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Autor Thema: Arne Dahl - Böses Blut  (Gelesen 933 mal)

Arjuna

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Arne Dahl - Böses Blut
« am: 25. Mai 2008, 13:36:07 »

Arne Dahl – Böses Blut





Rückentext:
Ein schwedischer Literaturkritiker wird auf dem New Yorker Flughafen auf ebenso ungewöhnliche wie grausame Weise getötet.
Die Spur des Täters führt zu einer Mordserie, die fünfzehn Jahre zurückliegt. Paul Hjelm und Kerstin Holm von der Stockholmer Sonderkommission stoßen auf einen ungeheuerlichen Fall…



Ein us-amerikanischer Serienmörder ist nach Schweden eingereist, das FBI informiert Schweden und sofort tritt die A-Gruppe rund um Paul Hjelm wieder in Kraft, nachdem schon von Auflösung zwecks mangelnder Fälle die Rede war.

In „Böses Blut“ gewährt der Autor sehr viele Rückblicke auf den vorherigen Fall „Misterioso“, was mich nicht gestört hat, da ich doch schon so einiges von dem Vorgänger vergessen hatte.
Was mich allerdings furchtbar genervt hatte, war der Ausdruck A-Gruppe, der 1. andauernd vorgekommen ist und 2. müsste das nicht A-Team heißen? In Anlehnung an die Fernsehserie?

Der Fall selbst ist furchtbar kompliziert, nicht umsonst ist das FBI schon ewig hinter dem Täter her, der A-Gruppe gelingen mehr Erfolge, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich den Schluss richtig verstanden habe.
Ich fand „Misterioso“ um einiges gelungener, allerdings mag ich Dahls Charaktere sehr gerne, so dass ich auch sicher noch den Rest der Serie lesen werde, den spannend und fesselnd sind sie alle, auch wenn Arne Dahl es sprachlich manchmal ein bisschen übertreibt mit seinen Vergleichen und Beschreibungen.


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Kirsten

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Re: Arne Dahl - Böses Blut
« Antwort #1 am: 28. Februar 2009, 18:44:44 »

Hallo!

Böses Blut war mein erster Krimi von Arne Dahl. Die Idee (Schweden "importiert" einen Serienmörder aus den USA) fand ich sehr gut, aber die Umsetzung hat mir gar nicht gefallen. Das Buch fing recht gut an, liess dann im Mittelteil deutlich nach und wurde erst gegen Schluß wieder interessanter. Mein Problem war dass ich viel zu viele Personen in der Handlung tummelten. Ich fand dass zuviele Ermittler am Werk waren, zum anderen konnte ich mit keinem davon wirklich warm werden. Dazu waren sie mir zu farblos und ihne eigene Persönlichkeiten. Deshalb hatte ich manchmal sogar Probleme sie auseinander zu halten. Was mir  gut gfefallen hat war dass sich das Motiv "Böses Blut kehrt zurück" wie ein roter Faden durch das Buch gezogen hat. Doch leider war das nicht genug um mich noch umzustimmen.
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Liebe Grüße
Kirsten
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Annabas

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Antw:Arne Dahl - Böses Blut
« Antwort #2 am: 03. August 2009, 22:15:15 »

Arne Dahl – Böses Blut



Inhaltsangabe:

In New York wird ein schwedischer Literaturkritiker ermordet. Die Art seiner Tötung deutet auf einen bekannten Serienkiller hin: den „Kentuckymörder“. Die Sonderermittlergruppe um Paul Hjelm und Kerstin Holm bekommt Arbeit, denn Spuren weisen darauf hin, dass der „Kentuckymörder“ nach Schweden eingereist ist. Und tatsächlich gibt es auch in Schweden bald die ersten Toten, der nach Art des „Kentuckymörders“ getötet wurden. Paul Hjelm und seine Kollegin Kerstin Holm reisen nach New York, um sich mit den dortigen FBI-Ermittlern zu treffen und alles über den brutalen Serienkiller zu erfahren. Die Kollegen in Schweden sind in der Zwischenzeit auch nicht untätig und bald kristallisiert sich eine Spur heraus, die scheinbar erfolgreich ist. Doch nicht alles ist so, wie es zu sein scheint ...

Der erste Satz:

„Wortloser Schmerz, dachte er.“

Meine Meinung zum Buch:

Dieses Buch ist der zweite Band der Reihe um die Sonderermittler der „A-Gruppe“ und ich fand die Geschichte noch besser als die im ersten Band („Misterioso“).

Arne Dahl baut einen sehr anspruchsvollen und komplizierten Fall auf und führt den Leser darin mehrmals noch in die Irre. Ich glaube nicht, dass das ein Buch ist, das man häppchenweise lesen kann, denn man verliert sich schnell in den komplexen Ereignissen, die das Buch durchziehen. Für mich waren die schwedischen Namen mit am schwierigsten, ich habe bis zum Schluss die Ermittler Nyberg und Norlander ständig verwechselt, was auch daran lag, dass die beiden innerhalb der A-Gruppe noch ein gemeinsames Team bilden. Aber nach 300 Seiten konnte ich mir dann doch die Unterschiede merken. :rollen:

Im Mittelpunkt dieses Krimis steht der Fall und nicht der Ermittler. Das heißt, dass der eigentliche Mordfall, die Ermittlungen der Gruppe und die Fakten in den FBI-Akten sehr detailliert dargestellt werden, was aber keineswegs trocken oder langweilig ist, sondern im Gegenteil für mich hoch interessant war. Die Charakterisierung der Ermittler tritt dagegen in den Hintergrund, gibt aber genügend her, so dass die Figuren nicht flach wirken. In diesem Band werden die Ermittler Nyberg und Norlander etwas tiefer beschrieben als die anderen, im ersten Band waren es Hjelm und Holm – ich vermute mal, dass im nächsten Band dann wieder andere Kollegen dran kommen. Mir gefällt das so ganz gut, denn es wäre bei der ganzen Gruppe vielleicht doch zu viel und wäre auf Kosten der Geschichte gegangen, wenn man im ersten Band alle Mitglieder detailliert kennengelernt hätte.

Ganz besonders hat mir der Schluss gefallen, hier dreht Dahl die Geschichte noch einmal in einer Art und Weise herum, auf die ich nie gekommen wäre. Damit passt der Schluss auch gut zur Geschichte selbst.

Dahl greift in seinen Krimis aktuelle und brisante Themen auf und malt kein ideales Bild von den Zuständen in Schweden. Für mich war das sehr interessant zu lesen und einige Schweden-Klischees wurden dabei aufgeräumt. Im ersten Buch ging es um die Wirtschaftskrise und deren Gewinner – um was es hier geht, will ich mal nicht so genau schreiben, das würde die Spannung nehmen.

Lediglich einen Punkt möchte ich kritisieren: Paul Hjelm ist in dieser Geschichte ein bisschen zu sehr Superman (Achtung, dicker Spoiler):
Spoiler (Klick zum Anzeigen/Verbergen)
Dafür eine halbe Ratte Abzug.

Aber trotzdem: ein hervorragender Krimi! Die nächsten Bücher der Reihe stehen schon auf dem Wunschzettel.

Meine Bewertung: 4ratten       :marypipeshalbeprivatmaus:

Viele Grüße von Annabas    :winken:
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Re: Arne Dahl - Böses Blut
« Antwort #3 am: 31. März 2012, 12:42:52 »

Arne Dahl gehört zu den Autoren, die ich mir nie kaufen würde, bei Skandinaviern bin ich sowieso vorsichtig, da liegen mir nur wenige und nach mittlerweile zwei Romanen von ihm weiß ich, dass er nicht dazugehört. Nach den beiden Leihgaben, die Band 8 und 9 der Reihe waren, fand nun auch ein früher, nämlich der zweite Fall der „A-Gruppe“ den Weg zu mir, in diesem Fall als kostenloses E-Book.

Dadurch, dass die Figuren erst ein Buch zuvor eingeführt worden waren, bzw. dieser Band sowieso der zuerst veröffentlichte war, hatte ich zumindest nicht ständig das Gefühl, dass der Autor eine ewig lange Vorgeschichte andeutet, der ich nicht folgen kann. Die große Anzahl der Ermittler ist mir dadurch diesmal nicht ganz so negativ aufgestoßen, ich hatte zwar meine Schwierigkeiten, sie so wirklich auseinanderzuhalten, aber das fand ich diesmal nicht ganz so störend. Außerdem waren gerade die Szenen, in denen alle zu einer Besprechung zusammenfanden und ihren nächsten Aufgaben zugeteilt wurden, vermutlich die Augenblicke, in denen das Buch echter Polizeiarbeit am nächsten kam.

Einige andere Stellen kamen mir hingegen nicht sonderlich logisch vor. So geht es zu Beginn darum, dass ein Mordverdächtiger mit einem Flugzeug ankommen soll, man aber noch auf Informationen wartet, welcher Passagier der Verdächtige sein soll. Warum lässt man das Flugzeug nicht ein paar Runden über dem Flughafen kreisen, das Gepäckband ausfallen oder ähnliches zur Verzögerung? Man könnte auch ein paar zusätzliche Überwachungskameras installieren, statt sich auf das Gedächtnis der Beamten zu verlassen… Dass das FBI seit Jahren nach dem Täter fahndet, aber erst das schwedische Team alles durchschaut und auf die richtige Spur kommt, erscheint mir ebenfalls etwas weit hergeholt.

Das Buch ließ sich insgesamt schon gut lesen, bestätigt aber mein Urteil, dass die Reihe mir in der richtigen Reihenfolge wohl kaum besser gefallen hätte.

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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)