden  :redface:

Liebe Grüße
Manjula
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Medora

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #7 am: 28. Februar 2005, 16:38:24 »

Jau,

ging mir schon oft so - aus beiden Gründen.  :sauer: Manchmal bekommt so ein Buch noch eine zweite Chance, manchmal auch nicht...

Grüßle,
Medora
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Valentine

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #8 am: 28. Februar 2005, 16:59:14 »

Zitat von: Manjula
mies geschriebene Bücher lege ich relativ schnell weg, da ist mir meine Zeit zu schade  :zwinker: .


Geht mir ganz genauso. Langweilige, schlechte, doofe, sexistische oder auch extrem an den Haaren herbeigezogene Bücher breche ich ganz einfach ab, fertig, aus.
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
George Eliot: Middlemarch

Ingroscha

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #9 am: 28. Februar 2005, 17:45:08 »

Wenn mir ein Buch gar nicht liegt, wie jetzt zuletzt "Die Schwertkämpferin" höre ich einfach auf es zu lesen, was soll das sonst? Wenn mir ein Buch nicht sooo gut gefällt, es mich aber trotzdem interessiert, lese ich weiter. So geschehen beim Osten Ard-Zyklus von Tad Williams. Also allzu schnell gebe ich nicht auf  :breitgrins:
Ich mag es hin und wieder ganz gerne auch mal "schwierige", besser gesagt anspruchsvolle Literatur zu lesen. Bei der "Ilias" von Homer bin ich z. B. weiterhin dran, sehr beeindruckendes Buch! "Selbstbetrachtungen" von Marc Aurel habe ich allerdings nahezu aufgegeben, da ich a) nicht ganz sicher bin, dass ich überhaupt verstehe, wovon er spricht und es b) auch noch todlangweilig finde.
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LG Ingroscha 
*Mantra murmelt*: "Bücher sind zum Lesen da, nicht zum Rumstehen."
Und Zitat Annabas: "Dieses Jahr wird alles besser."  :smile:

Pinky

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #10 am: 28. Februar 2005, 17:48:31 »

Also wenn mir ein Buch nicht gefällt versuch ich mich zwar durch zu kämpfen, doch wenn ich merke das wenn ich nur schon an das Buch denke ich dann einschlaf lege ich es bei seite und wende mich einem intressanterem Buch zu.
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Ein nicht zu Ende gelesenes Buch gleicht einem nicht zu Ende gegangenen Weg.
(Weisheit aus China)

Gruß Pinky

Galadriel43

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #11 am: 28. Februar 2005, 18:15:46 »

Ich gebe nicht auf, ich verschiebe auf weisere Zeiten :breitgrins:

Es gibt Bücher, die ich zum Zeitpunkt des ersten Versuchs überhaupt nicht verstanden habe und einige Jahre später dann wohl, weil ich eben an persönlicher Erfahrung gewonnen habe. :redface:
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Liebe Grüße
Galadriel

Das Lächeln ist eine Kurve, die manches gerade biegt.

Pinguin

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #12 am: 28. Februar 2005, 18:49:39 »

Zitat von: bröckchen
da fällt mir doch spontan Das Foucaultsche Pendel von Umberto Eco ein. da half auch kein durchbeissen mehr.
dass ich ein buch (wie in diesem fall) einfach aufgebe, passiert mir zum glück recht selten. aber in diesem fall hab ich echt die weisse fahne schwenken müssen...

bröckchen


Hallo Bröckchen,

das ist genau eines der wenigen Bücher, bei dem ich auch die Flinte ins Korn geschmissen habe!

Aber ich gehe eigentlich immer mehr dazu über, Bücher, die mir nicht gefallen, nicht weiterzulesen, denn schließlich hat man sowieso viel zu wenig Zeit zum Lesen und die möchte ich nicht mit "Quälereien" vergeuden...
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Die Literatur ist die angenehmste Art und Weise, das Leben zu ignorieren.
(Fernando Pessoa)

Ingroscha

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #13 am: 28. Februar 2005, 18:59:38 »

Zitat von: Galadriel43
Ich gebe nicht auf, ich verschiebe auf weisere Zeiten :breitgrins:

Sehr gut, die Aussage gefällt mir  :smile:  Trifft bei mir auch manchmal zu, der Wüstenplanet war für mich mit 13 auch noch etwas zu schwierig, später habe ich ihn dann aber wirklich lieben gelernt!
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LG Ingroscha 
*Mantra murmelt*: "Bücher sind zum Lesen da, nicht zum Rumstehen."
Und Zitat Annabas: "Dieses Jahr wird alles besser."  :smile:

Saltanah

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Schwierig, schwierig...
« Antwort #14 am: 28. Februar 2005, 19:50:42 »

Zitat von: Bluebell

ich habe bei Dantes Göttlicher Komödie kapituliert. Die Hölle hat mir noch gefallen, am Läuterungsberg bin ich ins Stottern geraten, und im ersten Drittel des Paradieses hab ich dann endgültig die weiße Fahne geschwenkt.
700 Jahre alte Sprache im Versmaß PLUS haufenweise (religiöse) Symbolik PLUS zigtausend Namen von wichtigen und unwichtigen Florentinern ... irgendwann war mir das zu anstrengend, obwohl mir gar nicht mehr sooo viel gefehlt hätte.

Oh, wie gut ich dich verstehe, mir ging es genau so! Hölle recht gut, Läuterungsberg naja, Paradies unendlich langweilig. Ich habe auch nach ungefähr einem Drittel Paradies aufgehört, hab's dann aber nach ca einem Jahr doch noch zu Ende gelesen, nur um angeben zu können: "Göttliche Komödie? Na klar, kenn ich, hab ich gelesen."

Saltanah
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