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Autor Thema: Literatur in fremden Ländern - Teil 17: China  (Gelesen 2764 mal)

Jaqui

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Literatur in fremden Ländern - Teil 17: China
« am: 03. August 2008, 16:34:49 »

Wie der Thread-Titel schon sagt, suche ich Literatur, die in China spielt.

Da die Olympischen Spiele ja bald beginnen, habe ich bemerkt, dass ich über dieses Land gar nichts weiß (über andere leider auch nicht). Vielleicht hat jemand einen Buchtipp für mich.

Ich suche vor allem Bücher, die in der Jetztzeit und im ganz normalen Alltagsleben spielen. Wie es dort zugeht, was die Menschen so machen, Schulsysteme, Arbeit und so weiter.

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen. Es gibt ja einige hier, die literarisch viel um die Welt reisen.  :winken:

Katrin
« Letzte Änderung: 03. August 2008, 19:31:58 von Seychella »
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Tiefblau

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Re: Chinesische Literatur
« Antwort #1 am: 03. August 2008, 17:19:10 »

Als Klassiker gelten die Werke von Lu Xun, die aber wohl nur noch antiquarisch zu bekommen sind.
Natürlich auch Gao Xingjian, der zwar im Französischen Exil lebt und auch auf französisch schreibt, aber immerhin den Nobelpreis gewonnen hat.

In meinem Regal stehen außerdem noch:
Xu Xing - Und alles was bleibt, ist für dich

Hat mir persönlich gut gefallen.

Lu Wenfu - Der Gourmet

eine interessante Betrachtung der Kulturrevolution.

Ansonsten natürlich Gedichte. Meine Lieblingsanthologie wäre da:


Der Erstling von Wei Hui - Shanghai Baby hat da für Aufsehen gesorgt und wurde meines Wissens auch verboten. Soll aber nicht so herausragend sein.
Das wäre so das, was ich auf Anhieb sagen könnte, aber es gibt soviel... :breitgrins:

[EDIT]Fast hätte ich es vergessen:
Die Krimis von Qiu Xiaolong, auch Exilchinese, spielen in China und geben auch einen interessanten Einblick ins heutige China. Man darf keine Thriller erwarten, von dem, was ich bisher so gelesen habe, aber mir gefallen sie trotzdem. Ich würde dir aber die englischen Originale empfehlen, die Übersetzungen, die ich bisher gelesen habe waren nicht so gut.

[EDIT2] :rollen: Irgendwas sagt mir, dass das nicht meine letzte Wortmeldung war...
Zum Thema China allgemein:
Gebrauchsanweisung für China. Fand ich sehr gelungen und sehr lustig.
« Letzte Änderung: 03. August 2008, 17:28:02 von Tiefblau »
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tjaa

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Re: Chinesische Literatur
« Antwort #2 am: 03. August 2008, 17:33:25 »

Ein Buch, das ich erst vor kurzem gelesen habe und so ein bißchen querbeet durch die Geschichte Chinas bzw. das Leben der Frauen in China geht.
Ich fand es sehr interessant und gleichzeitig erschreckend.

Xinran: Verborgene Stimmen
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:lesen: Jonathan Safran Foer - Extremely loud and incredibly close

Tiefblau

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Re: Chinesische Literatur
« Antwort #3 am: 03. August 2008, 17:35:56 »

Und natürlich die Bücher von Jung Chang. Ich habe beide noch auf dem SuB, aber bisher fast nur Gutes gehört.
Wilde Schwäne


Mao
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Yvaine

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Re: Chinesische Literatur
« Antwort #4 am: 03. August 2008, 17:43:39 »

Ich hab das hier letztes Jahr gelesen:



Liest sich gut und man bekommt Einblicke aus anderer, natürlich aber sehr individueller, persönlicher Sicht.

"Wo alle Wege enden" von Erica Warmbrun
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Arjuna

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Re: Chinesische Literatur
« Antwort #5 am: 03. August 2008, 17:49:59 »

@ Jaqui
 :winken: könnten wir vielleicht aus dem Titel ein "Literatur in fremden Ländern" machen, dann würde es zur Reihe passen.


EDIT
Ist erledigt! LG Seychella
« Letzte Änderung: 03. August 2008, 19:33:03 von Seychella »
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Saltanah

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Re: Chinesische Literatur
« Antwort #6 am: 03. August 2008, 18:25:24 »

Natürlich auch Gao Xingjian, der zwar im Französischen Exil lebt und auch auf französisch schreibt, aber immerhin den Nobelpreis gewonnen hat.

Gao Xingjian schreibt auf chinesisch, zumindest laut Impressum seiner Bücher.
Auf französisch schreibt hingegen Dai Sijie, zu dessen Balzac und die kleine chinesische Schneiderin ich sonderbarerweise keinen Thread finden kann. Ich erinnere mich deutlich, hier im Forum positive Stimmen über das Buch gelesen zu haben. Ich persönlich fand das Buch über zur Umerziehung aufs Land geschickte Intellektuelle "ganz nett", aber nicht mehr. Mir fehlte es an Substanz.


Ansonsten sieht es bei mir mit moderner gelesener Literatur mau aus. Vor Jahren gelesen habe ich Xiao Hong - Geschichten vom Hulanfluss, aber das ist erstens auch schon 30 Jahre alt und zweitens habe ich keinerlei Erinnerung daran.

Aktuell lese ich gerade Qian Zhongshu - Die umzingelte Festung, erschienen 1947. Ich bin noch nicht weit genug, um etwas dazu sagen zu können.


Auf meinem SUB finden sich Bücher von Li Rui, Mo Yan, Shen Congwen, Su Tong, Xinran, Yu Hua, Zhang Xiangliang und Zhang Yie.
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Tiefblau

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Re: Chinesische Literatur
« Antwort #7 am: 03. August 2008, 18:33:01 »

Natürlich auch Gao Xingjian, der zwar im Französischen Exil lebt und auch auf französisch schreibt, aber immerhin den Nobelpreis gewonnen hat.

Gao Xingjian schreibt auf chinesisch, zumindest laut Impressum seiner Bücher.

Oh, hoppala, dann dürfte ich den tatsächlich mit Dai Sijie verwechselt haben. :redface:
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Papyrus

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Re: Chinesische Literatur
« Antwort #8 am: 03. August 2008, 18:34:24 »

Dann gibt es noch die Schriftstellerinnen Pearl S. Buck und Ami Tan.

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Jaqui

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 17: China
« Antwort #9 am: 03. August 2008, 19:48:21 »

Danke für die sehr zahlreichen Antworten, ich werde mir mal alles anschauen und dann mal sehen was meine Buchhandlung hergiebt.  :winken:

Danke für die Umbennung des Threads, Seychella.

Katrin

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yanni

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 17: China
« Antwort #10 am: 03. August 2008, 19:56:43 »

Auf meinem SUB tummeln sich auch noch zwei Bücher zum Thema.

Adeline Yen Mah - Fallende Blätter
Anchee Min - Madame Mao
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Jaqui

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 17: China
« Antwort #11 am: 03. August 2008, 20:08:20 »

Ich habe gerade gesehen, dass die Wiener Hauptbücherei die meisten dieser Bücher hat und nur zwei sind derzeit vergriffen. Ich denke, ich werde da wohl mal hinmüssen und mir ein paar ausborgen.

Katrin
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Annabas

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 17: China
« Antwort #12 am: 03. August 2008, 21:14:47 »

Hallo miteinander,

mich hat das Buch von Lois Fisher-Ruge - Alltag in Peking sehr beeindruckt.
Es ist inzwischen nicht mehr ganz brandaktuell, aber mich hat die Schilderung des Alltagslebens der Chinesen sehr beeindruckt.
Und was einer Ausländerin in Peking so alles passieren kann, ist auch recht witzig beschrieben.



Viele Grüße von Annabas  :winken:
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Yklamyley

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 17: China
« Antwort #13 am: 03. August 2008, 21:25:58 »

Der Anlaß gebietet es sicher, dass man sich mit kritischer chinesischer Literatur auseinandersetzt. Obwohl ich es nicht verstehe, dass die Olympischen Spiele überhaupt stattfinden. Es scheint, wenn man wirtschaftlich wichtig genug ist, kann man sich alles erlauben. Ich habe vor kurzem erst gelesen, dass ein Boykott nur ein Bauernopfer wäre; und natürlich sollten noch ganz andere Maßnahmen erfolgen... *hm*
In diesem Sinne hoffe ich auf einen baldigen Sturz der kommunistisch - kapitalistischen Bonzen und möchte meinem lauten FREE TIBET auch ein FREE CHINA hinzufügen.  :breitgrins:
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Samia

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 17: China
« Antwort #14 am: 04. August 2008, 10:46:47 »

Es ist zwar nicht China, dafür aber Japan, und das einzigste was mir dazu einfällt.  :winken:
Ich habe es heiß und innig geliebt  :herz: und in einem Rutsch verschlungen

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