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Autor Thema: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island  (Gelesen 1999 mal)

Seychella

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Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« am: 16. April 2008, 20:03:10 »

pchallo

Ich finde ja, dass ein neuer Teil unserer Serie "Literatur in fremden Ländern" überfällig ist.
Und da ich momentan wieder stark gen Norden süchtle, werfe ich Island ins Rennen.  :smile:

Ich habe, glaube ich zumindest, noch nichts isländisches gelesen.
Auf meinem SuB liegt: Kristín Marja Baldursdóttir - Möwengelächter
Und gerade auf dem Weg zu mir: Jón Kalman Stefánsson - Das Licht auf den Bergen


Wie sieht das bei euch aus? Welche Autoren kennt ihr, welche Bücher liegen noch auf dem SuB?
:hexe:
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creative

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #1 am: 16. April 2008, 20:54:40 »

Da darf natürlich Arnaldur Indridason mit seinen Krimis nicht fehlen! Meiner Meinung nach sehr empfehlenswerte Krimis, die auch die Atmosphäre des Landes gut rüberbringen!


Nordermoor
Todeshauch
Engelsstimme
Kältezone
Frostnacht
Menschensöhne


EDIT: Titel hinzugefügt. Ich wusste gar nicht, dass Indridason so viel geschrieben hat. Da habe ich ja noch einiges zu entdecken! LG, Saltanah
« Letzte Änderung: 17. April 2008, 00:59:57 von Saltanah »
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:blume:  Herzliche Grüße!  :blume:
creative

yanni

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #2 am: 16. April 2008, 21:00:29 »

Also auf meinem SUB tummeln sich derzeit noch:


Einar Már Gudmundsson - Fußspuren am Himmel
Arnaldur Indriðason - Nordermoor
Arnaldur Indriðason - Todeshauch
Steinunn Sigurðardóttir - Gletschertheater
Ysra Sigurðardóttir - Das letzte Ritual


Gelesen habe ich bisher zwei Roman von Halldór Laxness: Atomstation und Sein Eigener Herr (letzteres in einer LR hier im  Forum)
« Letzte Änderung: 17. April 2008, 21:08:44 von yanni »
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Breña

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #3 am: 16. April 2008, 21:24:40 »

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass gemessen an der Einwohnerzahl Island prozentual die meisten Autoren hervorgebracht hat. :breitgrins: Auf jeden Fall finde ich isländische Literatur sehr ansprechend.

Da darf natürlich Arnaldur Indridason mit seinen Krimis nicht fehlen!
Stimmt, sogar mir als Nicht-Krimileserin hat Nordermoor sehr gut gefallen! Übrigens finde ich es witzig, dass der Begriff "Islandkrimi" anscheinend ein neues Qualitätssiegel ist...  :zwinker:

Isländischer Lietraturnobelpreisträger ist Halldór Laxness, von ihm habe ich bisher aber noch nichts gelesen. :redface: Am 12. Mai startet eine Leserunde zu Die glücklichen Krieger.


Von Kristín Marja Baldursdóttir habe ich Kühl graut der Morgen gelesen. Trotz unsympathischer Protagonistin habe ich das Buch verschlungen. Im Regal wartet bereits Die Eismalerin.


Steinunn Sigurðardóttir ist auch recht bekannt. Die Liebe der Fische ist eine Liebesgeschichte, eben sehr isländisch. Noch ungelesen habe ich Herzort, Der Zeitdieb und Gletschertheater.


Vor Kurzem empfohlen wurde mir Jon K. Stefansson: Das Knistern der Sterne, eine Familiensaga über vier Generationen.


Ich bin gespannt, welche Buchempfehlungen noch kommen!  :zwinker:

Viele Grüße
Breña

P.s.
Und gerade auf dem Weg zu mir: Jón Kalman Stefánsson - Das Licht auf den Bergen
Also auf meinem SUB tummeln sich derzeit noch:
Einar Már Gudmundsson - Fußspuren am Himmel
Ich hoffe, ihr schreibt Rezensionen!  :zwinker:
« Letzte Änderung: 16. April 2008, 21:35:53 von Breña »
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"Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht."  J. L. Borges

Bettina

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #4 am: 16. April 2008, 21:28:18 »

Juchu! Island:freu:

Einige Autoren, die ich selber gelesen habe und die ich jederzeit wieder lesen würde, wurden schon genannt:
Halldór Laxness sowie Arnaldur Indriðason.
Von Laxness habe ich inzwischen drei Bücher gelesen, allesamt in Leserunden hier im Forum und ich bin in diesem Fall Wiederholungstäter aus Überzeugung. Nummer Vier wird bald folgen (Atomstation, Die Islandglocke, Sein eigener Herr, Die glücklichen Krieger).
Von Indriðason kenne ich mittlerweile vier Krimis und mir gefällt der ruhige Erlendur mit dem Händchen dafür, längst vergessene oder verdrängte Taten ans Tageslicht zu bringen.

Auf dem SUB weilt noch Viktor Arnar Ingolfsson - Das Rätsel von Flatey

Bereits gelesen habe ich auch Stella Blómkvist, die genauso heißt, wie ihre Hauptperson und von der keiner weiß, wer sie eigentlich ist.
Gelesen habe ich Das ideale Verbrechen & Die Bronzestatue. Zwar ist die gute Stella überzeichnet, aber schon so dolle, dass es mir wieder Spaß gemacht hat.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass gemessen an der Einwohnerzahl Island prozentual die meisten Autoren hervorgebracht hat. :breitgrins:

Ich finde es viel bemerkenswerter, dass ein Land mit gerade mal fünf Morden pro Jahr (wenn's hoch kommt) so viele gute Krimis liefern kann :zwinker:
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Ich lese mich rund um die Welt.

Lilka

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #5 am: 17. April 2008, 16:43:37 »

Schönes Thema!  :klatschen:
Ich hab folgende Bücher isländischer Autoren gelesen und kann sie dir nur wärmstens ans Herz legen:

Halldor Laxness "Die Islandglocke"

"Neues von der Elfenfront. Die Wahrheit über Island." - Ich weiß den Autor leider nicht mehr..

Einar Mar Gundmundsson "Engel des Universums" und ""Die Ritter der runden Treppe"
   
Einar Heimisson "Im Land des Winters"

Vilborg Davidsdottir  "Feueropfer"


Edit: Laxness statt Laxnes
« Letzte Änderung: 17. April 2008, 16:47:56 von Lilka »
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sandhofer

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #6 am: 17. April 2008, 17:20:54 »

Nicht zu vergessen die Urgrossmuttter praktisch aller Fantasy:

Die Edda . ("Edda" soll bzw. könnte tatsächlich "Urgrossmutter" heissen .)

Und das ebenfalls Edda genannte Lehrbuch für die altisländischen Dichter von Snorri Sturluson .
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

yanni

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #7 am: 17. April 2008, 19:31:59 »

Also auf meinem SUB tummeln sich derzeit noch:
Einar Már Gudmundsson - Fußspuren am Himmel
Ich hoffe, ihr schreibt Rezensionen!  :zwinker:
Ich werd' versuchen daran zu denken.  :zwinker:

Vilborg Davidsdottir  "Feueropfer"
Ups, das hab ich ganz vergessen. Wer weiß, wie viele Isländer noch im Regal stehen, die ich übersehen habe.  :redface:

 :breitgrins:  Na, die Edda kennt doch zumindest den Namen nach fast jeder! Vielleicht war die jedem so selbstverständlich, dass sie gleich vergessen wurde aufzulisten.
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Fandorina

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #8 am: 17. April 2008, 20:15:14 »

Vor Jahren habe ich "Die Teufelsinsel" von Einar Kárason gelesen und war davon sehr angetan. Es handelt sich dabei um Band 1 einer Trilogie. Band 2 + 3 habe ich dann nicht mehr gelesen.

Außerdem fand ich Band 2 einer relativ neuen Krimiserie sehr spannend, "Das gefrorene Licht" von Yrsa Sigurdardóttir. Band 1, "Das Letzte Ritual" habe ich nun auch auf dem SUB liegen. Mal schauen, ob die Autorin den Leser wieder so geschickt alle naselang auf eine andere Fährte zu locken vermag.



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Saltanah

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #9 am: 17. April 2008, 20:57:39 »

Island, hurra!
Leider komme ich nicht dazu, so viele isländische Bücher zu lesen, wie ich gerne möchte. Mein Island-SUB wächst und wächst.

Unter den gelesenen Büchern finden sich natürlich die "üblichen Verdächtigen", allen voran Halldór Laxness (Bettina hat unsere gemeinsamen Leserunden ja schon verlinkt) und Arnaldur Indriðason.

Auch Kristín Marja Baldursdóttir wurde schon genannt. Von ihr habe ich den Roman Möwengelächter gelesen, der allerdings keinen größeren Eindruck bei mir hinterlassen hat. Ganz nette Geschichte um das Leben in einer isländischen Kleinstadt vor einigen Jahrzehnten, das durch die Rückkehr einer nach Amerika ausgewanderten Frau aufgemischt wird, die sich als femme fatale erweist.


Von der ebenfalls schon genannten Steinunn Sigurðardóttir subt bei mir auf schwedisch Hálfdan Fergusson lämnar livet på jorden. Eine deutsche Übersetzung konnte ich nicht finden.

Ach ja, die Edda besitze ich sogar in drei verschiedenen Sprachen: deutsch (gelesen), schwedisch (ungelesen) und isländisch (ebenfalls ungelesen).

Und da ich schon bei den Klassikern bin, darf ich natürlich die Sagas nicht vergessen! Gelesen habe ich Die Saga vom Freysgoden Hrafnkel, Die Saga von Gisli Surson, Die Grettis saga, ungefähr die Hälfte der Njals Saga und den ersten Teil der Heimskringla - Sagen der nordischen Könige von Snorre Sturluson. Weitere Sagas subben.
     

Außerdem habe ich tatsächlich ein isländisches "Sachbuch" gelesen, nämlich das Landnámabók (Landnahmebuch), dessen nicht erhaltenen Urfassung von (vermutlich) Ari Þorgilsson aus dem 11. Jahrhundert die Besiedlung Islands schildert. Ich habe es übrigens im altisländischen Original gelesen!


Einen isländische Kinderbuchklassiker hätte ich auch noch anzubieten: Jón Svenssons Nonni-Bücher, von denen ich als Kind ein oder zwei gelesen habe. Welche das waren, weiß ich allerdings nicht mehr, da ich sie nur geliehen hatte. Eines könnte Nonni gewesen sein.



Gelesen habe ich vor vielen Jahren Die Teufelsinsel von Einar Kárason. Im gegensatz zu Fandorina konnte ich allerdings mit den abstoßend vulgären Personen dieser "isländischen Familiensaga der ganz besonderen Art, wild, schrill, und hemmungslos menschlich" (Klappentext) nichts anfangen.


Skugga-Baldur (Schattenfuchs) von Sjon habe ich hier im Forum sogar mal rezensiert.


Dann gibt es in meinen Regalen noch mehrere Romane von Vigdís Grimsdóttir, allerdings alle in schwedischer Übersetzung. Meine Lektüre von Das Mädchen im Wald ist zu lange her, als dass ich mehr als "hat mir gefallen" sagen könnte. Es scheint das einzige ins Deutsche übersetzte Buch der Autorin zu sein. Bei mir subben noch (für die, die an den schwedischen Titeln isländischer Bücher interessiert sind :rollen: ) Tystnaden, Hjärta, måne och blå fåglar und Jag heter Isbjörg jag är ett lejon.


Und noch zwei weitere Bücher subben in schwedischer Übersetzung: Graumoos von Thor Vilhjálmsson sowie Solon Islandus von Davíð Stefánsson (gibt's nicht auf deutsch).
   
« Letzte Änderung: 17. April 2008, 20:59:12 von Saltanah »
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Miramis

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #10 am: 19. April 2008, 15:02:43 »

Eine tolle Auswahl!

Da sind einige Buchtipps drin, die ich sofort auf meine Wunschliste gesetzt habe - wenn sie nicht schon drauf waren.... :zwinker:

Daneben möchte ich nicht versäumen, auf ein Buch hinzuweisen, das zwar von einer deutschen Autorin geschrieben wurde, sich aber ausschliesslich um Island dreht, nämlich:



Dagmar Trodler - Der letzte lange Sommer

Dazu gabs auch eine Leserunde und Rezensionen sind hier zu finden.
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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte

Arjuna

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #11 am: 14. Mai 2008, 21:13:12 »

Ich habe heute in der Droemer-Knaur-Vorschau einen weiteren isländischen Autor entdeckt:
Das erste Buch in deutscher Übersetzung kommt im Oktober.

Árni Thórarinsson - Todesgott




Auf der Verlagsseite sieht man sogar schon ein Cover: Todesgott


Bei Amazon steht dass bereits 4 Fälle (in Island) erschienen sind.
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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #12 am: 03. Juli 2011, 11:19:47 »

Angesichts der Frankfurter Buchmesse 2011 mit Island als Gastland wird es langsam Zeit, diesen Thread wieder zu beleben. Es sind eine Reihe interessanter neuer Veröffentlichungen auf dem Markt.

Hallgrímur Helgason "101 Reykjavik"
Audur Jónsdóttir "Jenseits des Meeres liegt die ganze Welt"
Huldar Breiðfjörð "Liebe Isländer"
Sjón "Das Gleißen der Nacht"




Ein Krimiautor, der hier noch nicht erwähnt wurde, ist Ævar Örn Jósepsson, über den ich mir aber erst einmal Meinungen einholen will, da mir der Schreibstil auf Anhieb nicht so sehr zusagt. Seine Reihe beginnt mit "Dunkle Seelen".

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Saltanah

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #13 am: 03. Juli 2011, 12:09:06 »

Sjón "Das Gleißen der Nacht"


Das subbt bei mir auch, allerdings in schwedischer Übersetzung mit einem - finde ich - viel schöneren Cover.
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Aldawen

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 13: Island
« Antwort #14 am: 03. Juli 2011, 12:15:48 »

Das subbt bei mir auch, allerdings in schwedischer Übersetzung mit einem - finde ich - viel schöneren Cover.

Schön ist relativ, aber warum hast Du das nicht für die letzte Monatsrunde gelesen? Dann hätte unser Mensch wenigstens einen kompletten Knochenapparat gehabt  :breitgrins:
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Der Mund ist der Palast der Worte. – Sprichwort aus Ostafrika