Ich denke, "falsche Bücher" kann es überhaupt gar nicht geben. Jedes Buch, das auch nur einen einzigen Leser in irgendeiner Weise anspricht oder brührt, erhält allein dadurch schon seine Daseinsberechtigung. Und diese "richtigen Bücher" dürfen alles; sie dürfen aufwühlen, anregen, entführen, Ausflüchte bieten und ruhig auch mal einlullen.
Allerdings ist es bei mir schon so, dass ich genau die Bücher rückwirkend als besonders wertvoll erachte, die mich zum Nachdenken angeregt haben (dabei ist es ganz egal, ob sie nun ernst, lustig oder was auch immer waren). An ihnen messe ich gute Literatur. Deshalb tue ich mich auch sehr schwer damit, für einfache Unterhaltung eine Höchbewertung zu vergeben. Mein Ideal ist ein Buch, das schön geschrieben und gut erzählt auch etwas zu sagen hat. Aber wahrscheinlich sollte man wirklich unterscheiden. Zum einen gibt es Unterhaltungsliteratur, die möglichst gut, auf welche Art auch immer, unterhalten sollte. Und dann gibt es Bücher mit tieferem Anspruch, der dann aber auch gelungen heraus gearbeitet sein sollte und nicht pathetisch oder platt daher kommen muss (wobei ich denke, dass die Beurteilung hier wiederum letztendlich beim Leser nur subjektiv sein kann, wahrscheinlich muss es sich schon ein bisschen mit den eigenen Vorstellungen decken, um zu gefallen...).
Auf jeden Fall wäre es traurig, wenn Literatur generell immer nur sinnschwanger sein dürfte. So eine kleine, sinnlose Gedankenflucht ist doch hin und wieder auch mal was schönes.
Liebe Grüße
Tia