Danke.

"Schöne neue Welt" wollte ich schon immer mal lesen, nicht zuletzt, weil ich kürzlich in Frank Schirrmachers "Payback" darüber gelesen habe und er Parallelen zwischen unserer heutigen Informationsgesellschaft und den Menschen bei Huxley zieht.
Obwohl ich ja momentan stark am Überlegen bin, ob ich all' meine Lesepläne über den Haufen werfe und meinen SUB erst mal SUB sein lasse und zu Grundsätzlicherem greife. Ich habe nämlich gestern ein ganz interessantes Interview mit Dietmar Dath auf LitColony.de (
-> klick) gesehen, in dem er nach einem "Buch, das jeder in die Hand nehmen sollte", gefragt wurde (ca. ab Minute 9:10) .
Er gab eine ganz interessante Antwort, "die alte Brecht-Antwort: Die Bibel". Und er argumentiert damit, dass ein Buch, das schon so lange gelesen wird, auf "ziemlich viele Knöpfe" im Menschen drücken muss. "Wenn es ein Buch gibt, das eine ganze Kultur durchzieht, dann sind alle anderen Bücher irgendwie Kommentare darauf", und - ganz der alte Spex-Musikredakteur, der er mal war: "Den Urtext zu kennen, ist ja auch bei Coverversionen ziemlich nützlich."

Auf Platz 2 kommt bei ihm Homer. "Und wenn dann immer noch Zeit ist, (...) dann kommt Shakespeare, und dann ist gut. Wenn sie [also die Leser] so weit aber gehen, wenn sie sich die Bibel antun und dann den Homer und dann noch den Shakespeare - dann, bin ich mir ziemlich sicher, werden sie nicht aufhören. (...) Wenn man diese drei gepackt hat, dann hört man gar nicht mehr auf mit Lesen..."
Also habe ich mir diesen Rat zu Herzen genommen, unsere alte Bibelausgabe entstaubt und zum x-ten Male zu lesen begonnen. Aber diesmal will ich über die Genesis hinauskommen...
