Christoph Hardebusch: SturmweltenMeine Meinung:Dieses Buch war für mich etwas Besonderes - als Fantasyroman, der in einer Seefahrer-Umgebung spielt. Da ich sonst keine Seefahrtsbücher lese, war das für mich erfrischend anders.
Zu Anfang werden sehr sehr ausführlich die beteiligten Hauptpersonen vorgestellt und eingeführt. Die verschiedenen zu diesen Personen gehörigen Handlungsstränge bewegen sich sehr lange nebeneinander her und erst gegen Ende aufeinander zu. Dabei war mir anfangs vieles ziemlich unklar, den Prolog habe ich überhaupt nicht verstanden und die Eigenheiten der Sturmwelt wurden relativ schlecht erklärt, sondern man klaubte sie sich erst nach und nach beim Lesen zusammen, zum Beispiel wie das mit der Magie ist (wie sie genau funktioniert, hätte mich auch interessiert), und warum ihre Anwendung manchmal verpönt ist...
Ein Weilchen habe ich gebraucht, bis ich merkte, daß die beiden Karten an Anfang zwei völlig getrennte Gebiete darstellen und nicht aneinander anschließen. Für mich hätten sie auch gerne etwas detaillierter sein können.
Das Glossar am Ende ist nur teilweise hilfreich, denn z.B. bei den schiffstechnischen Begriffen stehen Worte drin, die ich für allgemein bekannt halte und die nicht hätten erklärt werden müssen wie z.B. Bug, Koje, Steuerbord. Andere Begriffe habe ich dort vermißt und mir aus dem Zusammenhang erschließen müssen wie z.B. "Drehbasse" (muß wohl eine Art Kanone sein), und erst nach mehreren hundert Seiten habe ich begriffen, was eine "Prise" ist - dieses Wort kannte ich bisher nur aus Kochrezepten.

Die Hauptpersonen der verschiedenen Handlungsstränge sind mir unterschiedlich sympathisch. Meine Favoritin ist Roxane, wenngleich (oder besser gesagt: gerade
weil) die Handlung um sie sehr beklemmend ist. Danach folgen Sinao und Majagua, und erst dann Jaquento. Seine Echse freilich ist allerliebst! Franigos Part fand ich schrecklich langweilig und nichtssagend, ich nehme an, hier wurde deutlich für Band 2 vorgearbeitet, sonst hätte man sich ihn sparen können.
Und bis zur letzten Seite habe ich mich gefragt, wann wohl der auf dem Cover abgebildete Drache auftaucht.
Einziger Wermutstropfen waren ein paar sprachliche Schwächen, die sich in Wörtern der falschen Sprachebene, unpassenden Präpositionen und ähnlichen Kleinigkeiten äußerten,
Das ist mir, besonders im letzten Drittel des Buches, auch aufgefallen, vor allem diese sprachlichen Fehlgriffe und kleinere Grammatikfehler.
Ingsgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich hatte ein sehr nettes Lesevergnügen. Ich hoffe daß ich irgendwann die Gelegenheit habe, die Folgebände zu lesen.
Meine Bewertung: 
Grüße, kaluma