Ich habs endlich geschafft, nachdem Band I bestimmt 3 Jahre subbte

Dafür hatt ich ihn in 2 Tagen durch, genauso wie Band II und jetzt wart ich auf Band III, der frühestens morgen kommt *grummel*
Die Namen sind mir als erstes aufgefallen (beim Blick auf die Karte). Vieles erinnert an den HdR in leicht veränderter Form...Furnost > Fornost, Isenstar > Isengard, Beirland > Beleriand, Ardwen > Arwen, Beor > Beorn usw
Die Verschiedenartigkeit der Namen hat mich auch gestört, denke auch daß Paolini als er anfing vermutlich von seiner Lieblingsfantasy inspiriert war, allerdings nicht gut durchdacht hat, daß es womöglich nicht zusammen passt. Dafür gibt er aber in Band II eine Erklärung ab, die einigermaßen logisch ist, ich würde behaupten um den Fehler wieder gutzumachen, der ihm im Nachhinein dann auch aufgefallen ist

So schlimm find ich das aber nicht (der legendäre Horst ist mir übrigens gar nicht aufgefallen

).
Alles in allem gibt es viele Anleihen bei anderen Geschichten, da die Geschichte aber unglaublich spannend ist (zumindest für mich), kratzt mich das jetzt recht wenig

Zu diesen Kritikpunkten...
Ich hab Eragon zu Weihnachten von meiner Oma bekommen und es natürlich gelesen, auch wenn ich es ansonsten nie angerührt hätte - schon allein, weil ich nicht auf Drachen-Geschichten stehe.
Negatives:
- Für meinen Geschmack ist die ganze Geschichte zu stereotypisch-märchenhaft angelegt. Es gibt keine Charakterentwicklung auf geistiger Ebene der Hauptfiguren (damit meine ich eventuelle Gesinnungsverschiebungen); die Rollen Gut und Böse sind klar verteilt; die Hauptfigur ist sowieso der tollste, beste, stärkste in allen Disziplinen (Ein 15-jähriger Junge, der in etwas über einem halben Jahr zu einem Muskelberg mutiert und dazu noch jede Menge Magie beherrscht? Also bitte.
)
Stimmt meiner Meinung nach ganz und gar nicht! Gut, ich habe auch den 2. Band gleich danach gelesen, aber bei einer Trilogie haben die Charaktere auch mehr Zeit sich zu entwickeln, das muß nicht gleich im ersten Band komplett passieren.
Spätestens im 2. Band macht Eragon eine große Entwicklung durch und wie schon am Ende von Band I stellt er auch hier fest, daß er eben gerade nicht der tollste, stärkste und beste ist.
Und auch Gesinnungswechsel gibt es, in mehrere Richtungen
- Elfen. Ich weiß, es ist meine persönliche Auffassung, aber es kotzt mich dermaßen an, dass überall Elfen die schönsten und tollsten sind. Sie sind schon so was wie die 'Herrenrasse' der Fantasy, wenn ich mal diesen Vergleich ziehen darf.
1.) Sie sind unsterblich (auf natürlicher Ebene, durch Gewalteinwirkung natürlich), 2.) sie sind allwissend, 3.) sie sind superstark und -athletisch, 4.) sie sind wunderschön.
Auch hier kann ich dem so nicht zustimmen. Im ersten Band mag das noch sein, aber im 2. werden auch sehr schön die Schwächen der Elfen angesprochen und ich verrate nicht zu viel, denke ich, wenn ich sage daß die Elfen nicht unsterblich, sondern es nur nahezu sind und es gibt auch dazu eine Erklärung warum das so ist und die finde ich nun wieder sehr stimmig

Allein die Erklärung warum die Elfen so schön sind, fand ich irgendwie erschreckend.
- Es gibt eine Stelle, an die ich mich noch ganz genau erinnere, auch wenn ich vieles andere sonst vergessen habe:
Als Eragon das kleine Mädchen segnet, bleibt irgendein glänzender Stern auf ihrer Stirn zurück und man sagt, sie sei gesegnet und wird sicher ein gesundes, beliebtes Kind werden. Ich hab mir gedacht: Das arme Mädchen, das wird sein ganzes Leben Außenseiterin sein, so entstellt, wie sie ist. Das ganze Leben mit so einem Mal herumlaufen zu müssen...
Und nicht zu vergessen, ihre Kindheit wird furchtbar sein. Denn Kinder sind grausam untereinander, die machen sich gegenseitig fertig. Na gut, vielleicht ist das zu sehr in den Maßstäben unserer Welt gedacht. In einer Uns-geht-es-so-schlecht-weil-wir-einen-grausamen-Herrscher-haben-aber-wir-sind-trotzdem-alle-fröhlich-Welt wie der von Eragon gibt es solche Diskriminierungen und Hexenjagden sicher nicht.
Wir sind in der Fantasy, das Mal ist kein Makel sondern eine Auszeichnung, außerdem bekommt sie es von Saphira und nicht von Eragon, der wäre dazu gar nicht in der Lage

Der Segen Eragons ist eine andere aber dazu liest man auch besser erstmal Band II.
So, das war meine Meinung. Und bevor es mir jemand sagt, ja, ich bin ein Nörgler, der vor allem nur das Schlechte sehen kann. So bin ich eben und deshalb kann ich dieses Buch nicht mögen. Ich mag einfach keine Gute-schöne-Welt-Romane, weil die Welt nun einmal nicht gut ist.
Als gute schöne Welt würd ich es ganz und gar nicht bezeichnen und ein reiner Gut gegen Böse-Roman ist es auch nicht, dazu gibt es zu viele unterschiedliche Strömungen.
Aber letztlich st wie immer alles Geschmackssache.
Von mir gibts
