Hallo ihr Lieben!
Mein erstes Buch im neuen Jahr (wenn auch 2011 begonnen), war gleich ein voller Erfolg. Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen, wenn auch den Großteil davon in der Nacht. Es war einfach nicht wegzulegen.

Inhalt:An seinem 75. Geburtstag macht John Perry zwei Dinge. Er besucht das Grab seiner Frau. Und er tritt der interstellaren Armee bei. Denn in John Scalzis Welt kann man auf der Erde zwar leben, aber alt wird man trotzdem. Die Armee, die CDF (Colonial Defense Forces) bietet eine Alternative. Tritt man ihr bei, wird man verjüngt, wenn auch keiner weiß wie, und dient dann maximal 10 Jahre in einem Krieg, von dem man ebenso wenig weiß.
John Perry wagt diesen Schritt, von dem es kein Zurück gibt.
Meine Meinung:John Scalzi schafft es auf großartige Weise, seine Leser - genau wie den Protagonisten - langsam in diese Welt einzuführen. Da John Perry zu Beginn des Buches ebenso ahnungslos ist wie wir, werden die Technologie, die politische Situation und der Krieg häppchenweise erklärt, ohne je langweilig zu werden. Die Charaktere sind allesamt liebenswert, wenn manche von ihnen auch eher flach bleiben. Wir erleben mit, wie John und seine Senioren-Freunde verjüngt werden, sind ebenso fasziniert wie er von den Fähigkeiten seines jungen Körpers und von der Technologie, die die CDF verwendet. Ich habe in diesem Buch viel und oft gelacht, weil manche Dinge einfach zu komisch sind. Vor allem, die Namen, die unsere Charaktere ihren persönlichen Computern geben.

Hier ist alles dabei, was man sich wünschen kann. Aliens, Nahkämpfe, Raumschiffe, Pysik und Mathematik, die einem die Haare aufstellen (aber nur am Rande erwähnt werden, damit arme Leser wie ich sich nicht ganz so doof vorkommen

) und eine tolle, spannende Geschichte.
Das glorifizierte Militär hat mich hier ganz und gar nicht gestört. Ich bin zwar nicht sonderlich für kriegerische Auseinandersetzungen und das Militär an sich, aber auch dieser Punkt wird im Buch von den Charakteren diskutiert und die Gründe scheinen mir nachvollziehbar. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Autor hier zu sehr auf die positiven Seiten abziehlt, sondern dass er durch das Einführen gewisser Charaktere (Watson, oder wie der hieß und die Peruanerin) durchaus auch die andere Seite zu Wort kommen ließ. Gut gemacht!
Für mich war das ein wunderbar gelungener Start ins Lesejahr und ich kann nun endlich nachvollziehen, warum dieses Buch auf so vielen Science-Fiction Best of Listen steht.
Das Ende ist abgerundet und die Handlungsstränge in "Old Man's War" finden alle einen passenden Abschluss. Doch man merkt, dass hier noch viel Raum für weitere Bände vorhanden ist. Gut, dass ich die Folgebände schon auf dem Kobo habe.


Liebe Grüße,
Wendy