
"Skandal" von Amanda QuickAmanda Quick ist das Pseudonym von Jayne Ann Krentz
Klappentext:Emily Faringdon kann sich nicht verzeihen, dass sie in jugendlichem Übermut einen furchtbaren Skandal verursacht hat. Doch dann tritt ein Mann in ihr Leben, der sie alles vergessen lässt: Simon Traherne, der Earl of Blade. Emily erliegt seinem unwiderstehlichen Charme und seiner stürmischen Leidenschaft, erkennt aber zunächst nicht, dass Simon sie nur dazu benutzen will, um sich an ihrer Familie zu rächen. Aber da hat Emilys wachen Verstand unterschätzt, denn sie kennt Mittel und Wege, um in die dunklen Tiefen seines Herzens vorzudringen...
Meine Meinung:Vor Jahren beging Simon Trahernes Vater Selbstmord als er beim Kartenspiel sein gesamtes Vermögen an Broderick Faringdon verlor. Simon, der damals erst 12 Jahre alt war, schwor Rache an allen Faringdons. Jetzt, 23 Jahre später, kehrt er aus Südostasien zurück nach England, um seine Rachepläne zu verwirklichen. Emily Faringdon, Brodericks Tochter mit einem "unseligen Vorfall" in ihrer Vergangenheit, scheint ihm als Werkzeug der Vergeltung perfekt zu sein.
Ein Liebesroman, der an vielen Stellen vom Standard-Nackenbeißer abweicht. Es gibt keinen Hauptbösewicht, der Held und Heldin nach dem Leben trachtet oder sie auseinander bringen will. Der spielsüchtige Vater und der Erpresser, der gegen Ende des Buches auftaucht, fallen in meinen Augen nicht so richtig ins Gewicht.
Simon und Emily sind sympathische Charaktere. Emily ist mir mit ihrer Naivität und der fast schon übertrieben dargestellten romantischen Ader stellenweise ein wenig auf die Nerven gegangen, andererseits bildet sie einen tollen Kontrast zum kaltblütigen Helden Simon. Hat mir gut gefallen. Simon ist kein Standard-Nackenbeißer-Held, auch das fand ich gut. Ok, manchmal lässt er den Macho raushängen, aber in Maßen, so dass frau sich kaum daran zu stören braucht.
Die Liebeszenen sind in diesem Buch zahlreicher als in meinen anderen diesjährigen Nackenbeißern. Erfreulich fand ich, dass Amanda Quick bis auf "Blütenblätter" auf allzu blumige Beschreibungen verzichtet hat.
Mir gefallen die meisten Bücher der Autorin, ihre Geschichten sind oft ein wenig anders, amüsanter und spannender. Ich finde zwar, keiner ihrer Romane kommt an "Im Sturm erobert" heran, aber "Skandal" habe ich sehr gern gelesen und hatte an einer Stelle sogar feuchte Augen - das ist mir bei Nackenbeißern noch nie passiert!
Es mag auch an meiner derzeitigen Stimmung liegen, aber mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen und daher vergebe ich die volle Punktzahl.

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Aeria