Hier ist ja schon offen, dann starte ich doch gleich mal

Zunächst werde ich mich einem Buch widmen, an dem ich bereits eine Weile lese, weil ich es als Kurzgeschichten-Bändchen zur Nachttischlektüre erklärt hatte und immer nur ab und an eine Geschichte gelesen habe. Aber jetzt stehen nur noch zwei Geschichten aus und die letzte ist ein bißchen länger, deshalb nehme ich es mir jetzt vor:

Pham Thi Hoai: SonntagsmenüZum Buch: „Die LiBeraturpreisträgerin Pham Thi Hoai gehört zu jener jungen Generation von Schriftstellern und Schriftstellerinnen, die sich unabhängig, unbestechlich und spielerisch den Wirklichkeiten im heutigen Vietnam nähern. Mit Ironie, Schalk und zarter Erotik zeichnet sie ein facettenreiches Bild des Alltagslebens in der Metropole Hanoi. In ihren poetischen Momentaufnahmen läßt sie eine Welt sichtbar werden, die in stetigem Wandel begriffen ist und in der jüngere Vergangenheit, Gegenwart und Tradition miteinander ringen, um die Fluchtlinien einer möglichen Zukunft zu ziehen.“
Ich weiß nicht, wer diesen Klappentext geschrieben hat, aber ich habe das Gefühl, er hatte ein anderes Buch vorliegen als ich. Bislang habe ich, abgesehen von den Namen für alles mögliche und vereinzelten Hinweisen auf religiöse Dinge, nichts besonders Vietnamesisches gefunden, die Beziehungsprobleme könnten genauso gut hierzulande auftreten. Das ist vielleicht ein Anzeichen dafür, daß kulturelle Unterschiede in manchen Bereichen doch rückläufig sind. Nun ja, vielleicht kommt das ja noch in der letzten, längsten Geschichte. Gute Kurzgeschichten zu schreiben ist eine Kunst, die leider nicht viele Autoren beherrschen, was die ganze Gattung etwas in Mißkredit gebracht hat. Und Pham Thi Hoai ist anscheinend nicht dazu berufen, daran etwas zu ändern.
Jetzt mache ich mir aber erst noch einen schönen starken Espresso, damit sollte ich es dann wohl noch eine Weile aushalten können

Schönen Gruß,
Aldawen