Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan  (Gelesen 5870 mal)

illy

  • chronischer Bücherjunkie
  • Global Moderator
  • *
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 2757
Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« am: 03. Februar 2008, 14:28:48 »

Mir ist gerade mal aufgefallen, dass die hübsche Reihe "Literatur in fremden Ländern " seit letztem Sommer kein neue Folge mehr bekommen hat. Dem will ich jetzt einfach mal abhelfen und werfe das Land der aufgehenden Sonne in den Raum.

Welche japanische Autoren kennt ihr, welche Bücher aus Japan stehen bei euch im Regal?

Zunächst etwas historisches von mir:

Eiji Yoshikawa - Musashi ein Samurai-Roman mit viel Zen-Philosphie.



und dann zeitgenössisches: Haruki Murakami, der eine ganze Menge sehr schöner vielseitiger Romane verfasst hat, mein Liebling von ihm ist endlich wieder neu aufgelegt worden: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt



Was habt ihr im Angebot?



Gespeichert
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

tjaa

  • Sprachen-& Länderliebhaberin <3
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1026
  • It all comes down to who's by your side
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #1 am: 03. Februar 2008, 14:53:50 »

Das ist ja eine schöne Idee  :klatschen:

Da kann ich auch gleich mal mit meinem Lieblingsautor Haruki Murakami anfangen ;)


Naokos Lächeln. Nur eine Liebesgeschichte
War mein erstes Buch von ihm und ist auch mein allerliebstes :)


Kafka am Strand


Gefährliche Geliebte


Wilde Schafsjagd
Leider kam ich da noch nicht weit. Hat mir bisher gar nicht gefallen :(


Sputnik Sweetheart


Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah


Dance, Dance, Dance


Hard-boiled Wonderland and the End of the World (ich habe jedoch eine andere Ausgabe)


Sehr ausgewogen würde ich sagen ;)
Habe noch nicht alle gelesen, aber ich denke das wird sich noch ergeben.
Ich mag Haruki Murakami sehr gerne. Er ist auch der einzige japanische Autor, den ich kenne. Aber hole mir gerne Anregungen ;)

(Habe ich das jetz richtig verstanden, oder sollte man da nicht alle seine Bücher reinschreiben?)

Liebe Grüße, tjaa/Tina
Gespeichert
:lesen: Jonathan Safran Foer - Extremely loud and incredibly close

Kätzchen

  • The black kitten
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 170
    • Mit Käse
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #2 am: 03. Februar 2008, 16:59:28 »

Abgesehen von Tonnenweise Manga und Kochbüchern, kenne ich nur Banana Yoshimoto. Von ihr habe ich Kitchen und Tsugumi gelesen, aber ihr Still ist doch recht gewöhnungsbedürftig.
Gespeichert

whiskers

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 600
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #3 am: 03. Februar 2008, 22:34:24 »

Ein toller Thriller ist Die Umarmung des Todes von Natsuo Kirino. Hierbei bekommt man auch gleich einen Einblick in die Arbeiterklasse Japans und die Probleme der Frauen.
Gespeichert

Pandora

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1425
  • -
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #4 am: 03. Februar 2008, 22:36:58 »

Oh schön, Japan (da packt mich doch gleich wieder das schlechte Gewissen, weil ich noch eine Menge für die Japanisch-Klausur übernächste Woche lernen müßte).

Nakano Hitori:
Train Man


Yukio Mishima:
Geständnis einer Maske
Nach dem Bankett


Banana Yoshimoto:
Tsugumi
Kitchen
Sly
Amrita



Aki Shimazaki:
Tsubaki


Haruki Murakami: (die wurden ja schon genannt)
Naokos Lächeln
Tanz mit dem Schafsmann
Gefährliche Geliebte
Kafka am Strand
Sputnik Sweetheart

Koji Suzuki:
The Ring 1-3



Comics lasse ich jetzt mal weg ;)

Nicht von einer japanischen Autorin, aber in Japan spielend und sehr unterhaltsam sind Sujata Masseys Rei Shimura-Krimis



Gespeichert

mara84

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 417
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #5 am: 03. Februar 2008, 22:39:57 »

 :winken: Hey... was für ein toller Thread.
Kenne mich leider (noch) nicht mit Autoren und Büchern aus Japan aus.

Banana Yoshimoto klingt ja unglaublich interessant.
Welches würdet ihr für den Einstieg empfehlen?

Liebe Grüße, Mara
Gespeichert
Mit Büchern habe ich das meiste Gespräch Seneca

Georg R.R. Martin - Die Herren von Winterfell (Das Lied von Eis und Feuer 01)

Daniel Goleman - EQ. Emotionale Intelligenz

Pandora

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1425
  • -
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #6 am: 03. Februar 2008, 22:43:53 »

:winken: Hey... was für ein toller Thread.
Kenne mich leider (noch) nicht mit Autoren und Büchern aus Japan aus.

Banana Yoshimoto klingt ja unglaublich interessant.
Welches würdet ihr für den Einstieg empfehlen?

Liebe Grüße, Mara


Ich persönlich würde Tsugumi empfehlen. War auch mein erstes Buch und ich mag es noch immer am liebsten. Wenn du Erzählungen/Kurzgeschichten magst, wäre auch Dornröschenschlaf noch eine schöne Wahl.
Gespeichert

tjaa

  • Sprachen-& Länderliebhaberin <3
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1026
  • It all comes down to who's by your side
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #7 am: 03. Februar 2008, 22:44:49 »

Banana Yoshimoto klingt wirklich sehr interessant.
Vielen Dank für den Tipp, Pandora! ;)
Gespeichert
:lesen: Jonathan Safran Foer - Extremely loud and incredibly close

mara84

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 417
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #8 am: 03. Februar 2008, 22:52:40 »

Dankeschön!  :klatschen:
Ist schon auf meiner Wunschlise.  :zwinker:

An Murakami habe ich mich bis jetzt noch nicht herangewagt... ich weiß nicht woran es liegt, aber irgendetwas hält mich von ihm fern.  :rollen:

 :winken:
Gespeichert
Mit Büchern habe ich das meiste Gespräch Seneca

Georg R.R. Martin - Die Herren von Winterfell (Das Lied von Eis und Feuer 01)

Daniel Goleman - EQ. Emotionale Intelligenz

Doris

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5821
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #9 am: 03. Februar 2008, 23:07:07 »

Mein Tipp ist passt vielleicht nicht so perfekt in diese Kategorie, aber ich finde, er muss genannt werden: Kazuo Ishiguro, der zwar in Japan geboren wurde, aber schon seit vielen Jahren in England lebt, was sich auch in seinen Romanen niederschlägt.

Sehr gut gefiel mir Was vom Tage übrig blieb, das mit dem Booker Price ausgezeichnet wurde. Es erzählt von einem alten Butler, der die Frau wieder trifft, die er einst geliebt hat, sich aber aufgrund selbst auferlegter Grundsätze versagt hat, diesem Gefühl nachzugeben.



Außerdem von ihm erschienen: Alles was wir geben mussten. Es hat ein brisantes und immer aktuelles Thema zum Inhalt (mehr ins Detail zu gehen hieße Wichtiges verraten), gefiel mir aber wegen der dargestellten Charaktere und der doch ziemlich unwahrscheinlichen Handlung nicht so gut.



Grüße
Doris
Gespeichert
Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben,
sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
Lucius Annaeus Seneca

tjaa

  • Sprachen-& Länderliebhaberin <3
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1026
  • It all comes down to who's by your side
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #10 am: 03. Februar 2008, 23:15:04 »

@ Doris
Die beiden Bücher habe ich auch hier, aber wollte sie nicht nennen, eben weil Ishiguro schon lange in England lebt und auch auf englisch schreibt.
Ich habe auch beide Bücher ("Was vom Tage übrigblieb" und "Alles, was wir geben mussten") von ihm gelesen. Mir hat "Alles, was wir geben mussten" sehr gut gefallen, und daraufhin habe ich mir "Was vom Tage übrigblieb" gekauft. Fand ich auch gut. Würde sie beide weiterempfehlen ;)

LG, Tina
Gespeichert
:lesen: Jonathan Safran Foer - Extremely loud and incredibly close

Doris

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5821
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #11 am: 03. Februar 2008, 23:31:01 »

Die Frage war ja

Welche japanische Autoren kennt ihr ...

und da darf Ishiguro m. E. nicht fehlen. Wenn ich einen Japaner empfehlen müsste, würde ich Haruki Murakami nennen, und hier vor allem Naokos Lächeln.
Gespeichert
Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben,
sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
Lucius Annaeus Seneca

tjaa

  • Sprachen-& Länderliebhaberin <3
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1026
  • It all comes down to who's by your side
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #12 am: 03. Februar 2008, 23:33:11 »

Da kann ich dir zustimmen :) Oder Kafka am Strand, auch sehr toll :)
Gespeichert
:lesen: Jonathan Safran Foer - Extremely loud and incredibly close

Polkadot

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 335
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #13 am: 04. Februar 2008, 00:34:05 »

Eine tolle Idee! :klatschen:
Ich habe eigentlich nur einige schon genannte Autoren gelesen: Haruki Murakami, Kazuo Ishiguro, Kôji Suzuki und Yukio Mishima. Von Banana Yoshimoto wollte ich auch schon seit längerem mal was lesen.

Außerdem kenne ich noch:

Kenzaburō Ōe
Literaturnobelpreisträger 1994; Da ich von ihm nichts gelesen habe, kann ich allerdings kein Buch empfehlen und picke exemplarisch diese hier raus:

             
Eine persönliche Erfahrung          Der stumme Schrei

Sōseki Natsume
Hab auch von ihm noch nichts gelesen, scheint aber sehr gut zu sein

       
Ich, der Kater                Kokoro (engl. Ausgabe)



Und vielleicht noch erwähnenswert:

Ryu Murakami


Koushun Takami

(Battle Royale wurde auch schon verfilmt)
Gespeichert
Liest:
Matt Ruff - Bad Monkeys

adia

  • Anglophile Übersetzungsmeiderin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 445
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 12: Japan
« Antwort #14 am: 04. Februar 2008, 00:36:19 »

Die Frage war ja

Welche japanische Autoren kennt ihr ...

und da darf Ishiguro m. E. nicht fehlen.

Hallo Doris,

der Threadtitel heißt jedoch "japanische Literatur", und da Ishiguro schon seit Jahren in England lebt und auch auf englisch schreibt, sollte man ihn eher unserem Kulturkreis einordnen (was auch gemeinhin getan wird).
Auch der Bookerpreis ist ein Argument in diese Richtung.
Ich kann nur zu "Was vom Tage übrig blieb" etwas sagen, und das behandelt auf jeden Fall ein urbritisches Thema.

Dass er gute Bücher schreibt, sei ihm unbenommen.

Gespeichert
Haikus are easy
But sometimes they don't make sense
Refrigerator