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Autor Thema: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels  (Gelesen 3863 mal)

sandhofer

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Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« am: 07. April 2008, 11:28:57 »

Hallo zusammen!

Heute wollte ich in der Buchhandlung meines Vertrauens Metamorph abholen, von Andreas Brandhorst. Letzte Woche bestellt, Science Fiction, Heyne Verlag - kein Problem: sollte binnen 24 Stunden da sein. Dachte der Buchhändler und dachte auch ich. Pustekuchen. Das Buch ist in der Schweiz nicht an Lager. Lieferfrist: ca. 14 Tage. Ein Teufelskreis, den sich der Buchhandel da selber schafft. Einerseits - und das verstehe ich auch - kann und will der Zwischenhändler nicht alle Bücher an Lager haben. Andererseits treibt den Kunden genau diese eine nicht lieferbare Buch dem grossen Konkurrenten amazon in die Arme. Dort wird auch mir Schweizer eine Lieferung binnen 8 Stunden versprochen. (OK - kostet was extra.) Und ich muss erst noch nicht in dieses Sauwetter raus, sondern das macht der Paketbote für mich ... Doch: Je mehr Kunden auf amazon ausweichen, umso weniger lohnt es sich für den lokalen Buchhandel, ein grosses Lager zu führen. Und je kleiner das lokale Lager wird, desto mehr werden die Kunden auf die Internetgrossen ausweichen ...

Dumm gelaufen, ja. Aber für wen?

Grüsse

sandhofer
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dubh

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #1 am: 07. April 2008, 12:21:54 »

Hallo Sandhofer,

wenn Du Deine Frage so stellst: in diesem Fall für den Buchhändler Deiner Wahl, der noch nicht mal was dafür kann. In Deutschland passiert so etwas wahrscheinlich noch seltener, hat man als Buchhandlung die Wahl zwischen gleich drei Grossisten (in der Regel arbeitet man mit zwei zusammen) hat.
Da ich ja selbst gute acht Jahre im Buchhandel gearbeitet habe, bin ich aber trotzdem immer wieder erstaunt, wie dringend manchmal Bücher gebraucht werden. Und damit meine ich jetzt nicht irgendwelche Schüler, die das Buch bis gestern gelesen haben sollten, oder irgendwelche Verschenker. In anderen Ländern ist es durchaus üblich, dass man seine bestellten Bücher nicht in ein-zwei Tagen abholen kann, sondern erst nach ca 7 Tagen. Überhaupt mal ehrlich: bei Medikamenten kann ich eine schnelle Lieferung ja nachvollziehen, bei Büchern schon weniger.
Generell gilt für mich, dass ich den stationären Buchhandel eindeutig vorziehe: hier kann man stöbern, anfassen, schnuppern und sich gegebenenfalls sogar Tipps holen - dafür muss man aber Bestellfristen und kleinere Wartezeiten (selten) in Kauf nehmen. Der Internet-Weg ist der bequemere und manchmal der schnellere, aber auch der unpersönlichere.

Welcher Großhändler ist das eigentlich in der Schweiz? Denn theoretisch erwarte ich schon, dass Zwischenhändler alle Novitäten (gebunden + Taschenbuch) und eine vernünftige Backlist (was im Taschenbuch nahezu alles ist) vorrätig haben. Es müssen bei älteren Romanen ja keine Berge pro Titel sein... Aber wozu gibt es schließlich eine Warenwirtschaft?
Natürlich ist man aber nie vor Besprechungen und großen Nachfragen oder Überbrückungszeiten (Ware ist ausverkauft und die Nachbestellungen noch nicht eingetroffen) gefeit - deshalb ist das A und O eine rechtzeitige und umfassende Disposition.

Liebe Grüße
dubh
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sandhofer

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #2 am: 07. April 2008, 12:31:00 »

Welcher Großhändler ist das eigentlich in der Schweiz?

Frag mich was ... es gibt m.W. deren zwei: das Schweizer Buchzentrum und dann noch eins ...

Ich habe übrigens extra 3 Wochen vor der Leserunde bestellt. Ich bin Optimist ...
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Alfa_Romea

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #3 am: 07. April 2008, 14:18:30 »

Das Buch ist in der Schweiz nicht an Lager. Lieferfrist: ca. 14 Tage.

Ich staune, zumal mir die Website von Buchhaus Lüthy sagt, dass neun Stück im Zentrallager rumliegen sollen... Klick

Dem von dir angesprochenen Problem gehe ich aus dem Weg, indem ich beim Buchhändler online bestelle und die Bücher dann im Laden abhole, wenn sie eingetroffen sind (Benachrichtigung per E-Mail). So spare ich mir Leerläufe. Das System von Lüthy (bestellen online, portofrei im Laden abholen oder gegen Gebühr nach Hause schicken lassen) ist wirklich genial. Aber der kleine Buchhändler an der Ecke wird sich den Online-Shop nicht leisten können...

Die Wartefrist beträgt jeweils 2 bis 4 Tage, aber bei Bestellungen aus dem Ausland (zB USA) habe ich auch schon vier bis sechs Wochen gewartet. So lange ich jedoch sicher bin, dass ich die Bücher bekomme, warte ich halt. Aber mir ist schon klar, dass da wohl nicht jeder Kunde die Geduld dafür hat.
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sandhofer

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #4 am: 07. April 2008, 14:52:04 »

Ich staune, zumal mir die Website von Buchhaus Lüthy sagt, dass neun Stück im Zentrallager rumliegen sollen... Klick

Die sind offenbar gross genug, um auch noch ein eigenes Lager zu führen ...

Dem von dir angesprochenen Problem gehe ich aus dem Weg, indem ich beim Buchhändler online bestelle und die Bücher dann im Laden abhole, wenn sie eingetroffen sind (Benachrichtigung per E-Mail). So spare ich mir Leerläufe. Das System von Lüthy (bestellen online, portofrei im Laden abholen oder gegen Gebühr nach Hause schicken lassen) ist wirklich genial. Aber der kleine Buchhändler an der Ecke wird sich den Online-Shop nicht leisten können...

Das Problem ist ja nicht das on-line-Bestellen. Meine Buchhandlung hat ein Telefon; das funktioniert genauso gut. Aber wir waren halt wirklich beim Bestellen beide - Buchhändler wie ich - felsenfest überzeugt, dass "Heyne+Science Fiction" problemlos binnen 24 Stunden da sein werde, und haben deshalb nicht ausgemacht, dass ich, wie sonst immer, beim Eintreffen telefonisch benachrichtigt werde.

Die Wartefrist beträgt jeweils 2 bis 4 Tage, aber bei Bestellungen aus dem Ausland (zB USA) habe ich auch schon vier bis sechs Wochen gewartet. So lange ich jedoch sicher bin, dass ich die Bücher bekomme, warte ich halt. Aber mir ist schon klar, dass da wohl nicht jeder Kunde die Geduld dafür hat.

Bei grösseren deutschen oder Schweizer Verlagen habe ich sonst wirklich nur 24 Stunden Wartefrist.
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Alfa_Romea

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #5 am: 07. April 2008, 15:15:55 »

Die sind offenbar gross genug, um auch noch ein eigenes Lager zu führen ...

Nein, ich glaube viel eher, dass die mit dem "Zentrallager" das Buchzentrum in Hägendorf meinen --> Hinweis darauf Meines Wissens hat Lüthy kein eigenes Lager.

Bei grösseren deutschen oder Schweizer Verlagen habe ich sonst wirklich nur 24 Stunden Wartefrist.

Meine längere Wartezeit kommt wohl daher, dass ich selten zu Bürozeiten bestelle, da geht mir schon mal ein Tag selbstverschuldet verloren. Dann sind wir auch bei 1 bis 3.

Und die 3 kommen wohl daher, dass die Angestellten in der Filiale, wo ich die Bücher hole, generell nicht die Spitzenkräfte der Kette zu sein scheinen  :rollen: Das Personal wechselt dort jedenfalls ständig, ich habe auch das Gefühl, dass gerne Lehrlinge dort hingeschickt werden. Und den jungen Leuten scheint es jeweils weder mit dem Versenden von Bestellbestätigungen im Speziellen noch mit dem Arbeiten im Allgemeinen zu eilen. Ich kaufe nur dort ein, weils am Weg liegt und ich meist keine Eile habe. Mit dem Versand nach Hause hätte ich die Bücher wohl immer schneller...  :smile:
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sandhofer

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #6 am: 07. April 2008, 15:21:08 »

Die sind offenbar gross genug, um auch noch ein eigenes Lager zu führen ...

Nein, ich glaube viel eher, dass die mit dem "Zentrallager" das Buchzentrum in Hägendorf meinen --> Hinweis darauf Meines Wissens hat Lüthy kein eigenes Lager.

Du könntest Recht haben - und das Buchzentrum ist nie sehr schnell in seinen Aktualisierungen. Jetzt hat nämlich auch Lüthy aktuell lieferbar: 0 Exemplare ...
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sandhofer

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #7 am: 07. April 2008, 15:23:45 »

Jetzt hat nämlich auch Lüthy aktuell lieferbar: 0 Exemplare ...

Jetzt sind's 8 ... ich vermute sehr, diese Abfrage ist nicht die Pixel wert, die sie auf dem Bildschirm einnimmt ...
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dubh

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #8 am: 07. April 2008, 15:25:54 »

Die sind offenbar gross genug, um auch noch ein eigenes Lager zu führen ...

Nein, ich glaube viel eher, dass die mit dem "Zentrallager" das Buchzentrum in Hägendorf meinen --> Hinweis darauf Meines Wissens hat Lüthy kein eigenes Lager.

Und selbst wenn sie eines hätten, würden sie sich wohl nicht so leicht in die Karten (soll heißen, wie viel Exemplare sie von welchem Buch am Lager haben) schauen lassen. Und auch Großhändler geben nur bis zu einer bestimmten Anzahl an (in der Regel 99), wie viele Bücher sie vorrätig haben.

Zitat
Bei grösseren deutschen oder Schweizer Verlagen habe ich sonst wirklich nur 24 Stunden Wartefrist.

Meine längere Wartezeit kommt wohl daher, dass ich selten zu Bürozeiten bestelle, da geht mir schon mal ein Tag selbstverschuldet verloren. Dann sind wir auch bei 1 bis 3.

1-2 Tage ist auch in Deutschland normal - je nach Bestellzeit. Zu benachrichtigende Bestellungen dauern immer etwas länger, da sie meist erst nach dem kompletten Auspacken abgearbeitet werden... Übrigens ist das Abholfach in einer Buchhandlung -erfahrungsgemäß :zwinker:- immer der unbeliebteste Arbeitsplatz: dort braucht man zumindest viel Geduld, wenn nicht sogar jede Menge dickes Fell. Somit klärt sich wahrscheinlich auch, warum hier immer die Azubis und Aushilfen stehen, oder?! :breitgrins:

Liebe Grüße
dubh
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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #9 am: 07. April 2008, 16:12:27 »

Übrigens ist das Abholfach in einer Buchhandlung -erfahrungsgemäß :zwinker:- immer der unbeliebteste Arbeitsplatz: dort braucht man zumindest viel Geduld, wenn nicht sogar jede Menge dickes Fell. Somit klärt sich wahrscheinlich auch, warum hier immer die Azubis und Aushilfen stehen, oder?! :breitgrins:

Nö, nicht ausreichend. Zumal die Filiale nur 200 Quadratmeter gross ist und da sowieso jeder alles machen muss. Die Abhol-Bücher stehen immer gleich hinter der Kasse. Und es spielt sich dort jedesmal die gleiche Szene ab. "Guten Tag, ich habe Bücher auf den Namen XX bestellt und würde die gerne abholen." "OK, mal sehen..." Dann wird ins Regal gestarrt, es werden Zettelchen angeguckt (da ich im Gegensatz zum Azubi weiss, was ich bestellt habe, weiss ich zu diesem Zeitpunkt, wo die Bücher stehen), nochmal gestarrt und dann konsultiert sie den Computer, weil sie die Zettelchen auch nicht weitergebracht haben. Worauf ich jeweils freundlich darauf hinweise, dass ich meinen Bücherstapel schon entdeckt habe. "Da drüben", draufzeigen, bekommen, zahlen, gehen, glücklich sein. Dass das Fräulein hinterm Tresen die Bücher schon mal selbst entdeckt hätte, gabs glaube ich noch nie...

Jetzt sind's 8 ... ich vermute sehr, diese Abfrage ist nicht die Pixel wert, die sie auf dem Bildschirm einnimmt ...

Bei mir sind es auch 8. Das eine, das jetzt fehlt, ist sicher dein Exemplar  :breitgrins: Die Anzeige 0 war entweder ein Ladefehler oder der Bestand wurde gerade aktualisiert, als du den Reload gemacht hast.  :gruebel:
Wie genau die Anzeige tatsächlich ist, weiss ich natürlich nicht. Aber wenn da 9 Exemplare angezeigt werden, nehme ich nicht an, dass der tatsächliche Bestand 0 ist... Sowas kann man doch heute problemlos programmieren, auch für die eigene Logistik.

Und auch Großhändler geben nur bis zu einer bestimmten Anzahl an (in der Regel 99), wie viele Bücher sie vorrätig haben.

Da scheint unser Schweizer Buchzentrum grosszügiger mit Informationen zu sein: Von "Ein liebender Mann" von Martin Walser liegen über 1400 Stück rum, "Die Tore der Welt" haben sie sogar über 2300 Mal.  :zwinker:
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sandhofer

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #10 am: 07. April 2008, 16:15:59 »

Wie genau die Anzeige tatsächlich ist, weiss ich natürlich nicht. Aber wenn da 9 Exemplare angezeigt werden, nehme ich nicht an, dass der tatsächliche Bestand 0 ist... Sowas kann man doch heute problemlos programmieren, auch für die eigene Logistik.

Programmieren ja - aber aktualisieren? Ich weiss, dass das Buchzentrum immer mal wieder Bücher als lieferbar angibt, die schon lange vergriffen sind ... das erfährt man dann jeweils bei einem Anruf in der Buchhandlung, die offenbar auf genauere Datenbanken Zugriff haben als das Publikum ...
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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #11 am: 07. April 2008, 16:29:47 »

Ich weiss, dass das Buchzentrum immer mal wieder Bücher als lieferbar angibt, die schon lange vergriffen sind ... das erfährt man dann jeweils bei einem Anruf in der Buchhandlung

Ach so, alles klar  :pling: Jetzt bin ich mal gespannt, wie lange dein Buch denn tatsächlich bis zu dir braucht.
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Valentine

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #12 am: 07. April 2008, 16:39:30 »

Da scheine ich ja Glück zu haben mit meiner Buchhandlung. Zwar findet sich meine Bestellung nicht immer augenblicklich, aber doch innerhalb kürzester Zeit - und es sind auch gestandene Buchhändler(innen), die die Bestell-Theke betreuen ;)
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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sandhofer

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #13 am: 07. April 2008, 23:58:44 »

Oh - meine Buchhandlung ist nahezu perfekt. Und nach all den Jahren kennen unterdessen dort auch alle meinen Namen und meine Handynummer ... Das Problem ist ja eben, dass auch und gerade diese Kleinen von ihren Zwischenhändlern ziemlich verarscht werden und im Abseits stehen gelassen ...
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dubh

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Re: Gedanken zu einem Teufelskreis des Buchhandels
« Antwort #14 am: 08. April 2008, 08:05:36 »

Das Problem ist ja eben, dass auch und gerade diese Kleinen von ihren Zwischenhändlern ziemlich verarscht werden und im Abseits stehen gelassen ...

Genau so ist es - wobei es hier durch die harte Konkurrenz nicht ganz so dramatisch ist. Aber das wirklich blöde daran ist, dass es für den 0815-Kunden so aussieht, als ob der Buchhändler schuld hat.
Bei großen Buchhandlungen und vor allem Ketten sieht die Welt in diesem Fall anders aus (glücklicherweise haben die aber meist andere Schwächen, so dass es sich manchmal ausgleicht) - hier wird hofiert und man geht zuweil bis an die Grenzen der Handelsspanne.

Schöne Grüße
dubh
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