Hallo zusammen,
Ich hab das Buch auch fertiggelesen.
Aber ich muß gestehen, dass ich zunehmende Schwierigkeiten hatte, der Handlung zu folgen, insbesondere in den Actionszenen.
Ich muß aber zugeben, dass ich es beachtlich finde, mit welchem Timing und welchen Zufällen den beiden, Smith und Schaffer, immer alles gelingt, die Deutschen immer wieder genau im richtigen Moment an der Nase herumzuführen...

Kapitel 7
Das Gespräch im goldenen Saal war einerseits aufschlußreich, andererseits wußte ich aber auch nicht recht, wem nun zu trauen ist und wer auf welcher Seite steht...
Kapitel 8 und 9Hier hatte ich die ganze Zeit noch die Vermutung, daß der
Schauspieler doch der wirkliche General Carnaby sein könnte, die Sache also ein doppelter Bluff ist, und die Enttarnung der Doppelagenten Carraciola, Christiansen und Thomas nur vorgeschoben ist zur Ablenkung von der Befreiung des Generals.
Mit meiner Vermutung, daß
Schaffer der Verräter sein könnte,
war ich ja dann auch auf dem Holzweg.
Gewundert habe ich mich in diesen Kapiteln darüber, daß noch telefoniert wird, wo die beiden (Sm. und Sch.) doch das Haupttelefonkabel durchgeschnitten haben.
Auch darüber, dass Mary ein Schlüsselbund mit Dietrichen bei sich hat, wo sie doch bei ihrer Ankunft auf dem Schloß durchsucht worden ist?!
Die Verwirrung, die unsere Protagonisten bei ihrer Fluch durch Bomben und Brände stiften, ist schon genial. Daß das auch alles so klappt - ein Feuerchen hier, ein Feuerchen da...

Wie sie sich dann aus dem Schloß abseilen zur Station der Drahtseilbahn, habe ich wieder nicht verstanden. Auch, daß bei der Drahtseilbahnstation gar niemand ist, war mir unklar. Wenn es brennt, liegt es doch nahe, vielleicht Menschen und wichtige Akten auch über die Drahtseilbahn zu evakuieren? Und hätte man dort nicht auch nach den Flüchtigen suchen müssen? Die Verfolger kamen doch erst viel später - günstig für die Flüchtigen natürlich, aber wäre es nicht naheliegend gewesen, die Seilbahnstation zuallererst zu überwachen?
Kapitel 10Wow, hier wird es hochdramatisch. Smith reist mal wieder auf dem Dach der Seilbahnkabine, diesmal stark angeschlagen und verletzt, aber dennoch
reicht seine Kraft natürlich aus, um die drei Bösewichter zu besiegen und sich selber zu retten - und die anderen natürlich auch, und alles in letzter Sekunde...

Und die ganze Zeit dachte ich, daß
Schaffer auch mit an Bord der Kabine sei. Ich mußte ein zweitesmal nachlesen, um zu verstehen, dass er ja auf der Station geblieben ist und nur die drei Doppelagenten in die Kabine gesprungen sind...
Insgesamt hatte ich während des ganzen Buches große Schwierigkeiten, mir die jeweilige Umgebung, in der die Handlung spielt, vorzustellen. Daß die Seilbahn vorne und hinten Halterungen hat, habe ich auch erst verstanden, als die hintere Halterung abgesprengt wurde. Irgendwie dachte ich die ganze Zeit an so eine Kabine, die an einem “Arm” hängt... Ich finde jedenfalls die Beschreibungen ziemlich sparsam. Vielleicht hat man nicht diese Probleme, wenn man wie einige von euch den Film zum Buch gesehen hat.
Kapitel 11Die Fahrt mit dem Postbus fand ich nun niedlich. Zitat: “Im Gebirge hat ein alpiner Postomnibus die absolute Priorität über alle sonstigen Fahrzeuge auf der Straße, und sein durchdringendes Dreiklanghorn ist das Symbol seiner unantastbaren Autorität... usw.” Wow! Ich dachte immer, Polizei und Feuerwehr wären wichtiger.

Die Sache mit der Brücke war ja auch mal wieder knapp...
Kapitel 12Endlich erfahren wir es:
Wyatt-Turner ist ein Doppelagent - und das Ziel der ganzen Aktion, war, ihn auffliegen zu lassen.
jedenfalls wenn ich das jetzt recht verstanden habe. “Achtung Stufe” war gut!

Und das Ende ist sehr versöhnlich, ja. Wie sollte es auch anders sein.
Für mich war dies ein ungewohntes Buch, ich lese solche Agentengeschichten sonst nicht und hatte zwischendurch auch große Probleme, die Geschichte mit den Doppelagenten und Verwicklungen usw. nachzuvollziehen. Ein bißchen spannend war es auch, aber mich hat im Lesefluß gestört, dass ich die Aktionen oft nicht verständlich beschrieben fand. Oft war auch die Sprache etwas hölzern. Trotzdem habe ich mich gut amüsiert.

Soviel zu meinen Leseeindrücken, und euch noch einen schönen Sonntag.
Viele Grüße
Katja