Ja, ich habe den Dokumentarfilm gesehen und er war um Welten besser als das, was mal auf Phönix lief.
Schwerpunkt lag eindeutig auf der Entzifferung der Sprache der Maya. Es wurde chronologisch von den ersten Anfängen berichtet, über den Irrtum, die Maya wären friedliche Maisbauern, die von astrologisch geprägten Priestern geleitet würden, bis zum jetzigen Stand.
Es wechselten sich "Doku-Passagen" mit Interviewausschnitten von Maya-Experten ab. Schön fand ich, dass nicht nur auf die westlichen Forscher, sondern auch auf die russischen Kollegen und ihre Ergebnisse eingegangen wurde, insbesondere Tatiana Proskouriakoff und Yurii Knoroszov.
Sehr schön fand ich dargestellt, wie sich die Schriftzeichen aus mehreren Silbenzeichen und Logogrammen zusammensetzen. Es wurde dann Schritt für Schritt aufgedeckt, was das Zeichen bedeutet und dabei die Vielfalt der Maya-Sprache aufgezeigt.
Inhaltlich entspricht die Doku ziemlich dem, was in unserem Buch in Kapitel 3 "Errungenschaften" unter "Die Hieroglyphenschrift - Das Tor zur Geschichte" ab Seite 115 behandelt wird. Auch das Maya-Alphabet von Diego de Landa auf Seite 123 fand Eingang in die Reportage.
Ich fand sie wirklich sehenswert und falls sie mal wieder im Fernsehen läuft, kann ich nur jedem Interessierten raten, sie sich anzusehen.

P.S. Die Wiederholung läuft am
Mittwoch, den 17.09. von 9.55 Uhr bis 11.25 Uhr wie gehabt auf ARTE.
