Mir ging es da eigentlich wie Samia! Ich bin jetzt, im Nachhinein, über die vielen schlechten Kritiken erstaunt, denen ich nach der Leseprobe noch 100% zugestimmt habe...

Ich fand es nach ca 100 Seiten richtig spannend...
Der Stoff mag ja gut recherchiert sein, aber die Umsetzung hat mir leider gar nicht gefallen. Die Personen wirken hölzern und unpersönlich und der Schreibstil ist alles andere als flüssig.
Das empfand ich überhaupt nicht so. Es ist nicht schlechter geschrieben als die Krimis, die ich zum Vergleich heranziehen kann. Es ist, so gebe ich zu, nicht mein Genre, und wirklich viele Krimis/Thriller hab' ich auch noch nicht gelesen. Mankell hab' ich versucht und P. D. James (beide in deutscher Übersetzung) sowie Agatha Christie (im Original) (sonst fällt mir nur die Knickerbockerbande ein -> die sind allerdings toll!!!!) und zumindest die beiden erstgenannten haben mir noch weniger gefallen, als dieses Werk Wickerts.

Und zumindest der Richter Jacques kam mir überhaupt nicht unpersönlich vor...
Abzüge mache ich, weil ich auch ständig das Gefühl hatte, eine Übersetzung aus dem Französischen in der Hand zu halten (obwohl, vielleicht zeigt das, dass Wickert das französische Lebensgefühl wirklich gut beschreibt??

) und weil ich eben doch viel bessere Bücher (wenn auch nicht viele bessere Krimis

) gelesen habe; darum

PS: Außerdem hab' ich jetzt richtig Lust nachzusehen, wie gut es denn wirklich recherchiert ist!
