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  • Sachbuchleserunde Maya: 05. Juli 2008

Autor Thema: Sachbuchleserunde Maya  (Gelesen 17311 mal)

Jaqui

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #15 am: 15. Juli 2008, 11:14:46 »

Ebenfalls sehr gut fand ich in diesem Buch das man gleich zu Beginn die Aussprache der verschiedenen Silben erklärte, was in unserem hier gelesenen Buch leider noch nicht vorgekommen ist.

Das fand ich auch schade, dass das nicht vorkam. Ich muss in anderem Buch noch mal nachschlagen, damit ich weiß wie ich die Städte alle aussprechen muss.


Bin mir sicher ihr seid mir weit voraus.

Nö, jetzt sind wir gleichauf. Das Wochenende war komplett verplant und gestern habe ich einen gemütlichen DVD-Abend eingelegt um mich von den Strapazen des Samstags zu erholen  :breitgrins: aber heute werde ich weiterlesen, denn irgendwie vermisse ich die Maya jetzt schon.

Katrin
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insekt

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #16 am: 15. Juli 2008, 16:18:56 »

Gut zu wissen das wir alle drei in etwa bei den selben Seiten / Kapiteln sind. Nur heute kann ich leider gar nicht lesen da ich zwar jetzt daheim bin, muss aber gleich wieder weg und werde vor halb elf nicht daheim sein. :sauer: Morgen geht's bei mir weiter.

gruss
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Myriel

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #17 am: 16. Juli 2008, 09:29:01 »

Das Kapitel über die Landwirtschaft habe ich nun auch gelesen.

Wie erwartet war es sehr interessant geschrieben, insbesondere der Aspekt des Waldbaus und der Küchengarten war relativ neu für mich. Aber alles in allem ist das nun nicht unbedingt der Aspekt, der mich an der Kultur der Maya am meisten interessiert.

Die Regeln des Zahlensystems habe ich mir auch nochmal durchgelesen. Echt beeindruckend. Im Gegensatz zu unserem Dezimalsystem basiert das der Maya auf der Zahl 20. Wie nennt man das dann? Habs leider mit Latein nicht so.

Auch in diesem Kapitel wurden kurz Drei heilige Zahlen der Maya genannt - 4, 9 und die 13. Jedoch nicht warum diese Zahlen als heilig galten. Ich hoffe darüber kommt später noch was. Aber ich meine auch schonmal in einem anderen Buch über die Maya etwas über die heiligen Zahlen gelesen zu haben, kann mich nur nicht mehr daran erinnern. :heul:

Von den heiligen Zahlen habe ich bisher noch nichts gelesen, also in keinem meiner anderen Bücher. Eine Erklärung, warum diese Zahlen als heilig gelten würde mich auch interessieren. Bei der 4 kann man es ja noch damit erklären, dass das Maya-Universum 4 Seiten hat. Aber was ist mit 9 und 13?

LG Myriel
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insekt

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #18 am: 17. Juli 2008, 15:28:22 »

So ihr Zwei ich hab mal ein bissel weiterlesen können. Bin jetzt bei Kapitel "Die Dynastische Geschichte der Maya" auf Seite 149.

Aber zuerst mal ein paar Worte zu den letzten Seiten...

Teotihuacan! Wow! 125.000-200.000 Einwohner zu deren Blüte ca. 500 n.Chr. Das hätte ich mir gern angesehen. :smile: Und das die sich damals sogar die Arbeit gemacht haben einen Fluß zu begradigen. Nicht schlecht!

Auf Seite 106 ist ein wunderschöner Türsturz zu sehen. Schönes Motiv und sehr gut erhalten. Auf Seite 143 ist ebenfalls so ein schöner Türsturz. Wie gern würd ich mir die mal selbst ansehen. :heul:

Sehr spannend finde ich das man bis heute erst 300 der 800 bekannten Maya Schriftzeichen enträtselt hat, das die Schrift lange Zeit als unlösbar galt und bis heute einfach noch so vieles ungelöst ist. Vielleicht ist ja auch einiges falsch gedeutet worden? Wer weiß? Man stelle sich vor das irgendwann alle 800 Zeichen entziffert worden sind und man plötzlich manche bisher genannten Fakten widerrufen muß. Ich hoffe das man noch einige Rätsel der Maya lösen wird und diese nicht für immer ungelöst bleiben. Und ich hoffe das ich noch einige Lösungen erleben darf. :zwinker:

Ja genau! Die Zahlen werden ab Seite 131 erklärt! :smile: Also kann ich das von meiner "Mecker-Liste" streichen. :zwinker: Das 20er Zahlensystem wir übrigens Vigesimalsystem genannt.

Das die Maya Bücher hatten wird auch genannt. Was mich zum nachdenken brachte. Das die Maya Papier hatten wurde ja auch genannt. Alles schön und gut, aber als wir im Februar einen Ägypten Urlaub machten erklärte uns unser Reiseführer das Papier und Buch eine Erfindung der Ägypter sei. :smile: Schade das ich das Buch nicht früher gelesen hatte. Sonst hätte ich ihn dazu mal gefragt. Jetzt müßte man nur noch wissen welche der beiden Völker zuerst Papier erfunden hatte dann könnte man wenigstens sagen wer der Erste war. Ist ja eigentlich egal, aber interessieren würde es mich trotzdem mal.

Interessant finde ich auch das die Maya unter anderem auch ein 365 Tage zählendes Jahr hatten. Und alle 4 Jahre einen Schalttag einfügten. Und das ihre Zeitrechnung am 13.09.3113 v.Chr. beginnt. Das hatte ich zwar in anderen Büchern schon gelesen, würde es hier aber gern einwerfen.

Also das Kapitel "Errungenschaften" fand ich große Klasse und war ziemlich schnell durch. Ganz einfach weil es mir so viel Spass gemacht hat es zu lesen. Ich kann mich nur wiederholen. Das Buch ist toll. Die vielen, teilweise auch schön großen Bilder. Und wie das Buch geschrieben ist gefällt mir sehr gut. Ich kann nur hoffen das es so bleibt.

gruss

Andreas
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Myriel

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #19 am: 17. Juli 2008, 20:44:26 »

Ja genau! Die Zahlen werden ab Seite 131 erklärt! :smile: Also kann ich das von meiner "Mecker-Liste" streichen. :zwinker: Das 20er Zahlensystem wir übrigens Vigesimalsystem genannt.
Ah, super, da freu ich mich schon drauf. Und danke für das schicke Fremdwort.  :zwinker:

Ich bin mittlerweile bis Seite 115 vorgestoßen und habe somit die Kapitel über die ersten Häuptlingstümer und über den Einfluss von Teotihuacan gelesen.
Seite 88! Diese riesige Kopfstatue aus Olmekischer Zeit! Muss ich irgendwann mal "Live" sehen. Das Bild ist ja in so gut wie jedem Buch über Maya, Azteken oder Inka drin und hat mich bis jetzt jedes mal fasziniert. Ach ja... Da steigt sie wieder auf, die Lust auf Urlaub, Abenteuer und Entdeckungen.
Stimmt, das Bild ist mir schon ziemlich häufig über den Weg gelaufen, sowohl bei den Olmeken, wo es ja ursprünglich hingehört als auch bei den Maya und Azteken. Ich stelle mir das aber ziemlich beängstigend vor, sich daneben zu stellen, schließlich ist der Kopf 2,18 m hoch.  :entsetzt:

Und dann kam Seite 100 und da blieb ich dann auch erstmal eine Weile. Es ist echt beeindruckend, welche architektonischen Leistungen damals vollbracht wurden und wie durchgeplant die Städte teilweise waren. Sogar den San Juan haben die Erbauer Teotihuacans kanalisiert. Aber das mussten sie wohl auch, damit sie ihn in das Stadtbild einbeziehen konnten.

Teotihuacan! Wow! 125.000-200.000 Einwohner zu deren Blüte ca. 500 n.Chr. Das hätte ich mir gern angesehen. :smile:
Das muss zu damaligen Zeiten ungefähr so gewesen sein, wie heute einen Spaziergang durch New York oder Tokio zu machen: einfach umwerfend. Ich wüsste nicht, wohin ich zuerst blicken sollte. Besonders aufgrund der Tatsache, dass ja auch viele fremde Kulturgruppen ihre eigenen Viertel hatten, muss es wie in einem Schmelztiegel zugegangen sein.

Auf Seite 106 ist ein wunderschöner Türsturz zu sehen. Schönes Motiv und sehr gut erhalten. Auf Seite 143 ist ebenfalls so ein schöner Türsturz. Wie gern würd ich mir die mal selbst ansehen. :heul:
Waah, der Türsturz von Seite 106 befindet sich ja in London. :entsetzt:  Warum wusste ich das nicht schon vor 2 Jahren? Da hätte ich mir den nicht so einfach durch die Finger gehen lassen.  :heul:
Aber naja, irgendwann wird das alles nachgeholt, Yukatan steht auf meiner Reisewunschliste ganz oben (gemeinsam mit Neuseeland).

Als nächstes kommt dann das Kapitel "Errungenschaften".
Also das Kapitel "Errungenschaften" fand ich große Klasse und war ziemlich schnell durch. Ganz einfach weil es mir so viel Spass gemacht hat es zu lesen.
Das klingt ja super. Ich denke, dass ich morgen Abend wieder Zeit zum Lesen finde. Ich freu mich schon.  :klatschen:

LG Myriel
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insekt

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #20 am: 18. Juli 2008, 08:31:21 »

Moin...

ja das kann man wohl mit NY oder Tokio oder irgendeiner anderen Großstadt von heute vergleichen. Obwohl ich auf so manche Städte von heute keine Lust habe. :zwinker: Aber auf Teotihuacan hätte ich auf jeden Fall Lust!
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Myriel

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #21 am: 19. Juli 2008, 08:19:26 »

Als nächstes kommt dann das Kapitel "Errungenschaften".
Also das Kapitel "Errungenschaften" fand ich große Klasse und war ziemlich schnell durch. Ganz einfach weil es mir so viel Spass gemacht hat es zu lesen.
Das klingt ja super. Ich denke, dass ich morgen Abend wieder Zeit zum Lesen finde. Ich freu mich schon.  :klatschen:

Ich bin von diesem Buch immer mehr begeistert, denn das Kapitel "Errungenschaften" war wieder top. Schön, dass das Zahlensystem erklärt wurde, wobei ein Hinweis auf die Maya-Seitenzahlen schön gewesen wäre, für diejenigen Leser, die das noch nicht bemerkt haben. Das nette Worte "Vigesimalsystem" kam hier auch vor.  :breitgrins:
Was ich bisher noch nicht wusste, ist, dass die Maya neben den Punkt- und Strichzeichen auch noch richtige Hieroglyphen für die Zahlen haben. Und dann erst noch die Verwirrung, wie viele verschiedene Darstellungsformen es für ein Silbenzeichen gibt (Seite 124).  :ohnmacht:  Kein Wunder, dass das Entziffern der Schriftsprache so schwierig ist. Dafür sind 300 von 800 Zeichen schon eine reife Leistung.  :daumen:

Das die Maya Bücher hatten wird auch genannt. Was mich zum nachdenken brachte. Das die Maya Papier hatten wurde ja auch genannt. Alles schön und gut, aber als wir im Februar einen Ägypten Urlaub machten erklärte uns unser Reiseführer das Papier und Buch eine Erfindung der Ägypter sei. :smile: Schade das ich das Buch nicht früher gelesen hatte. Sonst hätte ich ihn dazu mal gefragt. Jetzt müßte man nur noch wissen welche der beiden Völker zuerst Papier erfunden hatte dann könnte man wenigstens sagen wer der Erste war. Ist ja eigentlich egal, aber interessieren würde es mich trotzdem mal.

Schade finde ich, dass nur 4 Codizes erhalten geblieben sind. Wie viele Informationen sind verloren gegangen nur wegen dem blinden Fanatismus der katholischen Missionare. Immerhin hat Diego de Landa einen ziemlich ausführlichen Bericht geschrieben, so dass auf diesem Wege noch einige Informationen die Zeit überdauert haben.
Was die Papierherstellung angeht, ist es erstmal schon bemerkenswert, dass zwei Völker unabhängig voneinander dieses entwickelt haben. Allerdings fürchte ich, dass die Ägypter den Maya wohl einen Schritt voraus waren, schließlich blühte die Kultur am Nil schon lange vor Christi Geburt, während die Maya erst ca. 100 n.Chr. ihre klassische Phase begannen (lt. Einteilung der Historiker).

Ein besonderer Pluspunkt ist die Darstellung auf Seite 136, die erklärt, wie die beiden verschiedenen Kalendersysteme ineinander greifen. Was mich allerdings etwas verwirrt zurückgelassen hat, ist der 819-Tage-Zyklus, der auf Seite 139 erklärt wird. Warum dienen ausgerechnet die Zahlen 7,9 und 13 für seine Berechnung. Okay, 9 und 13 sind heilige Zahlen (warum auch immer), aber warum nun die 7? Und wenn die Maya-Zeitrechnung am Tage X begann, warum wird dann erwähnt, dass nur 3 Tage zuvor ein neuer 819-Tage-Zyklus begann? Merkwürdig.  :confused:
Eigentlich hatte ich mir erhofft, dass im Rahmen des Zahlensystems auch die heiligen Zahlen erklärt werden, aber vielleicht kommt das ja später noch im Rahmen der Mythologie.

Soweit erstmal von mir.

LG Myriel
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insekt

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #22 am: 20. Juli 2008, 12:27:27 »

moin...

Der Begriff "Vigesimalsystem" kam schon früher im Buch einmal vor, aber frag mich nicht auf welcher Seite. :redface: Ist ja auch egal. Schön das das Zahlensystem erklärt wurde.

Wer zu erst das Papier für sich erfunden hatte ist ja eigentlich egal. Schade finde ich nur das zwar genannt wurde das die Maya Papier hatten, aber nicht seid wann. Oder hab ich das überlesen?

Ich hab dann auch noch ein bissel weiter gelesen...

Das Thema Blutentnahme fand ich ja schon immer brutal und faszinierend zugleich. Vor allem mit welchem "Werkzeug" man sich das Blut entnommen hat - Rochenstachel! Knochennadeln oder Obsidianspitzen! AU! AU! AU! Die Blutentnahme am Ohrläppchen finde ich geht ja noch als harmlos im Vergleich zu Zunge (AUA!) oder Geschlechtsteilen (AU! AU! AU!). Das mit Dornen bestückte Seil, das man sich durch die Zunge gezogen hat stell ich mir ultrabrutal vor. AU! Wie kommt man denn auf solche Ideen? :zwinker:

Sehr schöne Bilder waren mal wieder auf Seite 154 und 173. Einfach umwerfend.

Auf Seite 156 ist ein sehr schönes Bild von einer Statue auf der ein Mann steht. Wow ist das Ding groß! 7,25 Meter hoch und 30 Tonnen schwer! Und laut diesem Buch die größte Maya Stele überhaupt. Noch so etwas das ich gerne mal "live" sehen würde.

Was ich zu diesem Buch noch sagen muss ist das ich die Hieroglyphen sehr schön nachgezeichnet finde. Da sieht man richtig das die Macher sich sehr viel Mühe gegeben haben und mit sehr viel Liebe an der Arbeit waren. Ich hab irgendwo noch ein kleines Buch über Mayaglyphen aber das ist so lieblos gestaltet und die Hieroglyphen so häßlich gezeichnet das einem die Lust zu Lesen einfach vergeht.
Generell finde ich die Maya Hieroglyphen im Vergleich zu anderen Hieroglyphen wie die der Ägypter einfach am schönsten.

Was ich vorher nicht wusste ist das Calakmul, mit 6000 Gebäuden, als die größte Maya Stadt gilt. :entsetzt:

Bei dem gesammten Kapitel "Politik und Dynastie" musste ich die ganze Zeit an den Gedanken, den man am Anfang der Maya Forschung hatte nämlich das die Maya friedlich Maisbauern warne, denken und grinsen. :breitgrins: Wer das Kapitel gelesen hat weiss warum. :zwinker:

gruss

Andreas
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Jaqui

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #23 am: 20. Juli 2008, 17:30:21 »

Hallo,

ich hatte auch wieder ein wenig Ruhe um weiterzulesen und bin jetzt bei Seite 147 angelangt, ich habe also Teotihuacan, die Zahlen und die Astronomie hinter mich gebracht. Das Zahlensystem habe ich noch nie richtig kapiert und werde es wohl auch nie. Mir sind diese unterschiedlichen Kalender, die in tausenden Jahren wieder aufeinandertreffen einfach zu hoch.

Ich kapiere immer noch nicht wie die Maya das mit ihren begrenzten Mitteln so exakt berechnen konnten - wirklich sehr beeindruckend.

Das kleine Observatorium würde ich gerne einmal live sehen, ich denke ich muss echt mal eine Tour durch diese Gegend planen.


Sehr spannend finde ich das man bis heute erst 300 der 800 bekannten Maya Schriftzeichen enträtselt hat, das die Schrift lange Zeit als unlösbar galt und bis heute einfach noch so vieles ungelöst ist. Vielleicht ist ja auch einiges falsch gedeutet worden? Wer weiß? Man stelle sich vor das irgendwann alle 800 Zeichen entziffert worden sind und man plötzlich manche bisher genannten Fakten widerrufen muß. Ich hoffe das man noch einige Rätsel der Maya lösen wird und diese nicht für immer ungelöst bleiben. Und ich hoffe das ich noch einige Lösungen erleben darf. :zwinker:

Das mit den nicht entzifferten Schriftzeichen fand ich sehr spannend, und auch die ganze Geschichte der Entzifferung. Dass man lange glaubte die Maya hätten nur Zahlen aufgeschrieben und wären Bauern, die von Priestern geleitet wurden fand ich sehr witzig. Irgendwie ist es sehr spannend zu sehen wie sehr sich das Bild einer Kultur innerhalb weniger Jahrzehnte vollkommen ändern kann.


Schade finde ich, dass nur 4 Codizes erhalten geblieben sind. Wie viele Informationen sind verloren gegangen nur wegen dem blinden Fanatismus der katholischen Missionare. Immerhin hat Diego de Landa einen ziemlich ausführlichen Bericht geschrieben, so dass auf diesem Wege noch einige Informationen die Zeit überdauert haben.

Ja, das ist wirklich sehr schade, aber Gott sei Dank hat dieser Diego de Landa sehr viel aufgeschrieben was den Maya-Forschern enorm geholfen hat. Das ist immerhin etwas, auch wenn mich das dumme Vorgehen der Missionare andere Kulturen einfach zu vernichten immer wieder zur Weißglut bringt.


Ein besonderer Pluspunkt ist die Darstellung auf Seite 136, die erklärt, wie die beiden verschiedenen Kalendersysteme ineinander greifen. Was mich allerdings etwas verwirrt zurückgelassen hat, ist der 819-Tage-Zyklus, der auf Seite 139 erklärt wird. Warum dienen ausgerechnet die Zahlen 7,9 und 13 für seine Berechnung. Okay, 9 und 13 sind heilige Zahlen (warum auch immer), aber warum nun die 7? Und wenn die Maya-Zeitrechnung am Tage X begann, warum wird dann erwähnt, dass nur 3 Tage zuvor ein neuer 819-Tage-Zyklus begann? Merkwürdig.  :confused:
Eigentlich hatte ich mir erhofft, dass im Rahmen des Zahlensystems auch die heiligen Zahlen erklärt werden, aber vielleicht kommt das ja später noch im Rahmen der Mythologie.

Gute Frage warum gerade die 7. Hatten die Maya eigentlich eine Einteilung in Wochen? Dann könnte die sieben eine Woche darstellen - kam mir spontan in den Sinn.

Da ich das mit den Kalendern einfach nur faszinierend finde, sie aber nie und nimmer selber nachrechnen könnte, verwirrt mich auch der 819-Tage-Zyklus nicht  :breitgrins: Den kapiere ich genauso wenig wie die beiden anderen.

Sehr nett fand ich den Abschnitt über die Venus, die einmal als Morgen- und dann als Abendstern auftaucht und die Angst der Maya vor einer Sonnenfinsternis auch noch in der heutigen Zeit.

So, ich werde jetzt mal weiterlesen.

Katrin
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insekt

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #24 am: 21. Juli 2008, 10:15:02 »

Ja, das ist wirklich sehr schade, aber Gott sei Dank hat dieser Diego de Landa sehr viel aufgeschrieben was den Maya-Forschern enorm geholfen hat. Das ist immerhin etwas, auch wenn mich das dumme Vorgehen der Missionare andere Kulturen einfach zu vernichten immer wieder zur Weißglut bringt.

Da bist du nicht die Einzige. Mich ärgert sowas auch. Das Kapitel über die Spanische "Invasion" werde ich vielleicht auch deshalb nicht lesen. Das führt dann nur zu Kopfschütteln und Wut über das dumme Vorgehen der Spanier und das brauche ich eigentlich nicht. Erstens hab ich schon ein paar mal darüber gelesen und Zweitens will ich dieses mal nur die "schönen" Seiten lesen. :zwinker: Wie seht ihr das?
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Jaqui

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #25 am: 21. Juli 2008, 11:12:14 »

Das Kapitel über die Spanische "Invasion" werde ich vielleicht auch deshalb nicht lesen. Das führt dann nur zu Kopfschütteln und Wut über das dumme Vorgehen der Spanier und das brauche ich eigentlich nicht. Erstens hab ich schon ein paar mal darüber gelesen und Zweitens will ich dieses mal nur die "schönen" Seiten lesen. :zwinker: Wie seht ihr das?

Wann kommt denn der Teil? Ich stecke gerade mitten im nächsten Kapitel und beim Abstieg von Tikal als Macht im Maya-Reich. Was ich übrigens sehr interessant finde. Ich habe nicht gewusst, dass die Herrscher im Grunde von zwei Königen eingesetzt worden sind.

Ich werde besagten Teil aber dennoch lesen, er gehört nun einmal zu der Geschichte der Maya dazu.

Katrin
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insekt

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #26 am: 21. Juli 2008, 13:08:37 »

Ich glaube das Kapitel über die spanischen Eroberer kommt ziemlich am Schluss des Buches.
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insekt

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #27 am: 21. Juli 2008, 16:40:33 »

Da ich heute schon die gelegenheit hatte ein paar Seiten zu lesen kommen nun ein paar Worte dazu. :smile:

Das die Maya rituellen Kannibalismus praktizierten wusste ich nicht. :entsetzt: Das Thema wird aber leider nur kurz angesprochen. Leider, weil ich gern mehr darüber gewusst hätte. Vielleicht kommt ja noch was später im Buch.

Die "Rüstungen" der Maya Krieger müßen ja toll ausgesehen haben. Ähnlich wie bei den Azteken mit Federn und Fellen bestückt. Auf Seite 184 ist eine kleine Statue von einem Krieger zu sehen.

Und dann kam das Kapitel über das Ballspiel. :autsch:

Was ich interessant finde ich das über das Ballspiel generell nur sehr wenig bekannt ist. Es sei einfach noch sehr vieles ungelöst wie z.B. die Regeln oder Wer Wie und Wann gewonnen hat. Etc. etc. etc. aber ich meine in irgendeinem anderen Buch gelesen zu haben wie das Spiel ablief, wie man den Sieger bestimmte etc. Ich weiss nur nicht wo ich das gelesen habe. Aber gut zu wissen. :smile:

Das der Ball zwischen 3-8 kg schwer war ist ja mal schwer :zwinker: beeindruckend! Wie hat man denn damit gespielt? 8kg!!! :gruebel: Wie schwer ist denn im Vergleich ein Fußball, Handball oder Basketball?

Die Seiten über das Ballspiel haben mir sehr gut gefallen. Und es hätten gerne ein paar mehr Seiten sein dürfen.

Auf Seite 191 ist wieder eins dieser tollen Bilder. Ein Blick über die Tempelanlage. Die sehen immer so gepflegt aus. Der Rasen immer frisch gemäht etc. Wer ist denn dafür verantwortlich? Den Job würd ich auch gern machen! Gärtner / Hausmeister in Copan! :breitgrins:

So und jetzt kommt Kapitel "Architektur und Kunst", welches auch gleich mit 2 sehr schönen Bildern erföffnet wird. Ich denke das wird sehr spannend.

gruss

Andreas
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Myriel

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #28 am: 22. Juli 2008, 09:25:59 »

Ich möchte hier auch mal wieder ein paar Worte verlieren. Das Kapitel "Politik und Dynastie" habe ich nämlich ausgelesen, wobei es mir teilweise wie insekt ging:
Bei dem gesammten Kapitel "Politik und Dynastie" musste ich die ganze Zeit an den Gedanken, den man am Anfang der Maya Forschung hatte nämlich das die Maya friedlich Maisbauern warne, denken und grinsen. :breitgrins: Wer das Kapitel gelesen hat weiss warum. :zwinker:
Dass man lange glaubte die Maya hätten nur Zahlen aufgeschrieben und wären Bauern, die von Priestern geleitet wurden fand ich sehr witzig. Irgendwie ist es sehr spannend zu sehen wie sehr sich das Bild einer Kultur innerhalb weniger Jahrzehnte vollkommen ändern kann.
Wirklich erstaunlich, wie sehr sich der Stand der Mayaforschung verändert hat. Aber umso besser für uns, denn da bekommen wir viele interessante Infos an die Hand.  :zwinker:

In einer Doku habe ich schonmal gesehen, dass das Mayareich im Prinzip aus zwei verfeindeten Lagern bestand, aber nun weiß ich endlich auch genau, wie damals die Politik ablief. Insbesondere die detaillierte Reihenfolge von Hoch und Tief von Tikal und Calakmul war faszinierend. Und zum Schluss sind sie dann beide untergegangen. Das erinnert mich etwas an den Monolog im Don Quixote, wo er darlegt, dass Waffen und Krieg ja eigentlich nur dem Frieden dienen. Klar, wenn sie sich alle gegenseitig umgebracht haben, ist ja keiner mehr da für Krieg.  :vogelzeigen:
So ungefähr lief das ja auch im Mayareich. Erst haben die beiden mächtigen Stadtstaaten für ein einigermaßen stabiles politisches System gesorgt und nach ihrem Untergang brach alles zusammen und jeder kämpfte nun gegen jeden.

Was ich zu diesem Buch noch sagen muss ist das ich die Hieroglyphen sehr schön nachgezeichnet finde. Da sieht man richtig das die Macher sich sehr viel Mühe gegeben haben und mit sehr viel Liebe an der Arbeit waren. Ich hab irgendwo noch ein kleines Buch über Mayaglyphen aber das ist so lieblos gestaltet und die Hieroglyphen so häßlich gezeichnet das einem die Lust zu Lesen einfach vergeht.
Generell finde ich die Maya Hieroglyphen im Vergleich zu anderen Hieroglyphen wie die der Ägypter einfach am schönsten.
Da muss ich dir recht geben, die Hieroglyphen sind wirklich sehr schön dargestellt. Was mir auch gefällt, ist, dass an manchen Stellen sogar ganze Abschnitte übersetzt werden, wie zum Beispiel auf Seite 151 oder 158-159. Da merkt man erst, wie schwierig das ist und wie unsicher sich die Forscher an manchen Stellen noch sind.

Genial gut gefallen hat mir das Kapitel über die Heiratsdiplomatie, insbesondere der Abschnitt über Wak Chan Ajaw, die Frau, die in Dos Pilas regiert hat.  :bang:  Obwohl es halt eine männlich dominierte Gesellschaft war, wurden Frauen nicht als komplett wertlos angesehen.

Und dann kam das Kapitel über das Ballspiel. :autsch:

Was ich interessant finde ich das über das Ballspiel generell nur sehr wenig bekannt ist. Es sei einfach noch sehr vieles ungelöst wie z.B. die Regeln oder Wer Wie und Wann gewonnen hat. Etc. etc. etc. aber ich meine in irgendeinem anderen Buch gelesen zu haben wie das Spiel ablief, wie man den Sieger bestimmte etc. Ich weiss nur nicht wo ich das gelesen habe. Aber gut zu wissen. :smile:

Das der Ball zwischen 3-8 kg schwer war ist ja mal schwer :zwinker: beeindruckend! Wie hat man denn damit gespielt? 8kg!!! :gruebel: Wie schwer ist denn im Vergleich ein Fußball, Handball oder Basketball?

Die Seiten über das Ballspiel haben mir sehr gut gefallen. Und es hätten gerne ein paar mehr Seiten sein dürfen.
Auf alle Fälle hätten es noch ein paar Seiten mehr sein dürfen, denn in anderen Büchern wird es so dargestellt, dass das Ballspiel ein wesentlicher Bestandteil von Mythologie und täglichem Leben war. Insbesondere die Erzählung über die göttlichen Zwillinge war ja ziemlich stark zusammengefasst. Aber ich denke, dass sie später nochmals aufgegriffen wird.
Das es bei dieser "Sportart" ziemlich brutal zugehen kann, habe ich auch schonmal gelesen, aber das Gefangene selbst zu Bällen zusammengebunden wurden und dann Stufen herabgestoßen wurden, ist ja echt grausam.  :entsetzt:
Wegen der schwere der Bälle: also wenn ich mich an den Sportunterricht erinnere, hatten wir zum Teil Medizinbälle mit 3kg Gewicht, allerdings waren das auch die schwersten Bälle, die wir je benutzt haben. Für einige Wurfübungen zum Aufwärmen war das auch gut geeignet, aber auf lange Sicht sind die Dinger doch verdammt schwer. Einen 8kg-Ball möchte ich mir gar nicht erst vorstellen.

Auf Seite 191 ist wieder eins dieser tollen Bilder. Ein Blick über die Tempelanlage. Die sehen immer so gepflegt aus. Der Rasen immer frisch gemäht etc. Wer ist denn dafür verantwortlich? Den Job würd ich auch gern machen! Gärtner / Hausmeister in Copan! :breitgrins:
Au ja, das ist doch mal eine spitzenmäßige Idee. Wobei Fremdenführer ist dort sicherlich auch nicht schlecht. Hmm, ich glaub, ich häng noch ein Studium der Tourismuswirtschaft dran.  :breitgrins:

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Re: Sachbuchleserunde Maya
« Antwort #29 am: 22. Juli 2008, 09:27:22 »

Ja, das ist wirklich sehr schade, aber Gott sei Dank hat dieser Diego de Landa sehr viel aufgeschrieben was den Maya-Forschern enorm geholfen hat. Das ist immerhin etwas, auch wenn mich das dumme Vorgehen der Missionare andere Kulturen einfach zu vernichten immer wieder zur Weißglut bringt.

Da bist du nicht die Einzige. Mich ärgert sowas auch. Das Kapitel über die Spanische "Invasion" werde ich vielleicht auch deshalb nicht lesen. Das führt dann nur zu Kopfschütteln und Wut über das dumme Vorgehen der Spanier und das brauche ich eigentlich nicht. Erstens hab ich schon ein paar mal darüber gelesen und Zweitens will ich dieses mal nur die "schönen" Seiten lesen. :zwinker: Wie seht ihr das?

Mir geht es da wie Jaqui: es ist nunmal auch ein Kapitel der Mayageschichte und deswegen werde ich ihn auch lesen. Immerhin wissen wir ja, dass die Spanier nicht alles vernichten konnten, sonst wäre das Buch nicht so dick.  :zwinker:
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