Der Tee ist aufgebrüht - dann werde ich mal ein bisschen über den letzten Helden erzählen, so nach dem Motto: was bisher geschah...
Ich bin auf Seite 100 und im Moment ist alles noch recht verworren; Samit Basu fängt mit sehr vielen verschiedenen Handlungssträngen an, die hoffentlich bald einmal zueinander geführt werden, denn sonst verliere ich noch total den Überblick.
Was mir gut gefällt, ist das indische Setting der ganzen Geschichte; das ist mal etwas anderes, als wir von unseren High-Fantasy-Schinken mit dem üblichen Elfen-Troll-Zwergen-Personal gewohnt sind. Wobei natürlich trotzdem Trolle vorkommen, und Oger, und Zauberer.... aber eben ein bisschen anders. Gut gefallen mir die Szenen im "Duftenden Bauch", das ist eine Kneipe in der Hauptstadt Kol, in der alles zusammenkommt, was Rang und Namen hat. Die Kneipe erinnert mich ein wenig an Star Wars, da gibt doch auch so eine sensationell gute Kneipenszene (wisst ihr, welche ich meine?) und ich hab die Bilder vor Augen, wenn von diesen ganzen seltsamen Fantasy-Gestalten im "Duftenden Bauch" die Rede ist.
Die Figuren sind auch sehr interessant. Es hat sich auch ziemlich schnell meine Lieblingsfigur herauskristallisiert (jedenfalls bis jetzt), nämlich Kirin, ein Zauberer, der ein dunkles Geheimnis hat. Seine Freundin Maya - ebenfalls Zauberin ihres Zeichens - erfährt unverhofft von diesem Geheimnis; sie hat ihn bei Drachenbluttrinken unter den Tisch gesoffen, und da hat er plötzlich einiges von sich preisgegeben.
Der letzte Held - das ist Prinz Asvin. Er kommt wahnsinnig trottelig rüber, kapiert gar nichts, lässt alles mit sich machen, sprich: ein Anti-Held, wie er im Buche steht.

Er ist aber davon überzeugt, dass das Heldentum seine Bestimmung ist. Das kann ja heiter werden!
Mein erster Eindruck: der Roman ist sehr skurril, mit einer heiteren Note, trotzdem episch angelegt (zu der großen Verschwörung komme ich noch

) und bietet jede Menge neuer Fantasy-Gestalten. Außerdem gibts nette Anspielungen auf alle möglichen Legenden, und es ist auch der erste Fantasy-Roman, den ich lese, in dem so etwas wie ein Film gedreht wird. Ganz schön abgefahren....

Schön, dass soviele mitlesen!

@Myriel: das ist ja toll, dass du "Das Obsidianherz" vorstellen willst!

Da kann ich gleich noch ein bisschen Werbung dranhängen und interessierten Leserinnen und Lesern unsere
Leserunde mit Ju Honisch auf leserunden.de ans Herz legen. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf das Buch und frage mich die ganze Zeit, warum denn bisher noch nie jemand auf die Idee gekommen ist, König Ludwig II. in einen Phantasik-Roman einzubauen - das bietet sich doch wirklich an...

Aber auch die Bücher von zauberin und Bine stehen auf meiner erweiterten Wunschliste; mal sehen, was ihr dazu sagt.
@chil: "Vom Winde verweht" kenne ich nur als Film; weicht denn das Buch sehr vom Film ab oder ist die Geschichte identisch?
Viele liebe Grüße

Miramis