So, nun bin ich endlich fertig. Jetzt brauche ich erstmal ein Buch über Mord und Totschlag, am besten über einen blutrünstigen Serienkiller.
Der nächste Nackenbeißer wird eine Weile warten müssen.
Zitate, wie ich sie im letzten Nackenbeißer hatte, gibt es in "Schicksalsglocken" kaum, was ich gut finde. Bettszenen kommen zwar vor (fast zum Schluss), aber in Maßen. Es gibt erfreulich selten eine "muskelgestählte Brust", und nur je einmal "seine berstende Fülle", "ihre taubenetzte Perle" und "pfählen". Soweit so gut.
Die Handlung selber hat mir bis etwa 100 Seiten vor Schluss wirklich gut gefallen. Doch dann hat sich die Autorin wohl gedacht "Hm, wird Zeit, dass ich das Buch beende" und drauflosgeschrieben. Es gibt einiges Hin und Her, sie ist sauer auf ihn, er will ihr Herr und Meister sein, der Schurke Edgar stellt sich bemerkenswert dämlich an, im Epilog gibt es gezuckerten Schmalz satt - leider alles Standard und schon tausend Mal dagewesen.
Die Idee, einen Halb-Orientalen die Hauptrolle spielen zu lassen, hat mich fasziniert, das ist mir so in einem Nackenbeißer noch nicht begegnet. Allerdings frage ich mich, wie Adam Moslem und gleichzeitig Christ sein kann. Betet er jeden Morgen gen Mekka und geht sonntags zum Gottesdienst? Kann ich mir nicht vorstellen.
Lustig fand ich die Butler, von denen rennen im Buch so einige herum. Über die beiden Tantchen habe ich mich immer mehr aufgeregt, bäh, ich hasse sowas. Den Hund Winston hat Patricia Grasso leider in Klischees gebadet. Die Hauptfiguren waren mir anfangs sympathisch, aber das legte sich nach 2/3 des Buches. Nun ja, frau kann nicht alles haben.
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Aeria