Cassandra Clare - City of Bones

Kurz vor ihrem 16. Geburtstag wird das Leben von Clarissa Fray, die von allen nur Clary genannt wird, gehörig durcheinander gebracht. Alles fängt damit an, dass sie und ihr bester Freund Simon einen schönen Abend im Pandemonium Club in New York verbringen wollen. Doch Clary beobachtet dort, wie drei Jugendliche jemanden umbringen, allerdings ist sie die einzige, die die Jugendlichen sehen kann. Und auch die drei Jugendlichen, Schatten-, bzw. Dämonenjäger, wundern sich sehr darüber. Bevor sie herausfinden können, woran das liegt, ist Clary auch schon auf dem Heimweg mit Simon. Kurze Zeit später wird dann auch noch Clarys Mutter entführt und sie selbst von einem Dämon angegriffen. Glücklicherweise wird sie von Jace, einem der Dämonenjäger aus dem Pandemonium Club gefunden, mit dessen Hilfe sie herausfinden will, was mit ihrer Mutter passiert ist.
„City of Bones“ ist der erste Band der Urban Fantasy Reihe „The Mortal Instruments“. Ich habe lange gezögert, ob das Buch etwas für mich ist, doch zum Glück habe ich mich endlich an diese Reihe gewagt, denn ich bin mehr als begeistert.
In der Welt, die Cassandra Clare erschaffen hat, gibt es sämtliche fantastische Kreaturen, von Werwölfen bis zu Dämonen. Die Schattenjäger sind lediglich dazu da, die Dämonen zu töten. Vampire und Werwölfe spielen hier keine allzu große Rolle, da solange sie sich benehmen auch keine Gefahr für die Menschen darstellen, und somit nicht von den Schattenjägern vernichtet werden brauchen.
Normale Menschen bekommen von dem ganzen nichts mit, da sie die Dämonen, Schattenjäger, etc. eigentlich nicht sehen können.
Was mir gut gefiel ist, dass man sofort in der Geschichte drin ist. Es gibt keine großen Erklärungen, sondern die Story schreitet schnell voran. Wie Clary selbst, weiß der Leser anfangs nicht, was es mit den Schattenjägern genau auf sich hat. Doch auch wenn das Buch ziemlich actionreich ist, besteht dennoch nicht das gesamte Buch daraus. Es gibt oft stille Momente, in denen man mehr über die Charaktere erfährt. Trotzdem kommt nie Langeweile auf und am liebsten möchte man es in einem Ruck durchlesen.
Doch was mir auch besonders gut gefiel ist, dass auch Themen wie Rassismus und Homosexualität angesprochen werden. Zwar steht das keinesfalls im Mittelpunkt, aber dennoch macht mir das die gesamte Geschichte ein wenig „realistischer“.
Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen, allen voran natürlich Jace, der auch aufgrund seiner Vergangenheit Pluspunkte bei mir gesammelt hat. Aber auch die restlichen Charaktere Clary, Simon, Isabelle und Alec wirken sympathisch und handeln nachvollziehbar.
Was das Buch, neben den gut gestalteten Charakteren, so lebendig macht, sind die spritzigen Dialoge, vor allem zwischen Jace, Clary und Simon, die einen oft ein Grinsen ins Gesicht zaubern oder zum Lachen bringen.
Zwar ist „City of Bones“ der erste Band einer Reihe, aber glücklicherweise gibt es keinen schrecklichen Cliffhanger, auch wenn es natürlich noch viele offene Fragen gibt und man nach diesem Ende trotzdem schnell wissen will, wie es weitergeht.
Ich habe das Buch übrigens auf Englisch gelesen und es hat sich, zum Glück gegen meine Befürchtungen, überaus flüssig und schön lesen lassen.
Ehrlich gesagt, ich bin begeistert. Wunderbare Urbanfantasy, die alles hat, was man will und ich bin froh, dass ich die Folgeromane bereits im Regal stehen habe!
