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Autor Thema: Susan Cooper - Die Mächte des Lichts  (Gelesen 652 mal)

Seychella

  • Gast
Susan Cooper - Die Mächte des Lichts
« am: 06. Februar 2008, 10:04:07 »

5. (und letzter) Teil des Wintersonnenwende-Zyklus



Kurzbeschreibung

In Cornwall, wo die Mythen um König Artus wurzeln, schrecken die Kräfte der Finsternis vor nichts zurück, um die Mächte des Lichts für immer zu besiegen. Gemeinsam mit den Mächten des Lichts und ihren Gefährten Will und Bran nehmen die Geschwister Jane, Barney und Simon den Kampf gegen das Böse auf.
Will und Bran reisen durch Raum und Zeit auf der Suche nach dem Kristallschwert des Lichts. Nur mit ihm, der mächtigsten Waffe der Guten, kann Bran das Erbe seines Vaters Artus antreten. Am Baum der Sommersonnenwende treffen alle Gefährten des Lichts zusammen, denn das Böse rüstet zur endgültigen Schlacht...


Meine Meinung

Will, Bran und die Drew-Geschwister versuchen zusammen, das Geheimnis um das Kristallschwert zu lösen. Viele Anhaltspunkte haben sie nicht, so etwas kann man nur gemeinsam lösen, aber anstatt zusammenzuhalten gibt es zwei kleine Gruppen. Etwas Eifersucht fände ich noch normal, aber die anfängliche Distanz zwischen ihnen hatte für mich etwas abgrenzendes. Auf der einen Seite Will, der Uralte, und Bran - der auch nicht ganz von dieser Welt ist (ich möchte ja nicht zuviel verraten). Und auf der anderen Seite die fast "normalen" Drew-Geschwister. Das hat mich erschreckt, vor allem Wills Verhalten - das, was er zu Bran über die Drews sagt. Die einzige Erklärung, die ich dafür gefunden habe, ist der Versuch auf diese Art den Unterschied zwischen ihnen zu verdeutlichen.

An den Ort, wo das Kristallschwert zu finden ist, können scheinbar nur Will und Bran gelangen. Dort ist es schön aber auch gefährlich. Dieses "Land" hat eine eigene, wilde Magie - und auch die Finsternis ist dorthin gelangt, und will das Schwert besitzen. Neben einer bestimmten Figur hat mir dort die Magie und die Geschichte um den König sehr gefallen.

Zum "Endkampf" finden nach einigen Überraschungen wieder alle Protagonisten zusammen, auch Figuren aus den anderen Büchern wie zum Beispiel der große Jäger Herne. Und auch wenn ich die Dunkelheit in manchen Szenen dieses Buches nicht sehr beängstigend fand, so war die Atmosphäre, als die Finsternis sich für den letzten Kampf erhebt, sehr bedrückend und unheimlich.
Das Ende hat mir gut gefallen, weil es entgegen meiner Befürchtung doch nicht auf "Friede-Freude-Eierkuchen" hinauslief. Es gab auch traurige Dinge - Entscheidungen und Abschiede, die man aber nachvollziehen kann.

Geärgert habe ich mich dagegen über zwei offene Fragen, die mir sehr wichtig sind. Warum muss man Andeutungen machen, wenn ich am Ende allein dastehe und mir den Kopf zerbreche?  :sauer:
Am Ende hätte das nichts geändert. Vielleicht ist es einfach nur Pech, dass das zwei Figuren betrifft die ich mag bzw. über die ich gern mehr erfahren hätte.
Für den Fall, dass mir jemand von euch weiterhelfen kann, kommen hier meine beiden Fragezeichen als Spoiler:
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4ratten
« Letzte Änderung: 06. Februar 2008, 10:06:28 von Seychella »
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Miramis

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Re: Susan Cooper - Die Mächte des Lichts
« Antwort #1 am: 05. Januar 2009, 00:38:54 »

Meine Meinung:

Der Abschluss des Wintersonnnenwende-Zyklus hat mir richtig gut gefallen. Hier schliesst sich der Kreis und ich fand es sehr reizvoll, dass viele Figuren aus den Vorgänger-Bänden nochmal ihren Auftritt hatten.

Wills und Brans Suche nach dem Kristallschwert und die Erfüllung der Prophezeiungen fand ich sehr gut ausgearbeitet und beschrieben; das Verlorene Land ist sehr phantasiereich und mystisch dargestellt. Auch die Protagonisten dieses Abschnitts waren für mich sehr faszinierend.

Auch die Drew-Geschwister haben sehr mysteriöse Erlebnisse, die mich gefesselt haben, und natürlich ist unser altbekanter Merriman auch wieder mit von der Partie, diesmal aber in einer eher passiven Rolle.

Etwa zwiespältige Gefühle habe ich gegenüber der Auflösung, insbesondere im Hinblick auf die Figur, die diesmal die Finsternis verkörperte. Die Überraschung ist zwar gelungen, ich empfand diesen abrupten Wechsel von Gut nach Böse aber sehr unrund, das hätte ich mir etwas eleganter, subtiler gewünscht. Gelungen dagegen war für mich der Zug, dass am Ende ein Mensch über die Geschicke der Mächte entscheiden darf - eine interessante Entwicklung, die ich so nicht erwartet hätte.

Jedenfalls hat mir der letzte Band des Wintersonnenwende-Zyklus nochmal so richtig gut gefallen, wobei weder er noch die anderen Bänden an mein Lieblingsbuch "Wintersonnenwende" - Band 2  herankommt. Aber in jedem Fall bietet die Reihe solide und unterhaltsame Jugendfantasy mit vielen Bezügen zur Artus-Sage und zu den keltischen Mythen. Sprachlich fand ich die Romane ebenfalls in Ordnung; Susan Cooper hat einen geradlinigen, schnörkellosen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Mit der Verteilung der Handlungsstränge war ich nicht immer glücklich, hier hätte ich mir manches Mal eine engere Verknüpfung zwischen den beiden Hauptprotagonistengruppen gewünscht.

 4ratten

@Seychella:
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Viele liebe Grüße
Miramis
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