"Ich konnte keinen weiteren Roman über den Bau einer Kathedrale schreiben", sagt Ken Follett in einem Kommentar auf der Innenseite des Umschlags meiner Hardcover-Ausgabe, "denn das wäre dasselbe Buch gewesen. [...] im Herzen der Geschichte steht [...] die Pest [...]."
a) Obwohl er tatsächlich nicht über den Bau einer Kathedrale schreibt, frage ich mich: Wo ist es denn
nicht dasselbe Buch?
b) Bis zur Hälfte, bzw. S. 698, wird nicht mit einem Wort die Pest erwähnt, und so finde ich den letzten Satz seiner Aussage irreführend.
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Er schreibt über den Bau einer Brücke. Und irgendwie auch wieder nicht, denn das Thema wird in DTdW nicht so zentral angesprochen wie die Kathedrale in DSdE.
Ich breche das Buch nun ab, denn ich kann es letzten Endes doch nicht mehr ertragen.
Wie ich schon erwähnte, sind die Charaktere platt und schwarz-weiß. Die Zufälle, in denen sich bestimmte Personen an ausgerechnet den Orten begegnen, an denen es für deren Intrigen Sinn macht, sind allesamt zu schnell herbei geführt und so dermaßen offensichtlich, dass ich jetzt wirklich die Schnauze voll habe.
Der ausschlaggebende Punkt war nun
Godwyn, der sich mit Hilfe Philemons in der gemeinsamen Schatzkammer der Nonnen und Mönche an dem Geld der Nonnen zu schaffen macht.
Das ist mir jetzt zu sehr Grundschulniveau, ich vermisse hier und im Nachhinein betrachtet überall jedwede Subtilität, die einen Plot spannender und bis zum Schluss lesenswerter machen würde. Wenn ich daran denke, dass ich mich nochmal so lange durch die immer wieder gleiche Sauce quälen müsste, wird mir anders.
So grottenschlecht, dass ich es abbrechen möchte, ist es aber auch wieder nicht, irgendwas hat das Buch schon.
Den Satz nehme ich zurück. Das Buch ist zusammengefasst
sehr grottenschlecht.
Da interessiert mich auch die "Auflösung" nicht mehr. Dieser angebliche Cliffhanger vom Anfang des Romans, der einen Leser bei der Stange halten soll, ist eher wie ein winziges, langweiliges Hundeleckerli, das zu lange draußen im Regen liegt und davon einfach weggespült wird.
