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Autor Thema: Bernard Cornwell - Rebel (Starbuck Chronicles 1)  (Gelesen 728 mal)

illy

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Bernard Cornwell - Rebel (Starbuck Chronicles 1)
« am: 01. August 2008, 20:38:28 »




Starbuck - Reihe:

Rebel
Copperhead
Battle Flag
The Bloody Ground



Ich habe damals "Fackeln im Sturm" geliebt und nicht nur die Liebesgeschichte, sondern gerade auch das Militärleben und die Schlachten interessant gefunden. In Bernard Cornwells Reihe um Nathaniel Starbuck, (einem Zufallsfund, entführt aus einem spanischen Hotelbüchertauschregal) gibt es eine Menge Krieg, Abenteuer, aber vor allem Kameradschaft, Freundschaft und Loyalität. Der erste Band „Rebel“ schildert die Zeit von den ersten Kämpfen bei Fort Sumter (April 1861) bis zur ersten großen Schlacht von Manassas (bzw. Bull Run) (Juli 1861).

Hauptfigur Nathaniel ist der Sohn eines der bekanntesten Prediger von Neuengland, Vater Starbucks gilt als einer der heftigsten Gegner der Sklaverei. Nate allerdings verliebt sich in das falsche Mädchen, macht Dummheiten und strandet zu Beginn der Sezession mittellos in Richmond. Er kommt beim Vater seines Freundes Adam unter, der eine Menge Geld mit Eisenbahn und Börse gemacht hat und sich in den Kopf gesetzt hat, seine eigene Legion für den zu erwartenden Krieg gegen den Norden aufzustellen. Nate wird, trotz seiner Herkunft, Mitglied dieser Truppe und ist fest entschlossen ein Rebell zu sein und als solcher gegen die Werte seines Vaters anzukämpfen, die politischen Hintergründe und die Sklaverei ist ihm dabei eher gleichgültig.

Nathaniel gefällt mir im Laufe des Buches immer besser, er ist längst nicht so ein Nichtsnutz wie seine Familie am Anfang wohl glaubt, hat durchaus sein eigenes Moralgefühl, von dem er sich im weiteren Verlauf nicht abbringen lässt und gibt immer weniger darauf, welchen Eindruck er hinterlässt, sein Selbstbewusstsein und seine Selbstständigkeit wachsen. Er entwickelt sich trotz all seiner Schwächen zu einer sympathischen Figur, deren Schicksal man gerne weiterverfolgen möchte. Dabei ist er durchaus ein Abenteurer, auch wenn ihm das so völlig erst während der Schlacht klar wird. Die Beschreibung der Schlacht von Manassas war sehr mitreißend und selbst wenn man den Ausgang schon kannte, fieberte man mit Nate und der Faulconer Legion, hoffte, dass möglichst viele von ihnen überleben würden und wünschte ihnen (unabhängig von politischen Bedenken) den Sieg.

Der nächste Band steht bereits im SUB und wird sicherlich nicht allzu lange darauf warten müssen, gelesen zu werden. Leider umfasst diese Serie bislang nur 4 Bände, auf Cornwells Homepage erklärt er, dass diese Reihe und die Sharpe-Reihe sich zu sehr ähneln würden, als dass er an beiden parallel schreiben könnte und er im Moment Sharpe, in Anbetracht seiner Verfilmung, den Vorzug gibt. Schade, ich habe Nate bereits so richtig ins Herz geschlossen, für mich aber auch ein Anreiz mich nicht nur an den Sharpe-Filmen sondern endlich auch an den Büchern zu versuchen.

4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:
« Letzte Änderung: 20. August 2011, 07:54:40 von illy »
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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

Grisel

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Re: Bernard Cornwell - Rebel (Starbuck Chronicles 1)
« Antwort #1 am: 11. August 2008, 20:14:07 »

Cornwell läßt den armen Nate und uns schon so lange in der Luft hängen, da kommt es auf ein paar Jahre auch nicht mehr an. Außerdem, bei aller Liebe zu Sharpe, irgendwie scheint mir da in den letzten paar Bänden schon bißchen die Luft raus zu sein, also hoffe ich, daß er ihn bald in die wohlverdiente Pension schickt um diese an sich so feine Serie nicht zu verwässern und Nate endlich wieder ausgräbt. Wenn Uhtred ihn läßt.  :breitgrins:

"Starbuck" hat mich sehr positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, daß mich weniger als 10 Pferde je wieder zum Amerikanischen Bürgerkrieg bringen würden. Cornwell hat das Kunststück vollbracht und mich beim Lesen gefesselt. Und jetzt heißt es eben warten, warten, warten.
Also, Starbuck am besten irgendwo parken und "Sharpe" lesen. Dann kriegst Du in den "Starbucks" auch eine hübsche kleine Überraschung.
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